‹ C.F. Meyer; sa vie, son œuvreChapitre 169 sur 177 · Grllsse · texte numérisé non relu

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Cette lettre avec son acuité d'analyse est le meilleur commentaire qui existe de l'œuvre complexe qu"est le « Heilige ». Voir cependant encore au point de vue psychologique:

Br. II. 6;, 7.5, ;6.

Brlef.vechset Meyer-François, p. 2 (Meyer à Louise, v. Fr. avril 1881) : l''i Ht-ilige ist absichtlich mehrdeutig ».

P. 3 (lettre de Louise v. Fr. à Meyer mai 18S1). Fragwtlrdig kônnte mir allenfalls nur in lhrem Heiligen geblieben sein die Sucht der Unterordnung unter einen Hôheren, die Sie — vielleicht historisch symbolisch — aus seiner morgenlandischen Abstammung ableiten und die iin Wandel seiner Doppelnatar /.uni Médium heimlicher Rache, wenn nicht eingeborener Herrschsucht wird.

P. 7, mai 1881, Louise v. Fr. à Meyer à propos de Becket : « Idealismus bis «or Ascète, Rachsucht und Herrschsucht vertragen sich als treibende Krafte gar wohl ».

P. 18, septembre 1881 de la même au même : « Der Gontrast zwischen Jenatsch und Rohan ist unvergleichlich ; ausser etwa dem des Becket und Heinrich Aber das Motiv des Heiligen, die Tife des Problems, sein weltumfassender Horizont machen mir dièse Dichtung doch zur grôsseren. Ich kenne keinen lustorischen Roman, den ich ihm an die Seite stellen môchte; lângst, langsf nicht die Promessi sposi und ici muss mir beim Wiederlesen ordentlich M il h t geben, nach Weiberart etwas zum Makeln daran zu finden. Mit den indirckten Vortrag bin ich bereits ausgesôhnt Wer bôrte denn nicht auch aus dem vermittelten Wort, dass der Mann, welcher sich selbst fiir den klttgslen seiBOT Zeit hait, in der ergabensten Liebe das Médium erkennt zur Befriedigui .

APPENDICE CRITIQUE ',<)'

tiefsten Hasses und der unfassendsten Berrschsucbl and dass ersl dieseï II jene gottliche Liebe in ilmi /.uni Durchbruch bringt. (Jnd dann wiedei Gegenspiel von Herrschsucht und Unterwurfigkeit. Ja, [a Sie BÏnd <in Meister des Contraste. \Yo haben Sie so tief in die Seelen zu blicken gelernt .' W'o bae es Shakespeare gelernt ? ».

Conversation avec Kôgel : « Ich habe den Heiligen fast unbewusBt, besessen, im Rausch geschrieben weil ich ihn Ios werden musste, Er lag m i ■■ quâlénd anf der Brust wie ein Alp. Solche dunkeln Figuren sind uns ja willkommen, wa die Motive in der Geschichte nicht klargelegl sind, und <1 <-i- Dichter I reiheil hat Liicken auszufilllen. Der geschichtliche Becket wird doch wohl, meine ich, sich so verhalten haben, einmal weil ihn docb vielleicht, als er Erzbischof wurde, die ungeheure Macht der katbolischen Kircbe (lbermannte, ïweitens weil dies der AVeg war seine Rache an ELônig zu befriedigen. A ber icb mussle ihn so schreiben, wie ich es gethan harbe. Dièse Figur batte m ich so gefasst. — Ich bin eigentlich erstaunt dass dies schwere Rutsel schon die neunte Auflage hat. »

Dans un billet à Haussleitcr, professeur à Greifswald, Meyer insiste

gaiement sur le caractère de spontanéité, d inconscience, de « nécessité- »

vec lequel fut composé son œuvre. « Ich habe diesen Charakter wirklicb

pichl gemacht, sondern er ist mir — in ungewôhnlichem .Masse — ers-

çhienen «(Langmesser, p. 3i5).

