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WAS IST DISTOMUM RATH0UI

tifikation mit Fasciol. Buski im Wege stehen. Der Baucbsaugnapf misst jetzt sowohl in Lange wie in Breîte 2,3 mm (nach Poirier betrug die iirsprûnglicheLânge3 mm); sowohl durch dièse Dimen sionen wie in seiner eigentû m lichen Fonn âhnelt er ganz und gar demjenigen von Fo^cto/. Buski, DieEiervon Dist. Rathouisi gleichen fernergenauden charakteristischen Eiernder anderen Art ; sie zeigen dieselbe gedrungene Spiudelform und dieselbe sehr dûnne Schale (1). In der Lange messen sie 0,12-0,13 mm und zwar zeigen sie hierbei gar keîne Anzeichen irgend welcher Schrump* fung; dièse Zillern stimmen genau mit denvon Fasciol. Buski zu gewinnenden ûberein, w^hrend dagegen Poirier s Lângenmass (0,15 mm) ein Unterscheidungsmerkmal abzugeben schien. Die Dotterstôcke endlich zeigen ganz wiebei Fasrioï. /îusfcnhre vordere Grenze im Niveau mit dem Hinterrande des Bauchsaugnapfes;nach Poirier's Totalfigur wûrden sie zum Vorderrande des Saugnapfes hervordringen.

Der am meisten augenfâilige Unterschied zwischen den beiden uns beschàftigenden Formen wûrde indessen, wenn Poirier's Beschreibung richtig wàre, in der Lagerung der Hoden und des Keimstocks zu erblîcken sein. Bei Fasciol Buski liegen, wie be" kannt, die Hoden médian hinter einander, und der Keimstock findet sich rechts vor ihnen und wenigstensgrôsstenteils auch vor dem queren Dottei^ang,m. a. W.die Topographie der Geschlechtsdrûsen ist ganz dieselbe wie bei Fasciola hepatica und Men anderen von Braun als « Opisthorchiden » zusammengefassten Formen. Die Hoden des jedenfalls nahe verwandten DiU. Rathouisi wûrden da> gegen neben einander liegen und zwar hierbei in sehr eigentûmlicher Weise von ungleicher Grosse sein, indem der kleinere rechte hinter dem Keimstock folgt, wâhrend der linke sich in der

(1) Vgl. Looss, VonWQrmernund Arthropoden hervorgerufene ErkrankuDf^en. Handbuckder Tropenkrankheiten, herausg von C MBNSE,Bd. 1, Taf. IX, Fig.4. — Die Figur eines Eies bei Poirier (Fig. 3) ist dagegen wenig gelungen. Ich habefrOher die Eier von Fasciolopsis BuSki aïs miidenen y on Fasciola hepalica vôUig ùbereinstimmend bezeichnet. Aus den von Looss am eben zitierten Orte neben einander gelieferten Figuren der Eier beider Arten gehen indessen zwei Unterschlede hervor, die ich bei erneuter Prûfung der Sache bestAtigen kann. Die Fascto/opsts-Eier verjttngen sich nach beiden Enden und zwar gleichmâssig, wodurch sie eine sehr charakterisUsche gedrungene Spindelform t>ekommen, wâhrend die Fascto^a-Eier einen elliptischen U ni ri ss zeigen. Die Schale ist weiter merklich donner bei FasrAolopsis. Auf Grundvondiesen Differenzen ifirer Eier lassen sich die beiden Wiirmer diagnostisch auseinanderhalten.

