IV. Hypsipyle et Médée, Moyenne
V. Lucrèce, A mon sens la plus sincère, la plus noble et parfaite. VI. Ariane, Très intéressante et animée. Des passages exquis. VIL Philomèle, Belle.
VIII. Phyllis, Médiocre et faite comme par manière d'acquit. IX. Hypermnestre, Originale relativement aux autres. Développement assez riche des tableaux et des personnages. Inachevée.
(i) Et tout cela pour arriver à dater approximativement une œuvre perdue de Chaucer, Tke Wreched Engendring of Manhinde !
- J'avoue alors ne plus rien comprendre à la sorte de loi posée par Ten Brink. Je lui en veux de m'abuser en me servant au lieu d'un jugement droit sur la valeur relative des Légendes, une opinion arbitraire dont le seul avantage serait de s'accorder avec l'inachèvement de la série.
On ne saurait pourtant dire que ce soit là une petite erreur rachetée par une vérité féconde. Il n'est peut-être pas nécessaire que la vie de Chaucer soit conjecturée, il est essentiel que son œuvre soit lue avec jjistesse et
Professeur à V Université de Lyon,
MODERNE DEUTSCHE DIGHTUNG
MAX HALBE UND SEIN DRAMA „MUTTER ERDE".
Aus Anlass der kiirzlichen, mit grossem Beifall erfolgtenËrstaufTûhrung des Dramas „Mutter Erde" auf dem Stuttgarter Hoftheater, môchte der Einsender der gegenwârtigen Studie es nicht versaiimen, zu den in der Revue seit einiger Zeit behandelten deutschen Dichtern realistischer und naturalistischer Richtung auch Max Halbe zu besprechen, der nâchst Sudermann, Gerhart Hauptmann und Liliencron zu den angesehensten und erfolgreichstenVertretern der reaiistischen Schule gehôrt.
Max Halbe, ein feiner lyrischer Stimmungskûnstler, der teils in Berlin, teils in der Schweiz lebte und seither in Miinchen seinen Wohnsitz genommen hat, erregte mit seinem 1893 erschienenen Schauspiel „Jugend" grosses Aufsehen, so dass wer seine Individualitàt kannte, noch weitere tiichtige Leistung von ihm zu erwarten berechtigt war, Aber auch sehr trûbe Erfahrungen hat înzwischen Halbe als Dramatiker gemacht, denn sein Scherzspiel ,,Der Amerikafahrer" wie auch seine Komôdie ,,Lebenswende" hatten Misserfolge und sein Trauerspiel ,, Der Eroberer ", wie sein allerneuestes Werk ,, Das tausendjâhrige Reich" fanden keinen Anklang und wurden aus dem Répertoire gestrichen. Wahrhaft tragisch, sagt Paul Lindenberg in seinem „ Berliner Stimmun'gsbild " ist das Schicksal dièses sonst so sympathischen Dichters, der so viel Bitteres schon erfahren in seinem Ringen um den den Erfolg krônenden Lorbeer und trotz emsigen Schaffens und Ringens immer vergeblich und vergeblich nach dem Lorbeer greift. Um so erfreulicher und eine gewisse Genugthuung ist es fur ihn und seine Anhànger, dass er mil seinem Drama „Mutter Erde", das iibrigens schon ùber zahlreiche Biihnen seinen Weg genommen, immer mehr zur Geltung kommt und sein Verdienst damit voll anerkannt ist.
Es tritt aber auch das Drama ,,Mutter Erde" unter den modernen deutschen Theaterstiicken realistisch naturalistischer Tendenz an und fiir sich schon gûnstig in den Vordergrund, da es mit seiner natui^alistischen Denkweise durchaus in gemâssigten Grenzen bleibt und nicht so fanatisch, wie es mchr oder weniger in den Schôpfungen eines Sudermann, Gerhart Hauptmann oder Ibsen und anderer der Fall ist, auf die Nachtseiten der menschlichen Natur und Gesellschaft eingeht oder der
unheimlichen Naturwahrheit gar zu freien Spieiraum lâsst, wo ofl Alkoholismus wie Ehebruch schlimmster Art Trumpf sind.
Eine tiefernste Moral liegl Halbes Drama zu Grande, die âhnlich wie in Goethes „ Wahlverwandtschaften " mit Bezug auf die Ehe daliin durchgefûhrl ist, ,,dass des Lebcns Gli'ick zerstôrl wird, sobald sich die sittlichen Bande der Ehe iôsen, und die Ehe nur dann eine gliickliche und wahre ist, wenn sich mit natùrlicher Liebe sittliche Achtung verbindet. Wo aber die erslere fehlt, ruft das Erscheinen der wahlverwandten Natur einen Kampf hervor zwischen der mâchtigen Nalurgewalt und der Heiligkeit des Sittengesetzes."