j Le subjeciivisme de la physionomie de Becket transparaît déjà derrière jces lignes ; il s éclaire encore à la lumière de celles qui suivent : « Ich Igebe die Novelle ungern aus den llanden, weil sie mir durcb die mehr psychische als geistige Anstrengung, die sie mir gekostet hat,... lieb geworden ist. » ^Billet à Rodenberg. Langmesser, p. 10G.) Voir lettre à Louise v. François 1882. Briefw . p. i<S :

« Im Heiligen... ist in den verschiedensten Verkleidungen weil br von mir,

meinen wahreri Leiden und Leidenschaften als in meiner Lyrik ».

Ad. Frey écrit de Meyer :

« Leidenschaftslosigkeit war ein Grundzug seines \Vesens. ich sah ihm niemals zornig und vermochtemir ihn auch nur schwer so zu denken. Dass er mit der Waffe oder mit geballten Ftiusten einem Widerfacber hatte gegenUber treten kônnen, mit flammenden Augen und aifernden Worten. eine solche Vorstel lung ist mir unmôglich. und sicher geschah es auch niemals, so wenig als er sich vielleicht zu einem leidenschaftlichen Schritt hinreissen liess ».

Cf. Meyer écrivant de Becket :

' « Eines aber, inein*ich. mangelte dem Kanzler : das Ungestum und die Scharfe eines mànnlichen Blutes » (Heilige, p. 5a).

; La délicatesse, un certain manque de virilité est le (rail général des figures dans lesquelles Meyer a mis le plus de lui-même. [Voir Pfannen»-

iel, Julien et jusqu'à un certain point Rohan et Pescara.)

Erwin Kalischer C.-F. Meyer in seinem Verhàltnis zur italienischen Renaissance. Berlin 1907, p. 22 a parfaitement note le subjectivisme pro-

ond de la ligure de Becket.

B. — Problème religieux

Conflit de l'Eglise et de l'Etat. Christianisme el puissance temporaire

.',y', C.-F. MEYER

sont deux adversaires irréconciliables ; l'idée chrétienne sape et mine l'idée

d'Etat. Voir les passages suivants extraits de la nouvelle...

« Thomas — unterwithle das l'un h mit einem heimlicfe brûtenden frommei Aufruhr der Seelen, gpfàhrlicher als ein offener und kïperlicher, weil er aie! nicht mit YYaffen niederwerfen lasse » et « Du stiller, langsam grabendei Mann! Du duldest wie dein Meister und làssest dich tôten wie er. Du glaubsl der Liebe zu dienen. aber der Hass ist der màehtigere und dein Tod, wie dei deines Gottes. ist die Yerdamnnis der Menschen ! » (apostrophe de Bertran il. Born à Becket).

Le contlit entre l'Eglise et l'Etat s'élargit; il devient le conflit entre le Christianisme et la Vie. Le chrétien n'a qu'à être lui-même pour être l'ennemi des hommes. Rappelons-nous les termes de la grande lettre à Lingg citée plus haut :

„ Er — Thomas — braucht nur ein wahrer Bischof zu sein ».

Le christianisme est par sa nature même, le plus puissant des dissolvant* de la Vie.

Sur le conflit entre l'Eglise et l'Etat comme idée essentielle de l'œuvre, voir :

Br. 11, p. 98 et 99 (à Haessel, mai 18S0) « Nicht so fast den in Thomas von Canterbury une) Heinrich II von England verkôrperten historiseben Gegeiaah von Slaat und Kirche schildert sic, — la nouvelle — sondern der Dichter hal von dem orientalischen Ursprung des Thcinas Beckrl Anlass genoinmen, demselben einen ganz eigëntûmlichen modernen Character zu geben, '1er mit dem mittelalterlich gewallthatigen des Konigs notwendig in Kampf geraten uni" Diezer mit den ungleichartipsten Waffen bis zu gegenseitiger Vernichts fUhrte Kampf in allen seinen Stadien ist der Gegenstand der Novelle.

