‹ Terrain jurassique de MoscouChapitre 209 sur 211 · Weisser Jurakalk · texte numérisé non relu

Weisser Jurakalk

- 311. Oolt mit Avicula clavata, Gid. coronarius, T. ornihocephala, pectenculoides, Exogyna sp. u. d.

390’. Weisser mergliger Kalkstein.

400’. Oolit mit Cid. coronarius, P. cmgulatus.

406. Weisser Mergel; 423. Kalkstein, 4824 Oolit; 490. Kalkstein; 506. Oolit; 515’ weisser Kalkstein; 549. Oolit; 553! hellgrauer Mergel; 556! grauer Thon ; 602’ grauer Oolit; 605!weisser Kalkstein; 608! Oolt;615/.

Mergliger Kalkstein; 627. Oolit; 629! grauer Thon; 646 grauer Oolit; 652! weisser Kalkstein; 664 grauer Oolit: 667’ weisser Kalkstem; 715’ grauer Ooht; 718’ weisser Kalkstein ; 735’ grauer Oolit; 754 weisser Kalkstein ; 797! weisser Oolit; 759’ weisser Kalkstein ; 764’ grauer Oolit ; 800’ Kalksteim; 805’ Oolit ; 512! Kalkstein ; 817’ Oolt ; 895’ Kalkstein ; 905’ Oolit; 916! Kalkstein ; 961’ Oolit; 970’ Kalkstein ; 1041’ Oolit.

Die angehäufien Versteinerungen im Oolit haben einen eigenthumlichen Charakter in der Grôsse. Die Stacheln des GC. coronarius sind gewôhnlich sehr gross, dagegen alle Terebrateln in einem zwerghaften Zustande.

Eine einzige Ausnahme fand ich nur an emem Exemplare der T. biplicata , die em Zoll lang war. Näheres uber die ‘Tiefe ihres Vorkommen’s war nicht angemerkt. k

Wenn die Angeführien genau diesen Kalkstein als Coralrag caracterisiren , so ist er von gleichem Kalksteine von Krakau und der schwäbischen Alpen dadurch unterschieden, dass in den lezi genannten Puncten kein Oolit, mit derbem Kalksteme wechsellagert. In der Gegend von Malogoszez, Korytica bildet remer Oolt das obere Glied. Bei Ciechocimek sind entweder beide Gleder verknüpit oder es ist em Mitielghied der beïden, carakterisirt durch den Mangel an Ammoniten.

. Das dolomiische Glied fängt erst in der Tiefe von 1041! an; es ist ausgezeichnet feinkôrniger Dolomit, von heller, weingeiber Farbe ; in ihren unteren Theilen wird er dunkelbraun oder grau, was hauptsächlich von einer Beimengung von Thon herrührt, der sich

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auch in schmalen Lagern ausscheidet. Zwischen dem festen kürnigen Gesteine finden sich loose Lager, die aus feinen angehäuften Kôrnern von Dolomit bestehen, und grosse Aehnlichkeit mit dem Quarzsan- | de haben, wofur sie auch genommen und Kur- | zawka benannt wurden. Die einzelnen Schichten dieser Abtheilung ruhen auf emander in folgender Ordnung: Zwischen 1041—1347 wechsellagert wemgelber fester kôrniger Dolomit, mit der loosen sandähnlichen Variëétät. Zwischen 1347—1360 hat sich abgela- Sert grauer Thon mit erbsengrossen Kôrnern von Schwefelkies, grünem, erdigen Ghlorit und Bruchstucken von Ammoniten init deutlichen Loben. Zwischen 1360— 1366 findet sich eine Bank von Sand. Bis 1406 folst brauner Mergel, in dem sich Dolomit in dunnen Lagen ausscheidet. Tiefer findet sich gewôbnlicher Quarzsand, der mit Säuren etwas aufbrausst.

Ob der Dolomit von Ciechocmek dem Coralrag angehôrt dazu sind keine Beweise vorhanden ; die emgeschlossenen Petrefaciten sind nicht so erhalten , dass man zu gegrüundeten Schlüssen berechtigtet ware.

In die geognostische Karte von Deutschland, Frankreich u. s. w. von Dechen ist em Fehler eingeschlichen ; bei Ciechocinek ist nämlich eime kleine Kreïide-[nsel angegeben ; es ist aber der eben beschriebene Jurakalk. Diese Angabe wiederholt Murchison auf seiner Karte vom europaïschen Russland. Zwar wird der Jura bis Ciechocmek angegeben ; die Kreide-Insel aber auf das rechte Ufer verlet, von der keine Spur in der Gegend sich befindet.

Schliesslich will ich Einiges bemerken über die Zunahme des Salzgehaltes der Quelle im Bohrloche von Ciechocinek, und über das Steigen seiner Temperatur in der Tiefe. Die Salzquellen von Ciechocinek enthalten gewôhnlich 3*/, Procent von Kochsalz. In der Tiefe vergrôsserte sich der Salzgehalt, und sueg in folsendem Verhältmisse ; bei 489 haute das Wasser 4 pr. beiläufig 100’ uefer, bei 580’ war er 5 pr.; Weiter vergrôsserte er sich und verminderte bis 968’, wo er 7 pr. enthielt ; jedoch üefer fiel er wieder auf 5 und 5'/

pr. und blieb so constant bis zur grôssten Tiefe. Als man einige Tage hindurch in meiner Gegenwart aus der Quelle geschôpft hat, blieb der zulezt angegebene Salzgehalt unverändert.

Die Temperatur des Wassers während der Arbeit des Bohrloches wurde sorgfältig gemessen, mit einem gut eimgerichteten ‘Thermometer von Herrn Bochnert, bis zur Tiefe von 896. Die Temperatur erhôhte sich in folsender Weise. In der Tiefe von Be vanisie 7777 08° 29090 1087 2907172 AD + 137, ; 890 + 12'7,e.

Als ich die Quelle untersuchte , nachdem von ihr emige Tage geschôpft wurde, zeigte sie + 13° R oder + 17,05 CG. Die Ursache des Vermindern's des Salzgehaltes, so wie auch der Temperatur rührt vom Zudrang der oberirdischen Gewässer.

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