Auch in Halbes Drama „Mutter Erde", wo die Wahlverwandten Paul und Antoinette es nicht vermôgen, durch Entsagung îiber Naturgewalt und Leidenschaft zu siegen, den Stimmungen des Augenblickes zu widerstehen und ihre Pflicht im Auge zu behalten, kommt es zum Ausdruck, dass sie das Gluck des Lebens zerstôren und nur mit dem Tode das verletzte Sittengesetz sùhnen, denn, wie es in Goethes Wilhelm Meisters Lehrjahren heisst, „Alle Schuld râcht sich auf Erden" „ Aile Schuld râcht sich auf Erden".
Scharfe psychologische Zergliederung zeigt sich in der ganzen Entwicklung des Dramas, Feinheit der Characterzeichnung und treffliche Beobachtung des Wirklichen bei wohlgelungener Kleinmalerei (z. B. das Anziinden des alten Familienstucks, des Kronleuchters durch das treue Haustantchen, das gemeinsame Frûhstiick, und ganz besonders der Leichenschmauss auf Ellernhof).
Aus dem ganz gewôhnlichen Sloffe eines Durchschnittsromanes hat Halbe es verstanden, ein intéressantes Drama zu schaffen, dessen Gestalten mit plastischer Kraft hervortreten. Ailes weist darin, wie bei Sudermann auf Stolfe der Gegcnwart und auf Selbstgeschautes^ und Halbe verstand es mit glûcklichem Grilf von Anfang bis zum Schluss die Phantasie des Hôrers und Zuschauers in die Handlung seines Stûckes zu versetzen und dasselbe mit spannender Lebcndigkeit bei trefllichem Aufbau der Einzelscenen durchzufùhren.
So ist Max Halbe ein Dramatiker mit voiler dichterischer und moderner Individualitât, von ganzer Tiefe der Empiindung, der wohl wie jeder unserer heutigen Dichter, deren Schôpfungen lângst mit vollem Erfolg gekrônt wurden, wenn sie auch niclit ein mal aile so wertig sind, wie Halbes Drama „ Mutter Erde " fur sein Ringen und* Schaffen als wûrdig des Lorbeers erachtet werden darf.
Der Titel „ Mutter Erde'* birgt einen Doppelsinn in sich, indem der starke Einfluss der Heimat auf das Seelenleben des Menschen im Stùcke dargethan werden soll und der Schluss hindeutet auf die Erlôsung aus allem Leid und einé ewige Ruhe in der Erde Schoss.
Der Inhalt des fûnfactigen Dramas ist folgender :
Paul Warkentin, Herausgeber einer Frauenzeitung lebt in ungliicklicher Ehe mit einer geistvoUen aber hôchst emancipirten, kaltherzigen Universitâtsprofessors'tochter Hella, deren eigenartiges, selbstbewusstes Wesen den unreifen Mann als Sludenlen gefangen genommen hat und die ihm nur „ein Kamerad" in seinem literarischen Berufe ist, aber dem liebesbediirftigen und gemùtvollen Manne das erwartete Lebensglûck nicht bringt. Dièses Lebensglûck bleibt aber darum schon ganz aus, weil auf Hellas Anlass ein Hausfreund, Dr. von Glyszinski, der sich die
Liebe Hellas zu erschleichen bemûht, ganz in die Familie aufgenômmen wird, und gewissermassen zwischen die Ehegatten tritt. Zehn Jahre sind verflossen, als Paul mil Frau und Hausfreund auf den Ellernhof, seine Heimat, kommt, um den Besitzer desselben, seinen Vater zu Grabe zu tragen. Tieferschùttert und ohne irgend eine Irôstende Teiinahme seitens seiner Frau, die ihm nur widerwillig in sein Valerhaus gefolgt war, da der Tôle zwischen ihnen slehe, weilt er an der Bahre des Vaters, der ihn einst verslossen, weil er gegen dessen Willen seine Jugendliebe Antoinetle um Hellas willen aufgegeben und verlassen halle. Hier , bei der Berûhrung mil Mutler Erde, und an der Brust des allen Ireuen Tanlchens Klârchen empfindet Paul erst recht, dass seine Frau ihn ,,zum Belller gemacht''^ sein „Leben ihm geslohlen*' habe. Ailes heimell ihn Iraundlich an und erinnert ihn an seine gliickliche Jugend, und seine von dem Tanlchen wachgerufene aile Liebe zur echt weiblichen und zarlfiïhlenden Jugendfreundin , zur Anloinelle, erstehet wieder in ihm und lodert zur màchtigen Leidenschaft, als letztere mil ihrem Gallen, Gulsbesitzer von Laskowski, einem gefùhlsrohen Lebemann, und Genussmenschen , den sie „aus Verz weiflung " ûber Pauls einstige Nichtbeachtung ihrer heissen Liebe geheiralel halle, zum Condolenzbesuche aus der Nachbarschafl komml.
