ALLEMAGNE
ARMES ET MUNITIONS
KAMERUN.
Verordnimcr des Kaiserlidien Ctouverneiirs von Kamenin, betreffend die Binltihr und den Verkauf von Kriefirsmaterial.
Unter Bezugnahme auf die Verordnung vom 16. Mârz 1893, betreffend die Einfuhr von Munition und Waffen, verordne ich, wie folgt :
§ 1. Die Einfuhr und der Verkauf von Kriegsmaterial wird hiermit bis auf Weiteres fuir den Sûdbezirk des Schutzgebietes , das heisst die Kûste von Klein-Batanga bis Campo und das zugehôrige Hinterland, verboten.
§ 3. Das Fûhren von Hinterladern und Patronen zu solchen wird Eingcborenen und farbigen Hândlern im Sûdbezirk des Schutzgebietes verboten.
§ 3. Zuwiderhandlungen gegen § 1 dieser Verordnung werden mit Geldstrafe bis zu 2000 Mark, an deren Stelle im Faite der Unbeibringlichkeit entsprechende Geiangnissstrafe tritt, Zuwiderhandlungen gegen § 3 der Verordnung mit Gefângniss bis zu drei Monaten bestraft.
Kriegsmaterial, welches vom Tage der Verkûndigung dieser Verordnung ab in den Sûdbezirk eingefûhrt wird, ferner solches Kriegsmaterial, welches zwar schon frûher eingefûhrt, jedoch erst nach dem Tage der Verkûndigung dieser Verordnung in den Verkehr gebracht wird, ist mit Beschlag zu belegen und in vorlâuflge Verwahrung zu nehmen.
CAMEROUN.
Ordonnance du GtoUTemeor impérial de Cameroun, ooncemant l'importation et la vente du matériel de fi^nerre.
Revu l'ordonnance du 16 mars 1893, concernant rimporlation d'armes et de munitions, il est arrêté ce qui suit :
§ 1. L'importation et la vente de matériel de guerre sont, par la présente, provisoirement interdites dans le district sud du protectorat, comprenant la côte de Petit-Batanga jusque Campo et THinterland y attenant.
§ 2. Le port de fusils se chargeant par la culasse et de cartouches destinées à les approvisionner est interdit aux indigènes et aux négociants de couleur dans le district sud du protectorat.
§ 3. Les infractions au § 1 de la présente ordonnance seront passibles d'une amende de 2,000 marks au maximum, amende qui, en cas d'insolvabilité, sera remplacée par une peine d'emprisonnement proportionnelle; les infractions au § 3 seront passibles d'un emprisonnement de trois mois au maximum.
Le matériel de guerre qui, à partir de la publication de la présente ordonnance, aura été introduit dans le district sud du protectorat, de même que celui qui y avait déjà été introduit antérieurement, mais n'avait été mis dans la circulation qu'après la publication de ladite ordonnance, sera saisi et provisoirement retenu.
§ 4. Die sâmmtlichen, auch die auf Grund von Erlaubnissscheinen in den Hânden von Eingeborenen oder farbigen Hândiern befindlichen Hinterlader sind nebst zugehôriger Munition einzuziehen.
Besass der betreffende Eingeborene oder Hândler einen Erlaubnissschein gemâss § 6 der Vcrordnung vom 16. Màrz 1893, so ist das eingezogene Gewehr einstweilen amtlich aufzubewahren. Die Namen der Besitzer solcher Gewehre sind in ein amtliches Register einzutragen.
§ 5. Dièse Verordnung trilt mit dem Tage der Verkûndigung in Kraft.
Kamerun, den 30. September 1897.
(L. S.) Der Kaiserliche Gouverneur,
(gez,) V. PUTTKAMER.
§ 4. Les différents fusils se chargeant par la culasse et les munitions y afférant, de même que ceux qui se trouveront entre les mains d'indigènes ou de négociants de couleur, en vertu de certificats de licence, devront être retirés de la circulation.
Dans le cas ou le susdit indigène ou négociantserait muni d'un certificat de licenceconfermement au § 6 de Tordonnance du 16 mars 1893, le fusil retiré devra être conservé provisoirement par l'autorité.
Le nom du détenteur dudit fusil sera inscrit dans un registre officiel.
§ 5. La présente ordonnance entrera en vigueur le jour de sa publication.
Cameroun, le 30 septembre 1897.
(L. S.) Le Gouverneur impérial,
(s.) DE PUTTKAMER.
SUDWESTAFRIKA.
Auf Grund des § H des Gesetzes, betreffend dîe Reohtsverhâltnisse in den deutschen Schutzgebieten, vom lo. Mârz 1888, wird fur denUmfangdes sûdwestafrikanischen Schutzgebietes verordnet, was folgt :
Verordnung, betreffend die Einfliliruiig von Feuerwaffen und Munition.
§ i. Die Einfùhrung von Feuerwaffen, Munition oder Puivcr jeder Art sowie der Handel damit ist nur der Kalserlîchen Landeshauptmannschaft gestattet.
ji 2. Auf Grund eines schriftlichen von der zustândigen Bezirkshauptmannschaft auszustellenden Erlaubnissscheines kann Nichteîngeborenen die Erlaubniss zur Einfùhrung von Feuerwaffen und Munition zum eigenen Gebrauch gestattet werden, sofern sie hinreichendo Sicherheit dafûr gewahren, dass sie dieselben nicht an Dritte vergeben oder verkaufen werden.
§ 3. Die Beamten der Kaiserlichen Landeshauptmannschaft sowie die Offiziere und europâischen Hitglieder der Schutztruppe bedùrfen zur Einfùhrung von Waffen und Munition, insoweit sic zum eigenen Gebrauch bestimmt sind oder zur dienstlichen Ausriistung gehôren, keines Erlaubnissscheines.
§ 4. Zur Weitergabe von Waffen und Munition sowohl an Nichteingeborene wie an Eingeborene durch Kauf, Tausch, Schenkung oder in sonst einer Weise bedarf es der behôrdlichen Genehmigung.
§ 5. Die seitens der Kaiserlichen Landeshauptmannschaft ertheilte Erlaubniss zur Einfùhrung von Feuerwaffen jeder Art befreit nicht von der Verpflichtung, in jedem einzelnen Falle den festgesetzten EinfuhrzoU zu entrichten.
S 6. Jede eingefùhrte Feuerwaffe, welche nicht zur dienstlichen Ausrûstung der im § 3 l>ezeichneten Personen gehôrt, muss abgestempelt und in ein von der Polizeibehôrde gefùhrtes Register eingetragen werden.
§ 7. Auf Grund der Eintragung ist dem Besitzer ein Erlaubnissschein auszustelien,