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60 Chansons zu vier Stimmen aus der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von französischen und niederländischen Meistern

Nr. 29 ist ein Gcdicht von Melin de Sainct-Gelays (Oeuvres, ed. Blancbemain 1873. 1, 271) = B. de La Martinière, Nouveau recueil des epigrammatistes fran- \oi» t, 20 (1 720).

Nr. 56 komtnt auch in: Chansons nonvellcmout composées sur plusieurs chants, Paris 1548, Bl. Kia Neudrnck, Lille 1869) = Recueil de plusieurs chanson* tant musicale» que rurales, Lyon 1567 Bl. 5U 1 - = Le recueil de plusieurs chantons nouvelles, Lyon 1576 p. 219 vor.

Nr. 27 bofindet «ich auch iu obiger Ausgabe von 1567 Bl. 5 1 *.

Tcroplin [U. M.), im Dczember 1S97.

Nr. 7 stelit in der wahrsehrinlich von Pierre Oringort gedichtetcu Samnilung: La Fleur et Triomphe de Cent et cinq Rondeaulx, Contenant la constance et inconstance de deux Amans, Paris 1550 Bl. D" (I. Au»g. uni 1515 crscbienenl.

Nr. 13 befindet sich auch in: La légende joyeuse, on les 101 leçon de Ijimpsaquc, 1573, 2, 50 Nr. 83.

Die Partitur ist ausuabniswcise a us mchrfaehcn Qrltnden iu die heute gebriluchlieben ScblUsnel gcscUt nnd der Wcrt der Noten nm die Halfte vcrktlrzl, wie es anch das Original-Taktxoicben Ç vorschreibt. Iteides wurde eincr leicbtcren Verbrcitnng halber gewilhlt und das erstere um den Klavicrauszug zu ersparen, der ein Drittel des Baumes cinuehmen wlirdc: so kommt die* Drittel nun einer Vermebrung der Chansons zu gnte. Ferner ist der Text bei der Wiederliolnng des ersten Teila der Raumcrsparnis halber dem Alt und Hass untergcschricbcn und niejjt, wie es Oblioh ist, sftmtlichen Stimmen. Auch ist der Satz Koweït rs mltglich war in eine siugbare TonbOhc versetzt. Die Originalschlussel und die ursprllnglicbe Tonlage sind «tels jedem Satze vorange»tellt, letxtcres nur wo die Tonlage geândert Ut. Die Altetimmo wurde im 10. Jahrhnndert Btcts von MUnncrn gesungen nnd luit dnher einc so tiefe Ijige, dass aie unscren heutigon Francnstiramcn unerreichbar ist Wcun dalicr Tcuor nnd Basa eiuc hUhere Tonlage nicht gestatten, m uns der Dirigent vou gemischten Chorctimmen dem Alt einige Teuore beigoben, die hei den riefen TOncn, welche bis zum klcinen f, sogar bis xnm klcinen d hinabgehen, die Frauenstiiumen untcrstUtzcn. Noch sei den Dirigeulen cmpfohlen, dass aie bei den heitercn Liedern, die mit vielen Acbtelnolen ansgeslultet tind, von demn jede ihre Silbe bat, ein redit lcbhaftes Zeitinnfo nehmen nnd die knrzen Noten wie im Staccato vortragen lassen.

Der Originuldrnck ist mit Sorgfalt korrigiert; nnr seltcn fauden sicb Fefaler. Sie sind in der Parlitnr in Klatnmer liber den betreflVnden Noten verzeiebnet; dort flndet man auch die im Originale feblenden Versetxungszcicben. welche eiust der Sanger selbst beizufUgen im Mande war.

Obgleich scheinbar auch der Text mit Sorgfalt untcrgclegt ist, ergnb aich doch bei der Spartierung manche Srhwicrigkcit. Der alto Notensatz ist so eng, dass die Textwortc oft wcit liber denselben hiuwegreieben und weon dann das bekannte Wïederholungszeichen „ij* folgt, so ist dem Sanger die grOfstc Frciheit gvwahrt. Bei nbcrlangcii Mclinmen auf cincr Silbe war dem Sanger wohl cino Wiederholung der Textwortc gestattet: davon ist aueb in der Partitur Gcbrauch gemacht.

Rob. Eitner.

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