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Lângsrichtung des Wurmes ebenso weit wîe der Keirostock und der rechte Hode zusammen erstreckt und hierdurch etwa die doppelte Grosse des anderen erreicht; der Keimstock soll weiter gànzlich hinter dem queren Dottergang gelegen sein. Hierzu ist nun zunâchst zu bemerken, dass man aus Poirier's Originalfigur (1) nicht gerade den Eindruck bekommt, dass der Verfasser besonders klar gesehen bat» wie die Verzweigungen der beiden Hoden von einander abzugrenzen wàren ; es darf wahrhaftig behauptet werden, dass die Figur in diesem Punkte sehr wenig ûberzeugend wirkt. Jeder, der mit der Anatomie und den Verwandtschaftsverhâltnissen der Distomen vertraut ist, wird mir weiter zugeben mûssen, dass es schon a priori sehr unwahrscbeinlich erscbien, sowohl dass die Hoden so ungleich entwickelt wàren, wie dass der Keimstock sich bei zwei nâchstverwandten Formen auf verscbiedenerSeite des queren Dotterganges befinden wûrde. Einenàbere Prûfung der beiden von Poirier abgebildeten Schnitte ergiebt unzweideutig die Berechtigung dieser aprioristischen Zweif el. Der Schnitt Fig. 5 geht mitten durch die Schalendrûse, hat aber zugleich unmittelbar neben diesem Organe roehrere Keimstockverzweigungen getroflen, was man auf Grund der Totalflgur durchaus nicht erwartet batte ; von dem queren Dottergang, der in letzterer Figur zwischen Keimstock und Schalendrûse hinzieht, sieht man im Schnitte gar keine Spur. Derselbe zeigt also, dass der Keimstock nebeii der Schalendrûse lagert^ ganz wie es bei FascioL Btiski der Fall ist. Es kann nun ferneram Originalstûck konstatiert werden, dass das Loch a, woraus das Material fur den f raglichen Schnitt gewonnen wurde, unmittelbar vor der Kôrpermitte liegt, wàhrend der Keimstock in der Totalflgur ganz und gar hinter der Kôrpermitte eingezeichnet ist. Ausschlag gebend in der Frage scheint mir aber folgendes zu sein. Unmittelbar hinter der Kôrpermitte, m. a. W. gerade dort, wo man nach der Totalflgur den Keimstock antreSen wûrde, flndet sich am Originalstûck ein Einschnitt (b in meiner Umrisszeichnung) vom rechten Seitenrande aus, wo das Material fur den in Fig. 4 abgebildeten Schnitt geholt worden ist. Dieser

(1) Die Abbildungun von Dist, Rathouisi^ welche in verschiedenen Lehr-und Handbûchern vorkommen, zeigon sich bei einem Vergleich mit der Originalfigur gerade in Bezugauf die Verzweigung der Hoden staris schematisiert und verdeutlicht.

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Sehnitt hat indessen keinen Keimstock, wohl aber mehrere Hodenzweige getroffen{i). Da die Schrumpfung bei derEintrocknuDg die relative Lage der beiden Lôcher unmôglich in wesentlichem Grade hat verschieben kônnen, beweist das Obige unwiderleglich, dass an der rechten Seite Hodenzweige sich dicht hinter dem Niveau der Schalendriise ausbreiten und dass demnach Poirier' s Figur in diesem Punkte unrichtig sein muss,

Was Poirier als Keimstock abbildet, gehôrt also dera Hoden zu, und es scheint mir dann in Anbetracht der sonstigen Ahnlichkeit mit FasdoL Hmki ganz natûrlich anzunehmen, dass wir hierin die rechle Hâlfte des vorderen Hodens zu erblicken haben und dass Poirier die beiden mânnlichen Geschlechtsdrûsen unrichtig von einander abgegrenzt hat. In der That flndet man in seiner Totalfigur, dass dort, wo nach ihm dieGrenze zwischen beiden Kôrpern zu ziehen wâre, Hodenzweige von beiden Seiten einander enlgegenstreben.

In der Lange des Cirrusbeutels relativ zum Bauchsaugnapfe findet sich zwischen beiden Formen kein Unterschied ; nur liegt die hintere Hâlfte des fraglichen Organes bei Dist. Rathouisi in eine S fôrmige SchHnge zusammengeschoben, was den kontrahierten Zustand des Wurmes des Weiteren bezeugt.

Der Identifizierung mil Fasciolopsis Buski siehl nach dem Obigen nichts mehr im Wege, und von jelzt ab ist die Poirier' sche Form als ein mythisches Gesch pf zu betrachten, das man in Hand- und Lehrbûchern nicht mehr mitzuschleppen braucht.

(1) In der Figurenerklârung Poirier's heisst es in Bezug auf diesc Figur nur : « Coupe transversale au niveau des testicules. »

Enqnôte dn Goayernement belge sur renseignement de la médecine tropicale. — Le Congrès international d'tiygiëne et de démographie, réuni à Bruxelles en 1903, a émis un vœu relativement à la nécessité d'organiser, en Europe, un enseignement des maladies des pays chauds (1).

Dans le but de réaliser ce vœu et de créera Anvers un grand Institut de médecine tropicale, le Gouvernement belge est en train de s'entourer des informations les plus précises, quant à la manière dont ce môme pro* gramme a été exécuté à l'étranger. M. le professeur R. Blanchard ayant été consulté à ce propos, nous croyons utile de transcrire ci-après le long questionnaire qui lui a été soumis et les réponses qu'il a données.

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