‹ Nobiliaire des Pays-Bas et du comté de Bourgogne (volume 2)Chapitre 25 sur 59 · ALLIANCES · texte numérisé non relu

ALLIANCES

Im Namen der heiligen untheilbaren Dreifaltigkeit Gottes, Amen!

Kund und zu wissen seye hiermit, jedermânniglichen, dass, Gott dem Allmâchtigen zu Lob und Ehren und Vermehrung der Christenheit, zwisclien dem Reichsfrey Hochedelgebohrnen und gestrengen Herrn, Herrn Johann Daniel von Bellersheim, genannt Stiirtzelsheim, weyland des auch Reichs Frey Hochedelgebohrnen gestrengen Herrn Henrich Erkhard von Bellersheim, genannt Stiirtzelsheim, seel. hinterlassenen Eheleiblichen Sohn an Einem, sodann auch der Hochedelgebohrnen Jungfrau Sophia-Margaretha de Horion, des Wohlgebohrnen Herrn Capitain Henrich de Horion seel. hinterlassener Eheleiblicher Tochter, mit gutem Rath, Wissen und Belieben ihres jetzigen Herrn Stieff Vatters des wohledelgebohrnen und mannhaften Herrn Bernhard Sehligers von Seeligenstatt, Romisch Kaiserl. Majestât bestellten Oberfeld-Quartier Meisters und Obristen-Lieutnants und dero rechten Frau Mutter der wohledelgebohrnen und tugendsamen Frau Anna Maria Sehligerin, gebohrner Nevin, gutem Willen, ein christlicher Heurath vor Sechzehen Monathen miindlich abgeredet und beschlossen worden, welcher dann auch gleich schriftlich verfasset werden sollen, aber wegen darzwischen kommener Kriegs Troublen nit geschehen kônnen. So ist zwischen allerseits Parteyen beliebet worden, weil sie eben hier in loco sind, solches werkstellig zu machen, und obwohl solcher Heurath durch ordentliche priesterhche Copulation bereits vollzogen worden, so ist doch derselbe vor Vollziehung des Kirchgangs zwischen ihnen allerseits Partheyen geschlossen. Complément. 2!

betejdiget und abgeredet worden, auf Weiss und Maass wie unterschiedlich liernach folgt.

Erstlich, dass der Hochedelgebohrne Herr Johann Daniel von Bellersheim, und sie die woliledelgebohrne Jimgfrau Sophia-Margaretha de Horion, einander zum Stand der heiligen Ehe nehmen und haben, in solchem ihrem Ehestand einander freundlich meynen und wie eins dem andern mit Hand gegebener Treue gelobet, Lieb und Leydt mit einander tragen, und sich als frommen Eheleuten geziemet, verhalten sollen, und haben sich auch christlicher Ordnung nach, wie gemelt, copuliren lassen. Zum andern, demnach der Hochedelgedachten Sophise-Margaretliaî de Horion Herr Vatter und Frau Mutter die yersprochene Dotem oder Ehe Steuer

und Heuraths-Geld zu der Summe von Reichsthalern, den Reichs-

thaler zu neunzig Kreuzer gerechnet, hiesiger Wehrung, dem Hochedelgemelten Herrn Johann Daniel von Bellersheim ihrem jetzigen Ehegemahl und Tochtermann respective bereits zu genïigen und an gutem baaren Geld wiirklich erleget, bezahlet und geschossen, als thuet Hochedelgemelter Herr Johann-Daniel von Bellersheim sowohl seine Ehegemahlin, als auch dero oben gemelte liebe Eltern deswegen bester Form Rechtens hiermit und Krafft dièses quittiren.

Dagegen und zum dritten, gelobet und verspricht mehr Hochedelgedachter Herr von Bellersheim, Ihr der Hochedel gemelten seiner Ehegemahlin in donationein

proper nuptias und zu einer Wiederlag die Summe von

Reichsthaler , den Reichsthaler auch zu neunzig Kreuzern gerechnet, hiesiger Wehrung, also und dergestalt, dass sie wegen gedachter Reichsthaler .....*. Capital auf sein ihm in Dero Elterlichen zwischen ihm und seinen Herrn Briidern gepflogener Erbtheihmg, eigenthiimblich heimgefallene Giither bestermassen ehestens wiirklich versichert und so lang das Kapital ihr nicht wiirklich abgelegt und dargezahlt worden, dasselbe jlihrlich mit fiinf pro Cento verpensioniret, also

aile Jahr Reichsthaler vor Interesse ihr baar erstattet und

bezahlet werden sollen.

