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Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster i.W.
Collection internationale de monographies ethnologiques
Bibliothèque- Anthropos -Bibliothek
Internationale Sammlung ethnologischer Monographien.
Bislier ersçliienen:
Heft 1: Mythen und Erzâhlungen der Küstenbewohner der Gazelle-Halbinsel (Neü-Pommern). ImUrtext aufgezeichnet und ins Deutsche übertragen von P. Jos. Meier, M. S. C. XII u. 292 S. gr. 8°. Preis geh. 8 Mk.
Heft 2: L’âme d’un peuple africain Les Bambara, leur vie psychique, éthique, sociale, religieuse. Par l’abbé Jos. Henry, ancien missionnaire chez les Bambara. VIII u. 240 S. mit zahlreichen Illustrationen. gr. 8°. Preis geh. 10 Mk.
Heft 3: Religion und Zauberei auf dem mittleren Neu- Mecklenburg (Bismarck -Archipel, Südsee). Von P. G. Peekel, M. S. G. IV u. 136 S. gr. 8°. Mit einer Karte und fûnf Bildern im Text. Preis geh. 6 Mk.
Heft 4: Le Totémisme chez les Fân. Par le R. P. H. Trilles, C. Sp. S. XVI u. 656 S. gr. 8°. Preis geh. 20 Mk.
Hèft 5: Au Yun-nan: Les Lo-lo p’o. Par le P. Liétard. VIII u. 272 S. gr. 8°. Preis geh. 9 Mk.
Über Heft 1.
La Dépêche Coloniale, n° 4395, 1910. . . . une très intéressante étude . . . On sent quelle rïclie matière ces simples recueils de récits fournissent à nos travaux.
Internationales Archiv für Ethnographie, Bd. XIX, 1910. Deze verzameling van mythen en vertellingen, medegedeeld door inboorlingen in oorspronkelijken tekst en vertaald door den Schrijver, is een ware aanwinst voor onze kennis van de volksoverleveringen der Austronesische (Maleisch-Polynesische) volken. De Schr. lieeft zich reeds vroeger verdienstelijk gemaakt door zijne «Mythen und Sagen der Admiralitâtsinsulaner“- in Anthropos II, III en IV. Wat liij nu geeft, sluit zich waardig aan bij zijn vroeger werk.
Deutsche Kolonialzeitung, Berlin, 8. Jan. 1910. Schon Powell und Graf Pfeil wiesen in ihren Werken auf die Sagen und Mârchen unserer Landsleute an der Küste der Gazelle-Halbinsel hin. Nocli ausführlicher gingen Kleintitschen und Parkinson darauf ein. Was sie aber nur streifen konnten, das setzt uns die vorliegende Arbeit Meiers in reichster Fülle vor. Zur Befruclitung seiner Arbeit sollte je der, der mit den Eingeborenen zu tun hat, den Mârchenscliatz kennen. Für den Etlmologen und Spracliforscher bildet das Buch eine Fundgrube ersten Ranges.
Literar. Zentralblatt für Deutschland, No. 13/14, Jhg. 1910. Die vorliegende Arbeit, die in allen Teilën neben umfassender Kenntnis tiefes Eindringen in den Gegenstand zeigt, stützt sich in ihrem urkundlichen Material auf die Erzâhlung Eingeborener vom Oststamm der Gazelle-Halbinsel. Der Spracliforscher wird wichtige Bemerkungen finden, vor allem aber der Ethnologe und Philosoph.
Über Heft 2.
Literar. Zentralblatt für Deutschland, Nr. 39, Jhg.. 1911. Lobend, wie die Sangesche Besprechung des ersten Heftes (P. Joseph Meyer, Mythen und Erzâhlungen der Küstenbewohner der Gazelle-Halbinsel) dieser nützlichen Anthropos- Bibliothek im 61. Jhg. (1910), Nr. 13/14 Sp. 451 fg. d. Bl. lautete, soll aueli die meinige des vorliegenden zweiten Heftes klingen, wclches uns das Seelenleben eines Negervolkes des franzôsischen Kolonialbezirkes Ober-Senegal enthüllt ... in ethnologischer Beziehung ist sein Inhalt hervorragend wichfig. Auch der Anschaulichkeit der Illustrationen sei hier nocli lobend gedacht.
Aschendorffsche Verlagsbuchhandlung, Münster i. W.
Revue du Clergé Français. Il est frappant de reconnaître combien ces religions africaines se ressemblent: cette excellente monographie, qui répond aux enquêtes ethnographiques provoquées par le savant et laborieux directeur d’ Anthropos, en est une preuve de plus. La description fidèle des mœurs ou hiérographie y occupe de beaucoup la plus large place. Tel qu?il est, le livre témoigne d’un rare talent d’observation, et les nombreuses photographies qui l’illustrent rendent encore le récit plus piquant.
