C. — La technique
C'est la première œuvre dans laquelle Meyer use de la narration encadrée. Sur ce sujet voir :
Wtlst. Op. cit., qui fait bien ressortir la différence entre la conception de la
Rahmenerzàhlung chez Meyer et chez Keller. Baechtold. Neue Ziircher Zeitung, 1SS0, n° 12. Hans Bracher. Op. cit.
et surtout la correspondance on Meyer expose, dans la plus lucide brièveté, les raisons qui lui firent adopter cette technique :
Br. [1,99 '' Haessel, mai 1880) : « Der idyllische Rahraen — ein aller I Heinrichs II erzâhlt das Miterlebte einem Chorherrn seinem Gastfreunde — und der episch ruhige Styl mildern die Tragik dièses verzweifelten Ring
Br. II, ;,; .1 Bettj Paoli, avril 1880)... 0 Ich kann es nicht unterlassen, Ihneu in Kiirze zu sagen was dur oh die Einrahmung der Novelle wie mir scheint, gewonnen wurde, freilicb um den Preis der Unwabrscheinlichkeit einer i Stunden langen Sitzung, obwohl sich sagen lusst. dass zwei Alte lang« beim Wein sitzen kiinnen.
APPENDICE CRITIOI i:
i» Ein idyllischer Rahmen iH i- eine harte and grausame Geschichte.
■2° Energische Ingabe des Kosttlms durch ein Lebendiges Stuck Miltelalter, icfa
meine dcn Armbruster mil seinem Vorleben I seinen Raisonnements.
3° Schiebung der von mir an der Geschichte verUbten I pevel anl das schwacbe
Gedâchtnis eines alten Mannes.
4» Die Hauplsache : Beglaubigung durch einen lugenzeugen des rein aus mei-
nem Gemiite gehobenen und in der Wirklichkeil schwer ein Lnalogon Snden-
den Charakters des Heiligen. »
Louise v. François regrettait l'emploi de [a narration indirecte.
« Vielleicht wiirde es die dramatische Wirksamkeil noeb erbhôl haben, wenn Sie uns das S j > i < • 1 dieser Triebkrâfte anmittelbar zur V.nschauung gebrachl hâtten anstatt die Lôsung der Problème, vrelche ein erzahlendes Médium allemal bedingt der Intuition <iis Lesers zu Uberlassen. Sie sagen dass dièse Mehrdeutigkelt Ihre Absicht gewesen sei. Ob Sic aber kunstlerisch vôllig Recht darnit haben? [ch, fttr mein Theil, so tiel micb Ihr Thomas gepackt, wilnsche doch dass Ihre Toggenburg Geschichte — le plan du Dynasl •< — uns durch keinen anderen Mittelsmann aïs dcn allwissenden Dichter \ tragen werde ».
Au contraire Jos. Vicl Widmann approuvait le choix du cadre il louait l'habileté du romancier dans l'emploi de. cette technique.
« Ich bewundere besonders die hohe Kunst. die so glûcklich die Bilder der Vergangenheit in eine entsprechende Gegenwart die BehaglicUkeit ausstrômt, hineingezeiehnet hat. Armbruster und der Chorherr in ihrem eretâfelten Gemaehe am Kaminfeuerer am rauhen Wintertag sind eine so glucklichs gegenwàrtige Szene wie die Phàaken der Odyssée denen die Abenteuer vom 1 1 < • 1 den selber erzâhlt werden. In anderen Dichtungen geschieht es zuweilen, dass man eine solche dialogisehe Einfassung als etwas Gezwungenes empfindet, sich gestôrt filhlt, wenn man plôtzlich wieder beim Lesen der llau|itbegebenheit erinnert wird an die Personen, welche dièse Geschichte einander erzâhlen. In Ihrem Werke sind dièse Momente, wo man plôtzlich wieder aus England filr einen Augenblick in die Ztlrcher Chorherrenstube versetzt wird. im Gegenteil ein Schmuck der Dichtung und immer trefflicb motiviert. (Langmesser, p. 329).