Viertens verspricht Hochedelgedachter Herr von Bellersheim noch ohne obbe-

melte Wiederlag der Reichsthaler, seine Ehegemahlin mit einer

giildenen Ketten, Gulden Werth, zu bemorgengaben, und wann

die giildene Kette in natura nicht gereichet wird, solle sie doch

Gulden davor geniesen, iiber welche, als ein Capital sie auch auf seine obengemelte eigenthiimbliche Gùter ehestens wiirklich versichert, und so lang solche unabgelegt stehen, auch jahrlichs mit înnï pro Cewio verpensioniret also aile Jahre

Gulden vor Pension ihr auch baar erstattet und bezahlet

werden sollen.

SoUte nun fiinftens die Hochgemelte Frau Sophia-Margaretha de Horior vor ihrem liebsten Ehe Gemahl ohne von ihnen beiden ehelich erzielten nachgelassenen Leibs-Erben (welches doch Gott gniidiglich verhiite) die Schuld der Natur bezahlen, so solle Hochedelgemelter ihr Eheherr nicht allein die ihme in dotem

zuo-ebrachte und bezahlte Reichsthaler, sondern auch aile ihre

Kleider, Ketten, Kleinodien und Geschmuck, so zu ihrem Leib gehorig, wie auch

aile wehrenden iliren Ehestaiids erworbene und errungeiie Gescheiik, Silbergeschier, Baarschaft und fahrende Haab eigenthlïmblich liaben, belialten und daniit eigenes Gefallens schalten und walten, olme Eintrag ihr seiner Eliegemahlin Freunde und sonst niannigliches.

Wann es sich aber sechstens begibt, dass Hochedelgemelter Herr von Bellersheim (welches Gott auch gnadiglich verhute) ohne elielich erzielte und hinterlassene Leibs-Erben, vor seiner Liebsten dièse Welt geseegnen wiirde, so sollen ihr von

seinen Freunden niclit allein die HelfFt von denen ihme zu gebrachten

Reichsthalern in dotem, nehmlich Reichsthaler wieder herauss gege-

ben, sondern auch die ihr in donationem pmpter nuptias verschaffte

Reichsthaler und versprochene Gulden vor die Ketten (wann solche

in natura niclit geliefert worden) mit allen ausstiindigen Pensionen, wie dann auch aile seins, Herrn von Bellersheim ihres Ehegemahls Kleider, Kleinodien und Geschmuck, Item aile wehrenden ihres Ehestandes erworbene und errungene Baarschaft, Silbergeschirr und fahrende Haab, worunter Pferdt, Harnisch, Geschiitz und andere Gewehr gar nicht gerechnet, sondern von der fahrenden Haab ausgenommen werden, von seinen Freunden ausgefolgt und geliefert werden, womit sie dann auch ihres Gefallens eigenthûmblich schalten und walten mag, ohne Eintrag seiner Freunde und sonst mânniglichs, aber es solle obgemelt seine liebste mit keiner Schuldenlast, wie die immer Nahmen haben mag, das geringste nichts zu thun haben, viel weniger etwas wenig oder viel daran zu bezahlen schuldig, sondern von allen Schulden, die seyen gemacht wie und wann sie woUen, befreyet seyn und bleiben. *

Neben dem und zum siebenden will auch Hochedelgemelter Herr Johann- Daniel von Bellersheim seine Liebste und Ehegemahlin mit einem freyen und ehrlichen Wittumb-Sitz, wie bei dem Adel Herkommens, dergestalt bewittumben, und versehen, dass sie Eins von seinen eigenthùmblichen Hâusern zu Rodheim oder Miintzenberg (deren eins zu erwehlen in iher Willkiir stehet), so lang sie im Wittwenstand bleibet, zu ihrem Wittumbs Sitz innhaben und frey bewohnen mag, aber, wann ihr derer Eins zu bewohnen, nicht gelegen kânne, so sollen ihr davor von seinen Freunden jàhrlichs anstatt der Wohnung vor den Hauszins