Br. 11. 233 (a Calmberg. avril 1879.) " ' rotz llon"ral' UIU' Ehre kann ich mich, mehr noch Ubrigens aus innern die Composition selbst {Bischof und A betrefienden als aus âusseran Grilnden nicht entschliessen die Novelle in die Rundschau zu geben ».

Br. II. '>') i (à Herm. Friedrichs) « Die Légende zeigt uns den geistig bedeulenden. aber durehaus gefiigigen Kanzler eînes mittelalterlichen Despolen, der, von diescm aus politischen Griinden zuin Primas erhoben. sich plotzlicb, ohne àusseren Anlass, sobald er das geistliche Gewand angezogen bat. gegi neti eli-maligen Herrn wendet und von einem V'erteidiger der Staatsmacht zu einem leidenschaftlichen Anhànger der Kirche, ja zum Màrtyrer wird. Diesen seltsamen Vorgang, der in «1er Légende einfach eine Verherrlichung dei magischen Macht der Kirche ist, menschlich zu rnotiviren war die Aufgabe des Dichters. Er lasst nun den naïv aufgefassten gewaltthàtigen Kônig Betnrich II von England) einen durehaus unsUhnbaren Frevel an seinein Kanzler Thomas Beckel begehen. Dieser, eine geistig ùberlegene, fast modem humane, aber der Roheit des Mittelallei s gegeniiber werhtose Xalur. bedienl suit, ohne glàubig zu .'■ein — die Légende und der Dichter geben ihm orientali Blut — i/er Kirche ah einer Waffe, uni die ihm sonst unmoglicbe, aber duroh die Schwere des an ihin begangenem Frevels notwendig geforderte lia» lie vollziehen zu kônnen. Inwiefern dièse eîne beabsichtigte oder eine dureb di kettungder Umstânde herbeigefuhrtc ist, dartlber kann <la> Gefuhl • !'•- i schwanken. Wie im Hamlet wird hier eine mittelaterliche Geschichte vi tigl und ein mittelallerlicher Charakter vertieft und verfeinert ».

Sur l'incrédulité de Beckel même après la » conversion « dans la nouvelle de Me> er voir :

M'TKNDICE CRITIQ1 I ,.,",

Lettre à Rodeuberg (mai 1879, Langmesser, p. 106) :

« leh glaubte su viel hineingelegt, daa Mittelalter ao f.in and grûndlicb oottet und in Becket einen neuen Charakter gezeichnet bu bobeti .

et l'histoire do la Schwarze Mary (Heilige, p. 55 ainsi que des pass

comme les suivants :

« Er ist cin unglàubiger Philosoph und verkappter Sarazen 0 (discours .lu roi Henri à Ilans au sujet de Thomas Heilige, [>. io5

Becket devant le crucifix. :

g liniing und schmerzvoll sprach er zu dent stillen Gegreuuigten, ah. m- lasterlicb und wie zu Seinesgleichen, so sobien niir n (Heilige, p. 110]

« lob bin ein Diener und Bruder des Nazareners » (Heilige, p. 190).

WCil ich die Scelen beherrsche, so fûrchte ich micb nicht vor den Scbwerten deiner Normannen. Ich bin in diesen Tagen des blinden Zornes und der plumpen List noch immer der Klngste der Slerbiichen » (Heilige, p. 189).

« Raehsùchliger Heide » c'est ainsi que le roi Henri appellera le Primat. [Heilige, p. 192.)

Môme après sa mort, Becket reste une ligure ironique et énigmatique :

« Herr Thomas aber auf seinem Grabsteine lachelto « [Heilige, p. 221).

