‹ Tung pao. Toung pao (volume 3)Chapitre 138 sur 142 · OO · texte numérisé non relu

OO

Zur

Lautwerthe des Chinesischen, von

Kenntniss der älteren Dr. Franz Kühnert (Sitzungsbe-

richte der Kais. Akademie der Wissenschaften in Wien, phil.

hist. Classe, Band CXXII). Wien

F. Tempsky, 1890.

Jeder fremde Sinologe weiss aus Erfahrung wie schwer es ist Chinesisch sprechen zu lernen, resp. die Chinesischen Worte so auszusprechen dass er seitens eines Eingeborenen verstanden werden kann. Hauptsächlich liest dies in der Unvollständigkeit unseres Alphabetes, welches, wie genügend es uns Europäern auch erscheinen mag, absolut nutzlos ist wenn man damit aussereuropäische Sprachen

transeribiren will. Man hat diesem

Übelstande abhelfen wollen durch |

Einführung von allerlei diakritischen und sonstigen willkürlichen Zeichen, aber ohne irgend einen sonderlichen Erfolg. Das Ende der Geschichte ist immer gewesen dass man zu einem eingeborenen Chinesen seine Zuflucht nehmen musste, um von 1hm die richtige Aussprache zu erlernen.

Dazu kommt noch dass die Chinesen wegen der geringen Anzahl Vocabeln, wie sie in einer monosyllabischen Sprache selbstverständlich gering sein mussten, durch eine chromatische Scala diese Auzahl vermehrt haben, so dass, wenigstens in den südlichen Dialekten, diese Anzahl verzwei-unddreissig-facht wurde; nl. mit 8 vermehrt durch acht Tône (JE sching) und diese jedesmal wieder

mit 8 vermehrt durch die Sylbe

BULLETIN

mit einer Aspiration, einem Nasal, und einem Nasal plus Aspiration, Den

selbst macht nun das Erlernen der

auszusprechen. Chinesen Aussprache und Betonung ihrer Worte nicht die mindeste Schwierigkeit, ebensowenig wie sie es den in China selbst, von Europäern gezeugten Europäischen Kindern macht.

Aber als, durch die Einführuug des Buddhismus, die Chinesen mit den Indern näher bekannt wurden, merkten letztere sehr bald dass irgend ein System gefunden werden musste, wodurch sie (die Inder) das Chinesisch sprechen lernen konnten. Da den Chinesen überhaupt nur Xlänge geläufig sind, und sie diese nie in Consonanten und Vocale aufgelôst haben, konnte ein Alphabet, wie das Indische, unmüglich eingeführt werden. Man begnügte sich also damit die Aussprache eines Wortes festzustellen durch Bestimmung des Anlautesund des Auslautes, und wählte behufs dessen eine bestimmte (nach den verschiedenen Dialekten abweichende) Anzahl An-und Auslaut Charaktere

mit Hülfe deren die Aussprache

CRITIQUE

eines Wortes festgestellt werdeu

konnte. Diese Methode nannte man D'4 Ü] fûn ts'iet (= wendend spalten) oder tÿf FF ts'iet ytm (= Laut-spalten). Den Anlaut nannte man F} mù (= Mutter, Gebärerinn) den Auslaut DH yün (= Rein).

So findet man z.B. im Kais.

Wôürterb. von Xhanghidass die Aussprache desSchriftzeichens El tsung (alles) bestimmt wird durch {Æ zL U] Tsok-k‘ùng ts'iet. Nimmt man jetzt den Anlaut von Tsok = Ts und den Anslaut von k'üng = üung, so bekommt man die Silbe ts + dng = tsung. Mathematisch stellt sich also folgende Formel:

ts[ok + k'Tüng = tshng.

Man hat mehrfach geglaubt dieses System sei nicht von den Chinesen selbst, sondern von den Indern für die Chinesen erfunden; welche Meinung jedoch ganz unstatthaft ist, da ein solches System dem begabten, feinem Sprachgefühl des Hindu’s ein Gräuel sein würde, und das ganze System dagegen vollständig das Gepräge des Chinesischen Characters trägt.

Dieses System ist ausführlich im

BULLETIN

des Wôürterbuches

Khanghi’s beschrieben und darauf

ersten Theile

ist die oben erwähnte Abhandlung Dr

dazu wurde Dr. K. wahrschein-

Kühnert’s basirt. Veranlasst

lich durch das Studium von E.

Brücke’s » Grundzüge der Physiologie und Systematik der Sprachlaute für Linguisten und Taubstummenlehrer”’ (Wien. C. Gerold’s Sohn 1876); jedenfalls hat er gestrebt die Aussprache der Chinesisehen An- und Auslaute mit Hülfe dieses Buches näher zu bestimmen. Ob es ihm gelingen wird seine, Seite 38 ausgesprochene, Hoffnung dass jeder hiermit ohne Chin. Lehrer das Chinesische richtigaussprechen lernen kann, erfüllt zusehn,wollen wir vorläufig dahingestellt lassen. Es geht mit Vorschriften wie Brücke sie giebt, wie mit den geschriebenen Vorschriften der Schwimmkunst.