gegeben und gereichet werden Gulden, Seins Herrn Johann-

Daniels von Bellersheim eigenthûmbliche Gûther aber zu Rodheim behâlt sie in Possession, und mag solche verleihen, niitzen und geniessen nach ihrem besten Wohlgefallen, unter dessen zum Abstand ihres lieben Ehegemahls seel. Lehngiiter sollen seine Freunde ihr zu besserer Unterhaltung ihres Wittumbstands jàhrlichs frey und frank lieffern dreissig Achtel Korn, zwolf Achtel Gersten, drey Aclitel Weitzen, ein Achtel Erbsen, fûnfzelm Achtel Habern, ein halb Fuder Weins, sechs Giinss, zehen Hûhner, zehen Hahnen, acht morgen Wiesen, vier Morgen Obst und Grassgarten, zween Morgen Krautgarten und zween Morgen zu Riiben und Flachss, sechs Fuder Rocken und vier Fuder Atzstroh, welches ailes seines, Herrn Johann-Daniels von Bellersheim niichste Freunde ihr seiner nachgelassenen lieben Ehegemahlinn jàhrlichs ohnfehlbar reichen, und geben, und sie mit noth-

dùrftigem Bau- und Brennholz versehen mussen, sodann ihr auch zugelassen seyii soU, jalirlichs umb die Mastungszeit, acht Schwein in den Markwald freizutreiben.

Sollte nun aclitens, die Hochedelgemelte seine Eliegemahlin, in ihrem Wittwen Stand, ohne Kinder von dieser Welt abscheiden, so mag sie vor ihrem Abschied

von den Reichsthalern, alss der HelfFt ihres zugebrachten Heiraths-

guts und daun von den Reichsthalern, so ihr zur Wiederlag von

ihrem Eheherrn verschafï't worden, wie auch von ihren Kleidern, Jubelen, Baarschaft und fahrenden Haab per testamentum ihres Gefallens frei disponiren, und sind alsdann seine des Hochedelgemelten Herrn Johann-Daniel von Bellersheim

nechste Freunde schuldig und verbunden, bemelte Reichsthaler, wie

auch ihre Kleider, Jubelen, BaarschafFt und fahrende Haab, denen so sie solche legiret und vermacht haben wird, nach ihrem Ableiben unaufhaltlich zu geben, reichen, zahlen und zu liefFern.

Wenn sich aber neuntens zutragt, dass Hoch Edelgeraelte Frau Sophia-Margaretha de Horion, ohne von ihrem Hochedelgemelten Eheherrn Johann-Daniel von Bellersheim eheliche Kinder nachzulassen, sich anderwârts verheirathen sollte, so sollen ihr aile oben gemelte Friichten mit aller Zugehor nicht allein nicht mehr gereichet werden, sondern auch sie ihren Wittumbsitz wieder abzutreten schuldig

zu seyn, aber so lang und viel, biss Sie wegen der Reichsthaler

alss ihrer HelfFt zugebrachtes. Item der Reichsthaler, so ihr Eheherr

ihr in dotationem propter nuptias verschafft, wie auch der Gulden

vor die Ketten und dann aller davon ausstehender Pensionen von seinen Freunden wiirkIicTi bezahlt und entrichtet worden seyn, bleibet sie in volliger Possession aller seiner zu Rodheim liegender eigenthiimblicher Giither, und hat davon so lang sie aus Mangel Zahlungs solche besitzet und geniesset, niemaud einige Rechnung zu geben, noch kann und mag ihr an Kapital und Interesse desswegen das Geringste nicht abgezogen werden.

Sollte nun Zehendens, durch Gottes willen, wie gemelt der Hochedelgemelte Herr Johann-Daniel von Bellersheim vor seiner Liebsten dièse Welt gesegnen, aber eheliche Kind oder Kinder von ihrer beeder Leiber erzeugt, nach sich lassen, so behiilt seine Hochedelgemelte Ehe Gemahlin die Lebzucht, und bleibt in ruhiger und volliger Possession aller seiner eigenthiimblicher Giither zu Rodheim; wird er nun einen Sohn hinterlassen, so fallen demselben die Lehngiiter auch anheim, wo nicht und da er nur euie oder mehr Tochter nachlâsset, so fallen die Lehngiiter wieder auf seine Brudere, welcher alsdann jeder seiner Tochter

wegen der Lehngiither jàhrlichs Gulden Kostgeld, und

Reichsthaler zur Kleidung biss zu ehelicher Bestattung, aber ihrer jeder, wann

sich eine oder andere ehelichen einlâsset Gulden Heuraths und

Gulden Kleidungsgelder reichen und geben sollen, wohl Edelgemelte

Frau Sophia-Margaretha de Horion soll aber alssdann, wie eine treue Mutter, ihre Kinder in Gottes Furcht und Zucht ehrbarlich auferziehen, ihnen zum Besten und Niitzlichsten vorstehen, sie zu gebiihrender Zeit ihres erreichten mannbahren Alters mit Rath beyderseits Freundschafft verheurathen und berathen, auch ailes

