‹ Histoire de CharlemagneChapitre 1 sur 110 · MUNSTER · texte numérisé non relu

MUNSTER

IKPRiMERIE ET LIBRAIRIE DE TEEISSING.

DR.G.PUCHINGER

Lilerai-historiselie Yorbcuicrkung-cn,

AVer cien Cli a rl e m a g ne von Capefigue kenut, wïrd siuli niclit dariiber wimdern , wie aus cinei)) so unifangreieben Werke ein so kleiues BRndchen wie vorliegcndes liergestellt Werden konnte. Die weitlilulige Uescliichle voif Caris Vorgïuigern , die speziellen Uutersutliuiigen ilber tien Zusiand des llaiidels, der Industrie, der Kuiistc und YY'isseiiscliaften in jeneu Zeiten, die Mittlieiluiigeii iiber die alt- Cranzosiselien RiUerroinane, die ausMli rl ich en Besprcchiiiigen der earolingischen Gesetze, der Yerfassung, des Ucclilswesens . . ., dièses und vieles andre der Art bat der llerausgeber weggelassen und nur das beibelialten und einiacb zusaiiiineiigestellt, was zuui Leben des grossen Cari selbst gelioït. Und mit dieser Zusainnienstellung lioiït der llerausgeber den holieren Bildungsanstalten eine willkomniene Lecture geliefert zu liaben. Der Name Carol

VI LfTERAllHISTORJSCTIE

Magnus iibt ja von vorne herein auf die Jugend ci 1 1 e 1 1 wahren Zauber aus; Carol Magnus begegnet uns in der Geschichte fast aller europaischen Volkcr; Carol Magnus tout es uns ans den Dichtungen aller romaîiischen uncl germanischen Sprachen hundertfitch entgegen. Eine Lebensbesclireibung Caris ist daller gewiss auch eine Lecture, die in den gesammten Unterricht eingreilï, wie kaum eine andere. Die Kirchengeschichte , die Staatengeschiehle, die Geschichte der Literatur, so der mittelalterlichen, wie der neueren, — sie werden dem Schiller durch eine solche Lecture klarer, versfaudlieher, werden seinem Geiste nàher gelegt. Was aber die Darstellung angeht, so nimmt Capetigue eine zu hervorragende Stellung in der neueren franzosischen Literatur ein, aïs dass es nuthig wiire, auf sein Ansehen als Schriftsteller erst noch hinzuweisgu; Niemand wird umliin humien, seine Darstellung als eine wahrhaft fesselnde zu bezeiclmen.

Capefigu e (Baptiste-Hoiioré-Raymond) wurde 1799 zu Marseille geboren. Mit schunen Keniitnissen ausgeriislct und auf seine Gewandtheit mit der Feder vertrauend, ging er in einem

VORBEMERKIMGEN. Vil

Aller von kamu ein und zwanzig Jahren nach Paris, uni sich dort cine F.xislenz zn grunden. Ër wiirde einer der Hedacteure der ,-Quotidieniie." 1822 maclite cr den Feldzag (die ..Promenade'-) nach Spanien mit, und lieferte eine ljesihreibung desselben iu seinem , .Recueil des opérations de l'armée française en Espagne1' 1823. Durch dièses VVerk wurde die Hegienmg auf ihn aulinerksam und beforderte ihn zum Bureau-Chef im .Ministerium der auswartigen Angelcgenheiten : er blieb auf diesem Posten bis 1830, \vo er als eil'riger Aiihitnger der l'rûheren Regierung entlassen wurde. Jene Sleliung aber liatte îhin die reich- Iialtigsten Quellen fiir die Gcschiclite erschlossen, und dass er diesen Umsland gehurig zu beuutzen gcwusst bat, das beweisen seiue zahlreichen histnrischcn Werke, die er nach einander erscheinen liess. Auch maclite er behufs liisforischer Foischungen die atisgedelmtesten Hciscu durch Fraiikreich, Spanien, Italien, Deutsihiand, England. Von seinen zahlreichen VVerken inogen hier liervorgehobeti werdeii: Essai sur les invasions des Normands dans les Gaules 1823. — Vie de St. Vincent de Paule 1S27. — Histoire de Philippe Auguste 1829. —

VIII LITERARHISTOR. VOIIBEMEIIKUNGEN.

Histoire de la Restauration 1831. — Histoire philosophique des Juifis 1833. — Richelieu, Mazarin et la Fronde 1835. — Louis XIV 1837. — Hugues Capet et la troisième race jusqu'à Philippe Auguste 1839. — Louis XV 1842. — Chaiieinague 1842. etc. etc. — Mehre unler diesen — meist uinfangreichen — Werken wurden gekront.

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