Man hat auf einem Pianoschemel und einigen Federbetten und Kopfkissen gründlich alle Schwimmbewegungen studirt, und wenn man sich endlich ins Wasser begiebt, sinkt man wie ein Backstein.

Ebenso geht es met Vorschrif-

»Man stellt den Kehl-

ten wie:

CRITIQUE

»kopfverschluss her, von dessen »Vorhandensein man sich: amsicher- »sten dadurch überzeugt, dass man | »vorher die Lungen langsam mit »Luft vollsaugt, dann den Kehl- » kopfverschluss macht und sobald »man ihn für gelungen hält, durch »Zasammenziehuug des Thorax Luft durch die Luftrôhre »gegen den Kehlkopf treibt, wo-

» die

»selbst sich eine grüssere Spannung » der Muskeln fühlbar macht, wenn » der Verschluss wirklich vorhanden ist, so dass kein Partikelchen »Luft in den Kekhlraum oder die »Mundhôühle tritt. Hat man bei »normaler Lage der Zunge die- »sen Versuch gemacht und ihn als »gelungen erkannt, so empfiehlt »es sich auch ihn bei weit über »die Lippen vorgestreckter Zunge »zu wiederholen, was vielleicht >nicht sofort gelingen wird. Legt »man bei diesem Versuch den Fin- >ger vorn an den Schildknorpel » (Adamsapfel) und wicht auf 1hn, »so wird man ein Pteigen des » Kehlkopfes wahrnehmen undauch veine geringe Annäherung zwi- »schen Zungenbein und Kehlkopf,

> bis bei richtig eingetretenem Ver-

BULLETIN

»schluss der Kehlkopf in dieser » Lage bleibt. Bildet man nun wäh- »rend dieses Kehlkopfverschlusses »>und bei an und unter der Stimm-

»ritze angesammelter Luft, die

»Stellung der Zunge für # und

»lisst, sobald dies geschehen ist, »in der Absicht beim KEinsetzen » des Klanges ein a hüren zu lassen, »die Luft durch die plützlich etwas »geüffnete (nämlich aufdieStellung » der zum Tünen verengten) Stimm- »ritze explodiren, so schnellt der » Kehlkopf rapid unter seine Ruhe- »stellung herab und alsbald wieder »nach aufwärts zurück (jedoch nur »sehr wenig über seine Ruhelage), »wobei die Annäherung zwischen »Zungenbein und Kehlkopf sich »wieder lôst.” (1 e. S. 20—21).

Diese langwierige Vorschrift soll dienen um den Laien zu lehren wie er die Chin. Anlaute X% in

Kwa, Kwang (Kua, Kuang), Tw

il Classe: H, }Z EP À À À

n >» MS EU nm MAÉ EH DR EL LES.

V » MAMA MEtrus

vu» JR RSR

CRITIQUE

in Twan (Tuan) u.s.w. aussprechen muss. In den meisten Füällen wird man, selbst auch die ganze Vorschrift beobachtend, dennoch fehlschlagen weil (wie Kühnert richtig sagt) der mitlautende Vokal weder ein « noch ein w ist, sondern ein zwisschen a und o schwebender, so dass vielleicht die richtige Transcription Xôang, d.i. ein kurz ausgestossenes o durch langes a gefolot, wäre. Dass dies die richtige Aussprache ist beweist u. a.

die Chinesische Transcription des Malaischen Wortes Tuwan (Herr) durch das Schriftzeichen APE im Amoi-dialekt Tüan ausgesprochen.

In Khanghis Wôürterbuch findet man nun eine Tafel zur Bestimmung des Lautwerthes (+ F} UT] À “E) die in neun Classen für die verschiedenen An-

laute vertheilt ist nl.:

4 Zahnlaute.

4 Zungenspitzenlaute.

ÿ schwere Lippenlaute.

Zungenrückenlaute.

F leichte Lippenlaute.

jE fi fÈ IA LIL FI BA Oberschneidezabnspitzenlaute.

na] Oberschneidezahnfläichelaute.

BULLETIN CRITIQUE

VIIT Classe: 1-2 FFE Le FF EL nf F Kehlkopfiaute.

Xe

Wir übergehen die ziemlich genaue Beschreibung die Dr.Kühnert nach der Brückeschen Methode von der Aussprache dieser Anlante giebt, kôünnen aber nicht umhin auf einige, seine Theorie sehr beeinträchtigende, Übersetzungsfehler aufmerksam zu machen.

Die Tafel wird nämlich im Khanghi erläutert durch folsenden Zusatz:

di An — À Pi A 5. JM HA NN A nf. RE HAENS.ME—= Es XF 2 HE den Dr. Kühnert folgendermaassen übersetzt: » Die »beiden Stellungen Di #5 (£ und »ts) haben (gleichzeitig) doppelte > Endstellung: 24} und H& ( und »ts) hingegen (doppelte) Mittel- »stellung und sind von einem » Ausathmungsgeräusche gefolgt; » 3k FE F #Y (Ü, k, k und p) »finden sich in vier Classen. Die »drei Arten von Stellungen der >lockeren Lippen werden überdies

>durch HE (+) vervollständigt”.