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das thun, was eiiier frommen Mutter gegen ihren Kindern zu thun gebûhret.

Demnacli eilfftens, Hochedelgemelte Sophia-Margaretlia de Horion noch einige Erbschaft zu liofFen und zu gewarten liât, so wird ihr hiermit die freie Hand gelassen, und mag sie von allen deine, so ihr kiinjfïlig von ilirer Frau Mutter oder sonsten erblich zufallen mochte per testamentum, oder wie sie will, ihres eigenen Gefallens disponiren.

Endiich und zwolftens, da der Eheleuthen Fins nach des andern todlichen Hintritt sich anderwârts verheiratlien und in der zweyten oder mehrern Ehe Kinder zeugen wiirde, so soll beeder Kinder, Ersterer, anderer und weiterer Ehe einem jeden sein Reclit vâter oder mûtterlicher Giither vorbehalten sejn.

Und wofern in dieser Heiraths Beschreibung Et was gesetzt worden, das wider gemeine Rechte streite, so ist es doch mit Willen der Freundschafft , adeligen Herkommens und Gebrauch nach, auch mit unserer Johann-Daniel von Bellersheim und Sophia-Margaretha de Horion als nunmehr beeder Eheleut gutem Wissen und Willen wohlbedàchtlich also abgeredet und beschlossen worden. Gereden, geloben und versprechen demnach bei unsern adeligen Treuen, Ehren und Glauben, aile und jede vorbenannte Stiick, Punkten und Artikeln, so viel dieselbe unser jedes insonderheit beriihren mag, steht fest unverbriichlich zu halten, und deme also nachzukommen, dawider nichts zu thun, noch lassen gethan zu werden ohne aile Arglist und Gefiihrde.

Dessen allen zu wahrem Urkund sind dieser Heurath Brieff zween gleichlautend verfertiget, von beeden Theilen, sodann van der Hochedelgemelten Frau Sophia- Margaretha von Horion Eltern, wie auch auf dero instandige Bitt von Herrn Gaspard-Gabriel Abbten, Kaiserlichen allhiesigem approbirten und immatriculirten offenbahrem Notario und Bûrgern daselbsten (doch ilim und seinen Erben ohne Schaden und Nachtheil) eigenhandig unterschrieben und besiegelt worden.

So geschehen zu Frankfurt-am-Mayn, den vier und zwanzigsten Monatstag Aprilis des Jahrs ein Tausend Sechshundert vier und siebenzig.

(L. S.) Johann-Ernst von Bellersheim, genannt Stiirtzelsheim. (L. S.) Johann-Daniel von Bellersheim, genannt Stiirtzelsheim.

Sophia-Margaretha von Bellersheim, gebohrne von Horion, (L. S.) Bernhard Sehliger, Oberstl. ,

Anna-Maria Sehliger.

In fidem et testimonium ut supra ratione officii publici requisitus et rogatus. (L. S.) A. BB. A. S. Noth. pub. anno 1674.

Pro copia cum suo originali concordante subscripsit ac subsignavit. Wetzlarise, 15 Maji 1743.

(L. S.) Joannes-Georgius Zuditsch, Notarius ceesareus publicus et juratus manu signeto.

Copia.

Ilerrn Hauptmnnn von Bellersheim Heuraths Verschreibtinçi.

Lit. A.

Ad causam v. Wevelt et consortes.

contra

die Mittelrheinisclie Ritterschaft et consortes,

p''"= Appellationis,

in specie Herrn Georg-Wilhelm-Friedricli von Bellersheim betrefFend. Prod. Wetziariœ, 27 Maji 1743.

Die Treue yorstehender Absclirift bezeugt auf den Grund Yorgenommener Collationirung.

Wetzlar, den 2*^" November 1844.