Dias zweideulige Benehmen des ,,Hausfreundes" mit Pauls Frau, deren Weigerung, mit ihm nun ganz auf dem Ellernhof zu bleiben, ihr starrer Hochmul und ihre gesleigerte Lieblosigkeit slossen nun Paul ganz von seiner Frau ab, so dass er sich Anloinelten, als er bei einem augenblicklichen Alleinsein unter gegenseitiger Schilderung ihres seitherigen Geschicks entnimml, wie sie ihm in ihrer unglùcklichen Ehe immer noch heisse Liebe bewahrt liai, ganz zukehrl.
Beim Leichenschmause, dem Hella aus Trotz hochmiitig fernbleibt, finden sich Paul und Anloinelle als Gaslgeber und Tischnachbarin zusammen, und wàhrend aile ùbrigen Anwesenden luslig Irinken und zechen, da bricht nun die gegenseitig bis dahin verhallene heisse Liebe und Leidenschafl hervor und in sliirmischen Umarmungen schwôren sie sich, einander in wenigen Tagen fur immer anzugeliôren. Hella war dieser Vorgang nicht fremd geblieben und es regl sich der beleidigle Slolz der Frau, die nun auch nebsl Anloinelle um den Mann kâmpfl, indem sie erklârl, bei ihm auf Ellernhof bleiben zu wollen. Paul weist sie jelzl energisch zuriïck,denn sie habe seine Liche fur immer verloren. Da nun Anloinelle nichl den Mul lindel, dem Hohne Hellas und aller Welt Trolz zu bielen und als „ fortgelaufene Frau" mil dem ,,davongelaufenen Mann " zusammenzuleben, da verzweifeln beide an ihrem ferneren Lebensgliick und Paul leill, obwohl zunàchsl mil Widerslreben, gegen das feige Millel, den Enlschluss Anloinetlens, in den Tod zu gehen.
„AufsPferd", „Aufs Pferd" hinaus „ zu Mu lier Erde" mil diesem Rufe slûrzen beide hinaus in die Winterlandschafl, um ûber den leicht gefrorenen Sce in den Tod zu galoppiren.
Professeur Uhland, Stuttgart.
VABTA
ALBERT TRAEGER
Le 20 février dernier, M. Marc Legrand faisait à la Bodinière, devant un public nombreux et choisi, une conférence avec auditions musicales, sur les poèmes d'amour de quelques poètes étrangers passés ou contemporains. L'Italie était représentée par Pétrarque, le Portugal par Garrett, la Suède par Oscar Levertin et Birger Môner, TAUemagne par Traeger et Baumbach, la Norwège par Bjôrnson, la Pologne par Mickiewicz et Tetmayer, la Bohême enfin par quelques-unes de ses chansons populaires. Le titre de la conférence était Au Pays du Tendre.
Voici, pour les lecteurs de notre Revue, quelques notes sur Traeger et la traduction inédite d'un de ses poèmes qu'a lue M. Marc Legrand.
« Albert Traeger est né à Augsbourg et a étudié le droit à Naumbourg. Il a aujourd'hui dépassé la soixantaine. Ses premières poésies parurent à Leipzig dans Die Gartenlaube, Il a écrit beaucoup de chansons politiques. Mais par un côté de son talent, il s'apparente à Henri Heine. Avocat pendant huit ans à Nordhausen, il s'est depuis dix ans établi à Berlin, où il est réputé comme homme politique, orateur de valeur, causeur plein de verve. Il aime et connaît beaucoup la littérature française. Il a été marié deux fois et a divorcé avec sa seconde femme qui habite actuellement Paris. Nous intitulerons la poésie suivante : Soif d'amour.
« Des milliers de petites fleurs
Meurent de soif dans la prairie.
Le ciel n'y verse pas ses pleurs :
Nul ne voit leurs couleurs flétries.
« Bien des cœurs souffrent ici-bas Par besoin d'amour et périssent.
Seuls au monde, ils ne trouvent pas D'affection qui les nourrisse.
a Si, sur ton chemin, une fleur Se fane, penche-toi vers elle !
Si d'amour se consume un cœur.
Aime-le d'amour mutuelle ! »
Marc Legrand.