KR H À Æ Æ À À halbZungen-halb Oberschnei-

dezahnlaute.

Das heisst: die Anlaute t und ts werden beide mit (oder auf) der Zungenspitze (5 5) ausgesprochen; # und £s dagegen in der Mitte auffolgend ausgesprochen (d. 1. sie bilden eine Art Diphtong, wobei zwar die beiden Consonanten zusammenschmelzen, aber doch der eine nach dem anderen ( #6) betont werden muss. /, À, & und p finden sich je in der neunten, achten, ersten und vierten Classe.

Nun aber kommt die vollständig incorrecte Übersetzung des Satzes HR #$ 2 85 A À JE Di drei Arten von Stellungen der

lockeren Lippen werden überdies durch HE Dr. K. hat hier XF (aussen,

ausserhalb) mit »überdies” über-

setzt; 4 (vollständig, durchaus)

vervollständigt”.

mit »vervollständigen durch” und

HE

div

(nicht) als Anlautzeichen für w angesehen. Während der Sinn eimfach ist » Ausser (XP) den drei Stellungen der leichten Lippen-

laute 7, f”, w !) giebt es durchaus

1) Der scheinbare Widerspruch dass das Wrtb. von Khanghi hier nur von drei Stel-

BULLETIN

(4) keine andere (fH). Der Ausdruck Æ# HE > absolut kein” ist ein gauz gewühnlicher und kommt immer (im modernen Mandarincolloquial als #]$ HE tu vu) wenn vorher XF (ausser) steht z. B. # XF ME {H, Niemand anders ausser ihm; weshalb denn auch die Bibelübersetzer die Stelle in Jes. 46 : 5:

» Es giebt keinen Gott ausser mir”?

richtig in’s Chinesische übersetzt

haben mit %% #4 #3 EL tr, Af ME {> Ich allein bin der

hôchste Gott, ausser diesem giebt es keinen Andern”. So findet man

in einem Chin. Roman den Satz

BSs 2D Æ HE 2h, JR (Ni ÂÀ + HJ » Wem habt ihr sonst

zu dienen ausser mir, der Hausfrau?” So übersetzt sogar der sonst fahrlässige Vissering (Chi-

nese Coin uud currency, $. 193)

den Satz & + ER 4f SAME TÉÉ pin Æ FE besides ( XF) the Hoei-

CRITIQUE. 425

tsze withdrawn from circulation, there still circulated for an amount of 4,900,000 string among the people”.

Hätte der Commentar dassagen wollen was Dr. K. meint, so müsste der Satz lauten: HR FE ? — À + H°5 ư (oder JY) 47 ME * (Cf. Gabelentz, Chin. Gram, $ 519) leichten! — Lippenlautes” — drei* — Stellungen‘ — über-

dies®’ — vervollständigt® — durch”

— Wu. So im Satz Æ PS Hi $ R HS 4, on A Es

wird durch die Erde gebärt, durch die Zeit wächst es, und wird durch die Kraftsgesammelt”. (Yungtsching, Heiliges Edict N° 4).

Hiermit verfällt die

S. 10 bis 12 von Dr. K.

Schlussfolgerung. Dass man in den

ganze auf

gemachte

südhichen Provinzen dem Zeichen

ÂE den Werthlaut à uud m zuer-

kannt hat, liegt einfach daran dass

im Fukkien- und Cantondialekt

lungen der leichten Lippen spricht, während in den Tafeln immer vier Beispielscharaktere JE Hiy 7 fit angeführt werden, braueht nun nicht zu kümmern, denn die zwei ersten Beispielscharaktere # und #7 fallen zusammen uns gehôren also zu einer Stellung; À

ward hingegen im älteren Chinesischen p azg ausgesprochen, und selbstverstäudlich musste

im Neuchinesischen das aspirirte p sich Zu einem aspirirten f umgestalten; der dritte

Beispielscharakter fi wi wird aber in Canton #2, in Amoy & ausgesprochen. Die drei

leichten Lippenstellungen bleiben also einfach f f# (— pl) und w (m oder 6).

426 BULLETIN

die Verneinung schon bu und mo

lautete, ehe man dafür Schriftzeichen besass. Man schrieb diese Worte später mit dem Zeichen Lin das, wie das Zeichen ÆF, ursprünlich mu oder bx ausgesprochen

wurde: weshalb man dem Zeichen

HE

dax

die gleiche Aussprache beilegte !), und das demnach selbstverständlich für Südchina zu der vierteu Classe, jedoch für Nordchina zu der fünften Classe gehôürt, weshalb es nicht nôthig war es besonders zu vermerken.

