‹ Histoire de l'internationalismeChapitre 85 sur 142 · LUTHER · texte numérisé non relu

LUTHER

Luther (1483—1546) avait été beaucoup plus préoccupé par la question; il la discute dans plusieurs de ses écrits.

Le premier de ceux»ci, <tVon weîtlicher Obrigkeit, wieweit man ihr Gehorsam schuldig seh (1523), fait la même distinction que nous avons déjà constatée chez Bellarmino et chez Calvin. Les hommes appartiennent à deux royaumes, «die ersten zum reych Gottis, die andern zum reych der welt»". Si tous appartenaient au premier, on n'aurait pas besoin de magistrats, ni d'aucune épée. «Wenn nu ye« mand wollt die welt nach dem Euangelio regirn und aile welltliche recht und schwerd auftheben und furgeben, sie weren aile getaulft uhd Christen, unter wilchen das Euangclium will keyn recht noch schwerd haben, auch nicht nott ist — lieber radt, was wiirde der selb machen? Er wiirde den wilden boszen thieren die band und keten aufflôszen, das sie yderman zu ryssen und zu byssen, und daneben furgeben, es weren feyne zame korre thierlin. Ich wiirde es aber an

meynen wunden wol fûlen — Darumb musz man dièse beyde

régiment mit vleysz scheyden und beydes bleyben lassen: Eyns das trum macht. Das ander das eusserlich frid schafte und bôsen wer» ken weret» (p. 252). Luther ne voit donc aucune objection à ce qu'un chrétien fasse service de soldat. Il cite des exemples tirés du Vieux Testament, il cite les paroles de Jean»Baptiste, disant que les soldats doivent être contents de leur solde.

Après avoir ainsi résolu la question de principe, Luther insiste, dans la troisième partie de son livre, sur les devoirs des princes: «Es ist gar eyn schlechter Christ der umb eyns schloss willen das land ynn die schantz schlecht (3: schlagt) — — — Darumb sey das seyn Regel: Wo er unrecht nitt strafen kan on grôsser unrecht, da lasz er seyn recht faren, es sey wie billich es woUe. Denn seynen schaden soll er nicht achten, sondern der ander unrecht, das sie iiber seynem strafen leyden miissen. Denn was haben so viel weyber und kinder verdienet, das sie witwe und weyszen werden, autf das

" Je cite d'après l'édition de Weimar des Oeuvres de Luther (1900\ XL p. 250 ss.

LA TRADITION PACIFISTE: EGLISES ET SECTES

du dich rechest an eynem unniitzen maul odder bôszer hand, die dyr leyder than hatt.

So sprichstu denn: Soll denn eyn furst nicht kriegen odder seyne unterthan yhm nicht folgen ynn den streytt? Antwortt: Das ist eyn weytleufftige frage. Aber auffs kurtzist: Christlich hyrynn zu faren, sage ich, da keyn furst widder seynen uberherrn als den Ko« nig und Keyser oder sonst seynen lehenherrn kriegen soll, szondernn lassen nehmen wer da nympt. Denn der uberkeyt soll man nicht widderstehen mit gewalt, szondern nur mit bekentnis der warheyt: keret sie sich dran, ist gut, wo nicht, so bistu entschuldiget unnd leydest unrecht umb Gottis willen. Ist aber der widderpart deynes gleychen oder geringer denn du oder frembder uberkeyt, szo solltu yhm auffs erst recht und fried anbieten wie Mose die kinder Israël leret. Will er denn nicht, so gedenk deyn bestes unnd were dich mit gewallt, wie Mose das allis feyn beschreybt Deutro: 20 — — — —

Und hyrynnen sind die unterthanen schuldig zu folgen, leyb und gutt dran zusetzen. Denn ynn solchem fall musz eyner umb des andern willen seyn gutt und sich selbs wagen. Und ynn solchem krieg ist es christlich und eyn werck der liebe, die feynde getrost wiirgen, rauben und brennen und ailes thun was schedlich ist bisz man sie uberwinde nach kriegs leufften (on das man sich fur sunden soll hutten, weyber und junckfrawen nicht schenden) — —

Wie? wenn denn eyn furst unrecht hatte, ist yhm seyn volck auch schuldig zu folgen? Antwort : Neyn. Denn wider recht ge» piirt niemant zu thun, sondern man musz Gotte (der das recht haben will) mehr gehorchen denn den menschen. Wie? Wenn die unter» thanen nicht wiisten, ob er recht hette oder nicht? Antwort: Wéyl sie es nicht wissen noch erfahren kunden durch môglichen vleysz, so môgen sie folgen on fahr der seelen — — — Den wilchs teyl hie geschlagen wirtt, es habe recht odder unrecht, musz es fur eyn strafF von Gott aufnehmen, wilchs aber schlecht und gewynnet ynn solchem unwissen, musz seyn schlacht halten, als fiel jemand vom dach und schliige eyn andern todt, unnd Gott die sach heymstellen. Denn es

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