Die zu dem reichskammergericlitlichen Arcliiv von holier deutsclier Bundesversammlung verordnete Commission.

(L. S.) Dietz, D*", Grossherzoglich Mecklenburgischer Hofratli, in eignem und im Namen meines Collegen Herrn Stadtgericht-Director Doctor Wegand.

Collationirle Copie. . . il. 1.10 Kr. Beglaubigung . . . . w 0 45 « Dicncr-Gcbûhr .... » 0.12 «

il. 2.17 Rr.

Traduction de la pièce qui précède.

Au nom de la sainte et indivisible Trinité divine, ainsi soit-il.

Par les présentes nous faisons savoir et déclarons à chacun qu'à la louange et en l'honneur du Tout-Puissant et pour l'augmentation de la chrétienneté, entre M. le Baron Jean-Daniel von Bellersheim, nommé Stiirtzelsheim, fils légitime de feu M. le Baron Henri Erkhard von Bellersheim, nommé Stiirtzelsheim, d'une part, et la noble demoiselle Sophie-Marguerite de Horion, fille légitime de feu M. le Capitaine Henri de Horion, d'autre part, avec le consentement de son beaupère actuel, le noble et vaillant seigneur Bernhard Sehliger de Seeligenstadt, Quartier-maître supérieur et Colonel de Sa Majesté l'Empereur romain, et avec celui de sa mère, dame Anne-Marie Sehliger, née Nevin, il a été conclu oralement, il y a seize mois, un mariage chrétien, qui, ensuite, devait également être arrêté par écrit, ce qui n'a pu se faire à cause de troubles de guerre survenues entretemps. Ainsi il a été convenu entre les deux parties, ici présentes à cet effet, de donner suite à ce mariage, et quoique celui-ci ait déjà été exécuté par la

copulation ecclésiastique, les deux parties, avant de se rendre à l'église, l'ont conclu de la manière suivante :

Premièrement, que le noble seigneur Jean-Daniel von Bellersheim et elle, la noble demoiselle Sophie-Marguerite de Horion s'unissent par le saint mariage, qu'ils s'aimeront l'un l'autre dans cet état et ainsi qu'ils se sont promis fidélité l'un à l'autre; ils partageront les joies et les peines de la vie, qu'ils se comporteront ainsi qu'il convient pour des époux pieux, et, comme il a été dit ci-dessus, ils se sont mariés devant l'église, conformément à l'usage chrétien.

Deuxièmement, Monsieur le père et Madame la mère de la susdite Sophie- Marguerite de Horion ont déjà remis au dit Jean-Daniel von Bellersheim, leur

époux et gendre respectif, la dote promise, s'élevant à la somme de

thalers, le thaler compté à nouante kreutzers, monnaie de cette ville, et ce au comptant et en argent courant, ce dont le dit Jean-Daniel von Bellersheim, dans les formalités prescrites, donne quittance, tant à son épouse qu'à ses chers parents, au moyen et en vertu des présentes.

Par contre et troisièmement, ledit noble seigneur von Bellersheim promet à la noble dame son épouse, pour cadeau de noces et en compensation, la somme de

thalers, le thaler aussi compté à nouante kreutzers, monnaie de

cette ville, de façon que de ce capital de thalers, d'abord assuré

sur l'héritage lui revenant de ses parents en commun avec M''^ ses frères, elle tire, jusqu'au paiement du capital, cinq pour cent par an; ainsi elle recevra annuellement et au comptant thalers d'intérêts.

Quatrièmement, le dit seigneur von Bellersheim, outre la compensation des

susdits thalers, promet de faire cadeau à son épouse d'une chaîne

d'or de la valeur de florins, et si elle ne reçoit pas cette chaîne

in natiira, elle jouira cependant des florins, qui lui seront d'abord

garantis également sur les susdits biens lui appartenant et lui rapporteront cinq

pour cent, de sorte qu'elle en recevra chaque année florins de

pension au comptant.

Cinquièmement, si la susdite dame Sophie-Marguerite de Horion venait à mourir avant son très cher époux et sans laisser d'enfants provenant de ce mariage (ce que Dieu veuille prévenir), son susdit époux, sans préjudice aux parents de son

épouse, aura et conservera la propriété non seulement des thalers

de dot, mais aussi de tous ses effets d'habillements, chaînes, bijoux et parures, ainsi que de tous autres objets acquis pendant leur mariage, soit ornements, argenteries, voitures, argent comptant, etc., et il pourra en disposer comme bon lui semblera.