Von $. 18 an behandelt nun Dr. K. die Auslaute ( ÉE ) oder, richtiger gesagt, die Ælünge der Chin. Worte. Für diese Untersuchung bediente er sich der Reimtafel in Khanghi # He ÿ] É À F4 »welche auf 25 Seiten die » Ausklänge, wie sie der südlichen > Aussprache zukommen (4 Ff ), erliutert”. Wie Dr. K. dazu gekommen ist die Charaktere 4 FA

(gen Süden als die

südliche

zeigend)

Aussprache anzeigend

CRITIQUE

ist uns rein unbe-

greiflich, zumal er selbst (S. 11)

aufzufassen

sagt, dass die moderne Aussprache der nürdlichen Provinzen für die Verfasser (des Khanghischen Würterbuchs) die geläufige gewesen sem dürfte; und er $. 38 die Stelle citirt worin die Verfasser des genannten Wrtb.'s die Schwierigkeit vermelden den richtigen Werth der Anund Auslauteder übrigen Provinzen zu bestimmen.

Der Ausdruck 44 F4, der » Compass”, wird in Chines. Handbüchern immer und ausschlieslich gebraucht um das auszudrücken, was wir unter den Worten ARichtschnur, Fingerzeig oder Handleitung verstehen. SohatL.C.Hopkins das Chin. Werk + 6 44 » Compass des Mandarinendialekts” ganz richtig übersetzt mit » Guide to Kuan-hua”’ und auch St. Julien wählte als Chin. Titel für seine Chin. Syntaxis den Ausdruck PE

g'a 4 F4 » Compass der Chinesi-

schen Wortstellung”.

1) Da nämlich die Fuhkien-Chinesen das # überhaupt gar nicht aussprechen kônnen.

Überdies ward ff früher auch in Nord-China #0 ausgesprochen (v. St. Julien Méth. 1h

pour déchiffrer les noms sanserits, p. 226.); wie 7. B. in der Transcription F4

RE fr)

A] ba fr für das Skrt Nam Amita Buddha..

BULLETIN CRITIQUE

Seite 19 erklärt nun Dr. Kühnert die in margine des Chin. Textes beigefügten Bemerkungen bezüglich der Mundstellung FH F1 Hf und £ H 102 »mit geüffnetem oder geschlossenem Rachen auszusprechen”; wobeï er richtigbemerkt dass hier nicht von einem Schliessen oder Offnen des Lippenverschlusses die Rede ist, sondern vom Offnen und Schliessen der Kehlôüffnung.

Den Beleg dafür aber, den er aus Khanghi citirt 34 JA P 5 E f F1 Hf hater vollständig missverstanden, und übersetzt deshalb filschlich: Ein vertiefter ( F) Klaug (5h ) mitganzer Kraft ( EL ) hervorgebracht ist (CH) 6 [I B£ = ausgeathmet bei geschlossenem [J . Diese Stelle (sagt er weiter) weist uns nun durch J] F direct auf die Stimmritze oder Kehle als hier in Betracht kommende Bedeutung von FT.

Dr. Kühnert hat sich hier durch sein System mitschleppen lassen, und gemeint in dieser Stelle einen Beweis dafür gefunden zu haben. Dies ist aber nicht der Fali.

Die Bedeutung ist einfach: » Dieser

Auslaut (BA ) und die folgenden

(YA Tr) werden alle (Æ E)

mitgeschlossenemRachen( [I ) ausgesprochen (H£ ).”

Der Ausdruck JA FN »und abwärts” ist ein so bekannter (Cf.

Gabelentz, Chin. Gram. $ 1022) dass es fast unbegreïflich erscheint wie Dr. K. 1hn als vertieft hat auffassen künnen; während überdies die Chin. Syntaxis eine solche Übersetzung ganz nicht rechtfertigt; denn der Chin. Text müsste dann lauten: de 1 pi) : 28 4 R :

fe: ge 2° At pig" Mit voller! Kraft? einen vertieften“ Klang* hervorbringen* man nennt° dies? bei geschlossenem® Rachen”’ ausathmen'?.

Der Chinesische

für den Kenner des Chinesischen

Satzbau 1st

in den meisten Fällen ein hôchst einfacher, und diesooftdurch Europäische Sinologen (d.h.solchediein Europa Chinesisch gelernt haben) gemachten falschen Übersetzungen haben ihren Grund darin dass sie, wie Dr. K. (siehe $. 89) glauben »zwischen den Zeilen lesen zu müssen”’. Dies ist durchaus nicht der Fall; es ist immer gefährlich

»zwischen den Zeilen zu lesen”

4128 BULLETIN

aber erst recht im Chinesischen, weil man zu sehr in Verführung geräth seine eigenen Gedanken und Auffassungen dem Chin. Autor unterzuschieben.

Um aber überhaupt das Chinesische richtig aussprechen zu lernen, bedarf es vor allen Dingen eines sehr feinen Gehürs und einer von Jugend an geübten Praxis.

Ich kenne, mit wenig Ausnahmen, nur zwei Europäüische Vôülker die fremde Sprachen vollständig fehlerfrei aussprechen lernen: die Russen und die Niederländer, beides Vülker die durch die Umstände gezwungen sind schon in früher Jugend zwei bis drei fremde Sprachen (gewühnlich Deutsch, Franzôsisch und Englisch) zu lernen.