Par un raffinement d'ironie, Meyer a prêté au libre-penseur qu'est Becket, en plus d'un passage, le geste et la parole de Jésus. Voir les pages, échus de la Cèue et de la Passion du Christ, oii nous est contée la mort du Primat :

« Der Primas hielt Tafel unter vielen Clerikern und dienenden Brudera... Er selbst beriihrte keinen Bissen sondern hielt das geisterhafte Haupt mit geschlossenen Àugen zuriickgelehnt... Herr Thomas regte sich nicht <• Es isl genug » sagte er ruhig... Dann sprach er « Gib mir den Kelcb » und der junge Kleriker an den er sich wandte, t-in blondlockiger Knabe in weissem faltigen Gewand, reichte ibm eine mit Wasser geftlllte kristallene Scbale die er langsam au<schlurfte... « Gottes einiger Rathschluss erfUlle sich an mir Da wandte sich plotzlich Herr Thomas gegen micb : a Hebe dit-h von Iiinnen, du Schalk und boser Knecht, demi du bist mir argerlich », etc.. etc.

Avec le spiritualisme libre-penseur de Becket contraste le catholicisme massif, naïf et bien du moyen âge du roi Henri et de llans l'arbalétrier. Mevr saisit l'occasion pour ridiculiser — indirectement — le catholicisme Voir la conception que le roi Henri se fait des évangiles :

« Bei wen willst du dicb erkundigen, Thomas ?. lachte der Kônig

« In den Evangelien » iliisterle Herr Thomas, bei Ihm, an dem keinc Ungerech-

tigkeit er funden wurde. »

« So spriebt kein Bischof ! rief Herr Heinrich in ehrlicber Entrtlstnng, soredél

nur ein boser Ketzer! Das hochheilige Evangelienbnch gehorl auf eine per-

lengestickte Altardecke und hat nichts zu thun mit dem Weltwesen und der

Wirklicbkeit der Dinge. » (Heilige, p. i53).

Voir encore :

In der Stadt Rouen hielt sich Herr Heinrich bis zur Weihnacht die nicht finie

/,ç)6 C.-F. MEYER

war in guter Zueht und christlicher Zerknirschung hôrte fleissig die Messe und tbat sich wehe mit Fasten und jeglicher Enthaltsamkeit ; denn er war gesonnen. am Morgen des theuern Festes das hochheilige Brod zu essen. Sn that er auch mit Andacht und Freude. Dnnn setzte er sich mit seinem adeligen Gesinde an die reich beladene Tafel um seinen kasteiten Magen zu ergôtzen... (Heilige, p. 196).

L'ironie au sujet de la confession dans le dogme catholique apparaît dans les lignes suivantes (c'est Hans qui parle) :

« Ich àber glaubte ihm — le philosophe Sarasin — nicht und berief mich auf die Gewitterfluth der Reue, wann ich meine Stlnde wollbracht hatte ».

Voir encore le passage où Hans prend un lupanar de Strasbourg pour le couvent où sa pieuse cousine Willibirg était morte en odeur de sainteté (Heilige, p. 23-24).

Le thème naturiste, le thème de la sécularisation cher à la pens. Meyer apparaît dans les premières pages de la ^Nouvelle qui nous montmii Hans moine au cloître de Allerheiligen s'évadant un beau jour par dessus le mur de clôture du couvent...

« So wurde ich unverhofft geistlich und... Mônch. In Alledem hatte ich aufrichtig gehandelt und war kein Falsch an mir gewesen ; aber ich taugte scblecbt zum Mônche und hatte den Wuchs meiner Tvalur und das Erdreich ihrea Gedeibens nicht vorausgekannt. Missversteht mich nicht. Herr ! Nichl silndige Blut unserer Stammellern allein meine ich, sondern mehr noch den zilndenden Funken, der aus der Schôplerhand Gottvaters in den Thon, aot welchem ich geformt bin, heritbergesi)rungen ist, das ist : Kraft. Verstand, Unternehmung. Baukunst und Wanderlust. Aber von menschlicher Kunst und Wissenschaft war zu Allerheiligen Nichts zu lernen.

Hans après son évasion du cloître :

« Ich war schon unterwergs wie berauscht von dem Odem der Erde und der Lust meine Glieder zu brauchen. » (Heilige, p. 20-21.)

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