Mitteilungen der Anthrop. Gesellsch. in Wien, Bd. XLII, 1912. P. Henry liefert uns einen wertvollen Beitrag zür Ethnographie des westlichen Sudan, welchen wir um so dankbarer begrüfien müssen, als trotz der reichen franzôsischen Literatur über dieses Gebiet ausführliche vôlkerkundliche Arbeiten in derselben nur ziemlich spârlich vertreten sind. In elf Abschnitten gibt uns der Verfasser ein wahrheitsgetreues Bild des geistigen Lebens der Bambara und behandelt insbesondere in eingeliender Weise den Animismus und seine Folgeerscheinungen, die Vorstellungen über Krankheit, Tod und Jenseits, über Gott und die Erschaffung der Welt, den Fetischismus und Geistçrglauben, das sexuelle Leben, die Kindererziehung, Beschneidung, Hochzeit und Bestattung. Von besonderem Wert erscheinen uns die Angaben über die Tabus (S. 15 f.) oder tnés, welche aber mit Totemismus niclits zu tun haben, denn die Tabutiere der Bambara sind nicht dieAhnherren, sondern nur die Schutzgeister derGeschlechter, und es gibt kein Heiratsverbot zwischen den Angehôrigen desselben oder verschiedener Totems.
Koloniale Rundschau, Berlin, Aug. 1912. Inhaltli.ch ist das Material ausgezeichnet und von grôBtem Wert, wenn auch die teil weise etwas in den Vordergrund tretenden Deutungen, mit denen der Verfasser den Verfall der Religion von einer früheren, reineren Stufe beweisen will, nicht jedermann überzeugen werden. Die religiôsen Gebilde der Bambara sind von ganz überrascliender Fiïlle und Mannigfaltigkeit, , sie scheinen darin die der uns nâher bekannten Ewe in Togo fast nocli zu übertreffen. Hingewiesen sei nur auf die Maskentânze — deren Darstellung, wie der ganzé Text überhaupt, gut unterstützt wird durch eine Reihe von Photographien.
Über H ef t 3.
Mitteilungen der Anthrop. Gesellsch. in Wien, Bd. XLI,. 1911. Der VerL, dem wir bereits einige linguistische Arbeiten über das Gebiet danken, in dem er als Missionar wirkt, ist eben durch seine sprachlichen Kenntnisse und seinen langen, engen Verkehr mit den Éingebornen wie keiner berufen, dieses schwierige Thema zu behandéln. Wie aus allen Naturvôlkern, ist ja auch aus den Neumecklenburgern ailes, was das Religiose angeht, auBerordentlicli schwer herauszubekommen. Das Biichlein enthalt nicht nur eine Fülle wertvollen Materials fiïr den Ethnologen, sondern ist durch die zahlreiehen Sprachproben und linguistischen Anmerkungen auch für den Sprachforscher wichtig.
Über Heft 4
Mitteil. d. k. k. Geogr. Ges., Wien, 1913,' Heft 4. P. Trilles, der über 15 Jahre bei diesem Volke als Missionar wirkt und seine schwierige Sprache vollkommen beherrscht, führt hier in âufierst iibersichtlicher und klarer Weise die sonst so verwirrenden Einzelheiteii vor, die fast das ganze religiose, soziale und private Leben dieses Volkes durchsetzen.
Theolog. Literaturbericht, 1913, Nr. 2. Diese tiefeindringende Arbeit eines franzôsischen katholischen Missionars über das dortige Heidentum ist allseitiger Beachtung und besondern Dankes wert. Texte mit Übersetzung erhôhen den Wert des ungemëin reichlialtigen Buchs, dem noch ein sprachvergleichender Anhang, etwas aus Madagaskar und ein Index angefügt ist.
Theolog. Revue, 1913, 20. Aug. Der Verf., der 20 Jahre lang unter den Fâii gelebt, ihre Sprache beherrscht und vielfach Gelegenheit.gefunden liât, nicht blofi mit den gewôhnlichen sozialen Einrichtungen und religiôsen Vorstellungen dieses Volkes, sondern durch besondere Umstânde auch mit den für Uneingeweihte sonst unzugânglichen Geheimlehren bekannt zu w;erden, bietet uns im vorliegenden Wérke ein reichliches Material, das für aile, die sicli mit Religionsgescliichte, namentlicli aber mit dem Totemismus beschâftigen, von hôehstem Interesse ist. Da Trilles dazu auch noch die über den Totemismus vorhandene Literatur berücksichtigt und die Ansichten über ihn beurteilt, gewinnt seine ausführliche Arbeit noch mehr an Interesse.
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