Und nun zumal die Engländer, die in ihrer Abgeschlossenheit und ihrem Eigendünkel, fast nie in ihrer Jugend fremde Sprachen erlernen, deren Stimmbänder daher nach dem Verwachsen nicht mehr die nôthige Elastizität besitzen, und deren Ohr nicht geschult ist fremde Klänge wahrzunehmen, sind wohl die slechtesten Lehrer

in dieser Hinsicht.

CRITIQUE

Ich weiss aus Erfahrung dass kein Engländer den reinen Tsanlaut im Chinesischen Aôrt, geschweige ausspricht. Er setzt immer an der Stelle ein ch (= Tsch).

Daher, auch in Folge des Unvermôgens der Inder, ist aus dem Reiche Tsin, bei den Indern Tschina, und bei den Engländern sogar China (spr. Teheina) entstanden.

So ist die von Chalmers und Wolls- Williams

sprache des du im Cantondialekt

gesgebene Aus-

als eyo in »beyond”, als au in »Capernaum” vollständig falsch, und ward dann auch Dr. Kühnert von seinem Cantonlehrer corrigirt als er nach dieser Anweïisung ihm das Wort ÆXéung vorsagte. Dr.

Kühnert »hôrte” nun hieraus K'y'ung, aber er Aürte ebenfalls falsch. Das Wort lautet nämlich wie Xüng in Künnen, etwas guttural und gedehnt, und erzeugt wenn man die Zungenspitze gegen Hinterfläche unteren

die der

Schneidezähne drückt und die Mundspalte O-fürmig zusammenzieht.

Âhnlich werden im Canton-

dialekt die Char. PR L Hi { ÿ

BULLETIN

fi \ # N 4 & LEA u.s.w. nicht

wie W.-Williams sie transcribirt chéung, ch'éung, léung, léuk, néung, shéung und #séung ausgesprochen, sondern ohne Unterschied mit dem kurzen, gutturalen 6, also: tschüng, tsch'üng,lüng,lôk,nüng,schüng,tsüng.

Charaktere wie VE 18 werden nicht kü, kü (wie im Franzüsischen jeune, l'une) ausgesprochen, sondern mit dem Deutschen langen à in Künig: kô, k‘ô, oder wie das Franzôsische queue. Kein Cantonchinese sagt für Z& , FA, À, x u.s.w. ät, wie W. Williams transeribirt, sondern das à wird (um mit Herrn Kühnert zu sprechen) .immer ;odirt, und lauten die Worte jüt (das Englische jodirte w in wniversity (spr. juniversity). So transcribirt W.-Williams in seinem Tonic. Dict. Charaktere wie jé 7k He mit lui, shui, sui und sagt das ui werde ausgesprochen wie in Louis oder peculiar. Es wird aber immer ausgesprochen wie daslange Deutsche ü in Kônig von einem 2 oder ; gefolgt, also Lüj, schôj, süÿ.

AlsichimJahre1861 —1862tagtäglich mit Cantonchinesen verkehrte

[ich muss bemerken, dass ich den

CRITIQUE. 429

Dialekt geläufig sprach] fiel mir die Unzulänglichheïit der Chalmerschen und W.-Williamsschen Transcription fortwährend auf, und überzeugte ich mich dass dieser Herren »Ohren die Harmonie der fünf Tüône nicht unterscheiden konnten — resp. musikalisch taub waren” HRÉLÉLMR BË) wie schon E b$ im Jahre 636 v. Chr. richtig bemerkte.

Solange also der Europäer nicht gelernt hat zu Aüren, wird ihm die Brückesche Methode nicht helfen nachzusprechen, und wird die von Dr. Kühnert ausgesprochene Hoffnung dass ein Jeder jetzt in Europa ohne eingeborenen Lehrer das Chinesisch sprechen werde erlernen künnen, ($. 38) ebenso wie ein Virtuose die Musik nach den Noten spielt, die ihm vorgelest werden ($S. 37) nicht erfüllt werden. Das durch Brücke citirte Beïispiel des Virtuosen passt sehr gut. Nur wird der Europäer nach den Brückeschen Transcriptionsnoten ebenso slecht das Chinesische sprechen, als der Dilettant nach den Musiknoten sein Stück-

chen abspielt. Ich habe das » Sou-

430 BULLETIN

venir de Spa” von einem guten Dilettanten und von einem bertihmten Ungarischen Cellisten spielen hôren. Beide spielten nach denselben Noten — man glaubte aber zwei ganz vollständig verschiedene Musikstücke zu hôren. In wiefern es nun Herrn Kühnert gelingen wird die Chinesische Schings (HE ) für Europäische Ohren zu erläutern, ($S. 37) müssen wir vorläufig dahingestellt lassen. Nur wollen wir gleich vornweg bemerken, dass diese Aufgabe unweit schwieriger, wir môüchten fast sagen, unmüglich ist. Ohne von einem lebenden Lehrer unterrichtet zu sein, habe ich nie einen Europäer angetroffen, der die Schings richtig intonirte.