Mais si, sixièmement, le susdit seigneur von Bellersheim quittait ce monde sans laisser d'enfants provenant de ce mariage (ce que Dieu veuille également prévenir) et ce avant sa très chère épouse, ses parents restitueraient à cette dernière non

seulement la moitié des thalers de dot, c'est-à-dire

thalers; mais elle recevra aussi les thalers et les

florins pour la chaîne (si celle-ci n'a pas été donnée in natura), qui lui ont été

promis in donationem propter nuptias, avec tous les arrérages de pension, ainsi que tous autres objets appartenant à M. von Bellersheim, son époux, tels que effets d'habillements, bijoux, parures, de même les objets acquis durant leur mariage, soit argent comptant, argenteries et équipages, non compris les chevaux, harnais (armures), armes à feu et autres; elle pourra ensuite disposer de ces objets comme elle jugera à propos, sans préjudice aux parents de son époux; toutefois elle ne pourra être chargée d'aucune dette, quelle qu'elle soit; elle ne devra même en rien contribuer à leur paiement, mais elle sera et restera libre de toutes dettes qui ont été contractées n'importe comment ni quand.

En outre et septièmement, le susdit noble seigneur Jean-Daniel von Bellersheim veut aussi, suivant l'usage, reçu chez la noblesse, léguer à sa bien-aimée épouse un libre et honnête douaire, de manière qu'une de ses propres maisons à Rodheim ou Miintzenberg (dont elle pourra cheisir une selon son désir), pour le temps de son veuvage, lui servira de libre demeure; mais s'il ne lui convenait pas d'en habiter une, il lui sera bonifié pour le loyer annuel une somme de. . . . florins; néanmoins elle restera en possession des biens à Rodheim de son époux M"" Jean- Daniel von Bellersheim, et pourra les louer, en user et jouir comme elle le jugera à propos; toutefois, en compensation de sa renonciation aux fiefs de son cher époux, les parents de ce dernier, afin d'entretenir convenablement son douaire, lui fourniront annuellement, sans aucuns frais, trente huitièmes de seigle, douze huitièmes d'orge, trois huitièmes de froment, un huitième de pois, quinze huitièmes d'avoines, un demi-muid de vin, six oies, dix poules, dix coqs, huit journaux de prairies, quatre journaux de vergers, deux journaux de jardin potager et deux journaux pour y cultiver des navets et du lin, six chariots de paille de seigle et quatre chariots d'autre paille, objets qui, tous, devront sans faute lui être livrés annuellement par les plus proches parents de son cher époux M'" Jean-Daniel von Bellersheim, lesquels devront aussi la pourvoir du bois nécessaire de construction et à brûler; en outre, il lui sera permis d'envoyer, à l'époque de la glandée, huit porcs dans la forêt indivise.

Dans le cas où, huitièmement, son épouse quitterait ce monde dans son état de veuvage sans enfants, elle pourra, avant son décès, par testament, disposer

librement, selon son choix, des thàlers formant la moitié de sa dot

et des thalers qui lui ont été donnés en compensation par son

époux, ainsi que de ses effets d'habillements, joyaux, argent comptant et équipages; alors les plus proches parents de son susdit époux, M. Jean-Daniel von Bellersheim, seront tenus de payer après sa mort, sans aucune retenue, les

thalers précités, et remettront de même ses effets d'habillements,

joyaux, argent comptant et équipages à ses légataires.

Si, neuvièmement, il arrive que la susdite dame Sophie-Marguerite de Horion, sans avoir eu des enfants légitimes avec son époux précité, M. Jean-Daniel von Bellersheim, se remarie, les susdits grains et autres ol)jets ne doivent non seulement plus lui être fournis, mais encore elle sera tenue d'abandonner son

habitation de douaire; mais aussi longtemps que les thalers formant

la moitié de sa dot ne lui seront rendus, et que les thâlisrs lui

promis en cadeau de noces par son époux, ainsi que les florins pour

la chaîne et tous les intérêts arriérés ne lui seront payés par lès parents de féii son époux, elle reste en pleine possession de tous les biens de ce dernier, situés à Rodheim, et aussi longtemps que, faute de paiement, elle les possède, elle ne doit en rendre compte à personne, et, de Ce chef, il ne peut rien lui être retenu, soit sur le capital, soit sur les intérêts.