F. S. A. De Clercq, Bidragen tot de kennis der residentie Ternate (Leiden, E. J. Brill, 1890); avec 4

planches coloriées, et quatre cartes.

Sous ce titre modeste l’auteur a rassemblé en 360 pages une foule de remarques judicieuses sur ce groupe d'îles de l'archipel indien.

Les chapitres I à IX contiennent la

CRITIQUE

description topographique de Ternate, Sidangoli, Dodinga et Kaoe, Tidore, Makian, Kajoa, la côte occidentale du Halmahera central, quelques remarques sur les autres districts du Halmahera septentrional, le groupe des Soela, Banggaï et dépendances, ainsi qu’un voyage de Banggai à Toboengkoe.

La seconde partie contient une chronique des résidents successifs et des princes qui ont régné sur Ternate et Tidore.

La troisième, et la plus importante partie traite des langues de Ternate.

L'ouvrage est complété par un tableau des souverains de Ternate et Tidore, des titres de chefs et d’autres titulaires, un extrait du journal du résident de Ternate sur l'éruption de 1840, le cérémonial d’enterrement d’un sultan de Ternate et une description des drapeaux de parade de Ternate et Tidore.

Malgré l’exiguité de ce groupe d'îles, on y trouve cependant un nombre considérable de Chinois; à Ternate il y en a environ 500, tous des mêtisses; il n’y a pas une

seule véritable femme chinoise. Ils

BULLETIN CRITIQUE

parlent le Malais mélangé avec quelques mots chinois.

Ils envoient leurs enfants aux écoles néerlandaises où ils forment plus de la moitié des élèves, et ils passent très souvent l'examen pour les emplois subalternes du gouvernement.

Ils ont une bonne réputation et montrent peu des défauts de leur race.

À Kaoe, les Chinois achètent aux pêcheurs des perles fort appréciées en Chine.

Une chose curieuse à noter est qu’à Tidore la même superstition concernant les éclipses de la lune existe chez les Tidoriens aussi bien que chez les Chinois. Comme les Chinois, les Tidoriens croient que la lune est dévorée par un dragon, et qu'il faut chasser le monstre par des cris et en battant le #fah et gong. En somme, l'ouvrage de M.

de Clercq est une contribution précieuse pour la connaissance de ces

îles peu connues.

CG

Jules Ferry — Ze Tonkin et

la Mère-Patrie — Témoignages et

documents. Paris, Victor-Havard,

— 1890, in-18- jésus, pp. 406.

Le Marquis Tseng nous disait après la conclusion du traité avec la Chine: »On m'a singulièrement trompé sur le compte de M. Jules Ferry, quand on m'a dit que ni la France, ni la Chambre des Députés ne le suivraient dans sa politique coloniale, et cependant il s’est emparé de Tunis,de Madagascar, et du Tong-King”. C’est le plus bel éloge que le diplomate chinois pouvait faire de son ancien adversaire. Le volume de M. Jules Ferry est un plaidoyer pro domo, intitulé Cing ans après, qui forme la première partie du volume et s'étend jusqu’à la page 55. M. F. la termine en revendiquant »fièrement le titre de Tonkinois, dont les méchants et les sots croient me faire outrage”.

Nous sommes nombreux également, ceux qui revendiquent ce titre de Tonkinois, et depuis 1874, je suis dans la lutte, quorum pars parva fui. Il y a eu des difficultés dans cette entreprise, des erreurs, des méprises, comme l'expédition de

Formose, et l'affaire de Bac-Lé,

432 BULLETIN

mais le résultat est acquis, et dans la seconde portion du livre, qui occupe la plus grande partie du volume, intitulée les témoignages, M. Léon Sentupéry a accumulé les documents qui prouvent le succès de l’entreprise. Non seulement le Tong-King a donné à la France une nouvelle et superbe colonie, mais il lui fournit encore en cas de conflit européen un point offensif et défensif qui peut avoir une influence directe sur des alliances encore problématiques.

On a accusé M. F. d'une part d'avoir été poussé au Tong-King par l'Allemagne, il vient de faire dans l’Ævènement la réponse suivante que nous reproduisons à titre de document:

»On a dit, on répète, que si j'ai conduit la France au Tonkin, c’est sur les conseils de M. de Bismarck. J'étais, à en croire les adversaires de la politique coloniale, un enfant que le chancelier allemand conduisait par la main où il voulait. Or, il suffit de se reporter à cette époque pour voir combien cette fable est ridicule.

HUE de , L'expédition commença vers le

CRITIQUE

mois d'avril 1883, et, au mois d'août suivant, après les attaques de la presse anglaise, nous subissions celles de la presse allemande.

» L’organe officiel du chancelier, la Gazette de l'Allemagne du Nord,publiait, sous la forme brutale qui lui est accoutumée, un article d’une extrême violence contre le gouvernement français.

»Mais pourquoi rappeler ces choses qui sont connues, mais que l’on veut oublier parce qu'il faut bien entretenir dans le publie de haïneuses et fausses légendes.