Dixièmement, si, avec la volonté de Dieu, comme il a été, dit, M. Jean-Daniel von Bellersheim venait à mourir avant sa bien-aimée, mais en laissant un ou plusieurs enfants procréés avec elle, celle-ci conserve l'usufruit et reste en pleine et entière possession de tous ses biens à Rodheim; s'il laisse un fils, c'est à lui qu'échoient les fiefs, sinon et s'il laisse une ou plusieurs filles, les fiefs retournent à ses frères, qui alors, du chef des féages, paieront à chacune d'elles annuellement . florins de pension et thalers pour habillements jusqu'à leur établissement par le mariage, et à chacune d'elles, si elle vient

à se marier florins de dot et florins pour habillements ;

dans ce cas la susdite dame Sophie-Marguerite de Horion, comme une mère fidèle, fera élever honnêtement ses enfants dans la crainte du seigneur, les gouvernera le mieux possible, les mariera en temps convenable, en les assistant de ses conseils, et fera tout ce qu'il convient à une pieuse mère de faire pour ses enfants.

Attendu, onzièmement, que la dite dame Sophie-Marguerite de Horion attend encore un héritage, il lui est laissé par les présentes toute liberté à cet égard et elle pourra, par testament ou n'importe comment, disposer à son propre choix de ce qu'elle pourrait hériter de Madame sa mère ou de toute autre personne.

Enfin, douzièmement, comme l'un des deux époux pourrait, après le décès de l'autre, se remarier et procréer des enfants en seconde ou troisième noce, les enfants de première noce et de noce subséquente conservent chacun son droit aux biens du côté paternel et maternel.

Dans le cas où il aurait été inséré dans ce contrat de mariage des conditions contraires au droit commun, cela se serait fait au nom de l'amitié, suivant les us et coutumes de la noblesse et d'après la libre volonté de nos deux fiancés Jean- Daniel von Bellersheim et Sophie-Marguerite de Horion, ainsi qu'après mûre réflexion de tous deux.

En conséquence, nous promettons, sur notre fidélité, honneur et foi de noblesse, de tenir sans cesse chacun des points et articles ci-dessus, pour autant que chacun d'eux peut nous concerner en particulier, de nous guider d'après leur teneur, de ne pas les violer, ni de les laisser violer par autrui.

En déclaration de tout cela, ce contrat de mariage a été dressé en double expédition et ensuite signé et scellé par les deux parties, de même par les parents de dame Sophie-Marguerite de Horion, ainsi que, d'après leur demande, par M. Gaspard

Complément. 22

Gabriel Abbten, notaire impérial approuvé et immatriculé, citoyen de cette ville (mais sans préjudice soit pour lui, soit pour ses héritiers).

Ainsi fait à Francfort-sur-Main le vingt-quatre du mois d'avril de l'année mil six cent soixante-quatorze.

(Signé) Jean-Ernest von Bellersheim, nommé Stiirtzelsheim. Jean-Daniel von Bellersheim, nommé Stiirtzelsheim. Sophie-Marguerite von Bellersheim, née de Horion. (Signé) Bernard Sehliger, Colonel.

Anne-Marie Sehliger.

In fidem et testimonium ut supra ratione officii publici requisitus et rogatus. (L. S.) A. BB. A. S. Noth. pub. anno 1674.

Pro copia cum suo originali concordante subscripsit ac subsignavit. Wetzlarise, 15 Maji 1743.

(Signé) Joannes-Georgius Zuditsch, Notarius csesarseus publicus etjuratus manu signeto. • Copia.

Contrat de mariage de Monsieur le Capitaine von Bellersheim.

Lit. A.

Ad causam v. Wevelt et consortes

contra

la noblesse de moyen Rhin et consorts

p'^* Appellationis, concernant en particulier Monsieur Georges-Guillaume-Fréderic von Bellersheim. Prod. Wetzlarise, 27 Maji 1743.

Pour copie conforme,

Wetzlar, le 2 Novembre 1844. La commission constituée pour les archives de la chambre impériale par la diète de la confédération germanique.

(Signé) Dietz, D"", conseiller à la Cour Grand-Ducale de Mecklenbourg, en mon propre nom et en celui de mon collègue, M''Wegand, Directeur de la Justice de la ville.

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