» Pendant mon ministère, les affaires que j'ai eu à traiter avec le gouvernement allemand sont celles de la Conférence de Berlin, en 1884.

> [1 s'agissait des plus grands intérêts français dans l'Afrique équatoriale.

»L'accord contracté entre l’Angleterre et le Portugal dans cette partie de l'Afrique me semblait léser les intérêts de la France au Congo.

>I1 nous était impossible de le reconnaître. C’est alors que fut

convoquée cette conférence où les

BULLETIN CRITIQUE

puissances européennes se partagèrent les territoires africains connus, déterminèrent le mode de répartition des territoires à découvrir et fixèrent la délimitation des possessions françaises du Congo. Nous en rapportâmes un des plus riches morceaux, et le moins coûteux assurément de notre Empire africaln.

»Je crois avoir, dans cette circonstance, servi les véritables intérêts de la France. Nous avons fait très bonne figure à cette conférence; on ne m'en a pas moins reproché d’y avoir adhéré, de même qu'on a reproché, l’an dernier, à | M. Spuller d’avoir envoyé des représentants à la conférence qui s’est réunie à Berlin. On l’a aussi traité d'allemand!

» Lorsque j'étais aux affaires, l’échiquier européen était tout différent de ce qu’il était aujour’hui.

Mes successeurs ont trouvé dans | la Russie un point d'appui qui nous faisait défaut, il y a cinq ans. Les affaires de la Bulgarie

n'avaient pas encore amené un

refroidissement entre les empires |

allemand et russe. Et pourtant, |

c'est mon ministère qui eut le privilège d'amener la Russie dans la Méditerranée, à propos des affaires d'Egypte.

» Lorsqu'il s’agit de l’emprunt égyptien, contracté à l'occasion des indemnités d'Alexandrie, nous demandämes à la Russie de garantir cet emprunt comme les autres puissances l'avaient fait. Cette garantie ne devait être que nominale, étant donnée la richesse du pays.

Le tsar y consentit, et pour la première fois, dans les affaires d'Egypte, on vit figurer la sig-

nature de Russie à côté de celle des autres puissances continentales.

»C’était le premier pas. Je m'étais eflorcé d’en accomplir un second dans le même sens; les circonstances ne me l'ont pas permis.

»J’avais ouvert, à Paris, la conférence du canal de Suez. A côté de la France, et poussées

par un commun intérêt, la Russie,

| l’Allemague, l'Autriche et l'Italie

y étaient représentées. De cette conférence devaient résulter, in-

éluctablement, la neutralisation du

BULLETIN

canal et l'évacuation de l'Egypte par l’Angleterre.

»Une heure après l'ouverture de la conférence, le cabinet que j'avais l’honneur de présider était renversé”.

Un nuage passe à ce moment sur le front de M. Jules Ferry. On sent tout ce qu’il y a de regrets des choses non accomplies dans ce cerveau. Ce n’est pas l’amertume du pouvoir perdu, c’est le déroulement des événements qu'ilavait préparés, qui arrache un soupir à sa poitrine.

Enfin, se tournant vers moi et me regardant bien en face:

»y— J'ai la conscience, dit-il avec émotion, d’avoir toujoursloyalement, bravement servi mon pays, en bon Français que je m’honore d’être. Je n’ai jamaiseu en vuequela gloire et l’honneur de la France. La politique que j'ai suivie a donné à mon pays un empire colonial. On peut quand on a fait cela laisser

passer le flot des calomnies”.

On a accusé également M. J. F.

d’avoir dans un intérêt personnel, favorisé une partie de sa famille

dans cette affaire. Il vient d’adres-

CRITIQUE

ser au directeur du Matin la lettre suivante, insérée dans l’Æstafette:

» Monsieur, dans son numéro de ce jour, le Matin publie sous la rubrique: » M. Bavier-Chauffour” et avec le titre; » L'amitié d’un grand homme est un bien fait des dieux” ,un article où la Société concessionnaire des charbonnages de Hon-Gay est vivement prise à partie. Vos différends avec cette Société ne m’intéressent en aucune façon, maïs Je ne puis laisser passer les insinuations malveillantes dont l’auteur de cet article à émaillé son récit.

» En y mêlant mon nom, sans aucun motif, puisque j'ai été absolument étranger au contrat dont on discute l'exécution, on veut évidemment faire entendre au publie que les faveurs accordées au concessionnaire l’ont été par mon intervention, que les liens de parenté qui m'unissent à lui l’ont puissamment aidé dans ses entreprises.

Cette opinion est générale; mais elle est fausse et je ne suis point fâché de trouver l’occasion de m’en expliquer une fois pour toutes.

» Non seulement j'ai été étran-

ger au contrat du 28 mars 1887.

BULLETIN

passé entre le résident général du Tonkin, M. Bihourd, et M. Bavier, préparé par Paul Bert, en 1886, repris par son successeur l’année d’après, et finalementapprouvé par M. Flourens, ministre des affaires étrangères, comme le prouvent les dépêches insérées au Journal o fficiel du 14 août 1887 — mais mes relations avec M. Bavier-Chauffour ont consisté uniquement à lui refuser la concession des mines de la baie d’Along et à poursuivre l’annulation du contrat qu'il avait passé avec les régents d'Annam, pour ces vastes charbonnages, au mois de septembre 1884.

»J'estimais, en effet, que le gouvernement d'Annam en s’engageant, par le traité du 6 Juin 1884, à ne règler qu'après une entente avec la France, le régime des mines existant dans ses Etats, s'était interdit, d’une manière absolue, de disposer d'aucun gisement, soit en Annam, soit au Tonkin, avant que cette entente fut établie. Je croyais, et je crois encore, qu'il était du devoir élémentaire du grand pays qui prenait la tutelle de l’Annam

de préserver son pupille contre le

CRITIQUE. 435

gaspillage, facile à prévoir , des immenses richesses minières dont le Tonkin et l’Annam ont été dotés par la nature, si on en laissait la libre disposition à l’inexpérience et à l’avidité des mandarins.

» Dès le 6 octobre 1884, c’est-àdire le lendemain même du jour où nous avions été avisés par un télégramme du général Brière de l'Isle des concessions accordées à M. Bavier par la Cour, je fis connaître à Hué notre volonté. Je signifiai au régent que le gouvernement de la République considérait la concession comme nulle et non avenue.

Je donnai l’ordre à notre résident général en Annam, M. Lemaire (aujourd’hui ministre à Pékin), d'entamer immédiatement des négociations sur cette double base:

abandon du contrat Bavier, acceptation d’un règlement en matière de concession de mines, dont les termes seraient débattus entre les deux gouvernements. La négociation fut longue; la cour de Hué résistalongtemps. Enfin, le 18 février 1885, elle accepta les conditions du gouvernement français, et la première

de toutes, qui était de renonceraux

BULLETIN

contrats irrégulièrement souscrits depuis le 6 juin 1884, date du traité constitutif du Protectorat.

» C’est là toute l’histoire demes rapports avec M. Bavier-Chauffour à l’occasion des mines de Hon-Gay.

J'ai appris depuis qu'il avait intenté un procès au Protectorat, et puis qu'il était entré en arrangement avec Paul Bert et M. Bihourd.

J'ai appris aussi, au mois de dé-

cembre 1885, qu'il avait demandé

à être entendu par la commussion |

des crédits du Tonkin, au sujet de toute cette affaire, et que, n'ayant point obtenu d'audience, il avait fait connaître à un rédacteur du Figaro, dans les termes les plus amers, le »déni de justice” dont il se prétendait victime. J’ai sous les yeux cet interview, qui est trop long pour figurer dans cette lettre, mais que je publierai de nouveau, si vous le voulez, pour mettre fin à une légende inventée de toutes pièces et systématiquement entretenue par tous les ennemis du Tonkin.

Agréez, etc. JuLes Ferry”.

M. Jules Ferry a trouvé un

apologiste inattendu dans le Prince

CRITIQUE

Henri d'Orléans, dont voici la conversation ainsi que celle de M. Bonvalot avec un rédacteur de l'Avenir du Tonkin, rapportée par le Temps, du 9 Novembre 1890;

» — Le Tonkin était l’une des grandes attractions de notre voyage, dit le prince, nous voulions voir par nous-mêmes ce qu'il en était. Le peu que nous avons aperçu jusqu'à présent nous a émerveillé: ces rizières à perte de vue depuis Yen- Baï, cette population dense, cette ville avec ses quartiers européens mouvementés, nous surprend.

» — Comptiez-voustrouver quelque chose de semblable ?

»— Ma foi, non, fit M. Bonvalot. On dit tant de mal de cette colonie que nous ne nous attendions guère à trouver ce qui existe.

Je puis vous déclarer, d’ailleurs, que depuis notre départ de Russie et même parmi toutes les colonies françaises que nous connaissons, nous n’avons rien trouvé qui vaille le Tonkin.

»— Comptez-vous rester quelque temps au Tonkin et visiter le

pays ?.…

» — M. Bonvalot, avec sagrande

BULLETIN

autorité et daus les nombreuses conférences qu'il se proposedefaire, dit à son tour le prince, sechargera de convaincre lesincrédules; je crois de mon côté pouvoir faire beaucoup dans le même sens. Je pourrai rassurer et dire combien sont exagérées et souvent fausses les histoires de piraterie que l’on grossità plaisir dans un but intéressé indigne de Français qui aiment leur patrie.

Les Indes que j'ai visitées sont bien autre chose au point de vue de la sécurité, mais les Anglais ne vont pas crier partout ces luttes et la désorganisation sociale qui sont inévitables au début de toute conquête.

» Nous sommes venus de Lao-kaï ici sans escorte, malgré les craintes que l’on nous avait manifestées, et nous n’avons rien trouvé sur notre route qui pût nous faire voir le pays troublé et pirate comme on le prétend. La France a ici peut-être

la plus belle de ses colonies, et

Page 1