Erwin Kalischer (C.-F. Meyer in seinem Verhàltnis zur italien Renaissance, Berlin, 1907, p. 180) voit dans le niveau «le culture du narrateur l'arbalétrier Haus — une heureuse condition pour l'exposition de la matérialité des faits mais un obstacle au « rendu » de certaines nuances psychologiques.. .
« Die innere Form die dadureh gewonnen wird lic^t in der Brechung die die Erzahlung erlahrt, indem sie durch das Médium eines vorgeschobenen Erzâhlers hindurchgeht, und das Wesen dieser Brechung ist eben, das-; sich 11 un die Fabel notwendig aus den in die Sichtbarkéit und Uôrbarkeii qelretcnen Zugen aufbaut. Bei dieser Technik stellt sich eine gewisse Dunkelheit ein, sobald es sich um komplizierte Vorgànge des Gefiihh handelt.
Sur la conscience minutieuse avec laquelle fui bâtie celle Nouvelle, danses moindres détails, voir :
Br. I. 248 (à Rahn, professeur d'histoire de l'Art à l'Université de Zurich, mai 1879) : Lieber Freund ! Ich bitte freundlich um die Beantwortung einer Frage : was ist der mittelalterliche Ausdruck ftlr un-. 1 . - -, blâgl die Stunde? » In der Sandurh rann der Sand in der Frist einer Stunde aus de m obern in das untere Glas. Drehten sich dann, naob dem Falle des letzten Sandkornes durch irgend eine mechanische Einrichtung die Glâser? Es wâre zu
D'IIahcouiit. j2.
4p8 C.-F. MEYER
lâstig, ja unmôglich gewesen, dass immer eine menschliche Hand bereit
war, um dièses zu verrichten.
Kann also statt « es schliigt die Stunde » gesagt werden : es drehte sich die Sanduhr? Dartiber weisst du gewiss Bescheid, je ausfilhrlicher desto besser. » Br. II, 92. « Icb erwarte tâ^lich Briefe von Heyse und Visrher in welcben viel-
leicht noch etwas leicht zu Retouchirendes berûbrt wird, und morgen kommt
der Kunsthistoriker Rahn zu mir der mir einige Bemerkungen die Dekoration
betreffend zu machen hat (à Haessel, janv. 1880), » Br. II. 92. « leh telegraphiere an Betsy das noch nicht zu senden, da mir eben
noch ein Paar wichtige Bemerkungen in dekorativer Hinsicht von Rahn und
Wyss gemacht wurden » (à Haessel, 23 janv. 1880). Br. II, 94. « lch hôre eben dass Yischer den Heiligen sehr goutirt, fur mich ein
grosses Geschenk m (à Haessel, 22 févr. 1880). Br. II, g5. « Lieber Freund, eben erhalte ich einen Brief von Dr. Roi bat. einem
vortrefflichen Reiter der die richtigc Kritik niacht (vid. Tofl Aschers, Bogen 6]
von einem sleigenden Pferde gleitend, gelange man sanft an die Erde
Thier miisse sich iiberschlagen Ich stelle es lhnen anheim, ob Sie die
besserte Lésait welche ich durch die Schwester, schleunigst scbicken werde,
fiir den definiliven Druck abwarten wollen oder nicht. Sie sehen, ich nehme
die Dinge lâsslich à Baessel. mars 1880). Br. II. gf> n Zuerst ersuche ich auf Bogon 9 uin 2 kleine Yerànderungcn. beààà
nicht unwichtig :
Statt ; er fuhr mit der Hand an die Stirne, als ob sie ihn schmerze. lies : er
l'uhr mit der Hand an die Stirn. als brenne ihn dort eine YVunde. Sie werden
zugebtn, das lautet besser » (à Haessel, 14 mars 1880).
EFFET PRODUIT PAR LE HEILIGE, SCANDALE, REPROCHE D IMMORALITE Voir :
Br. II, 97 là Haessel. avr. 1880) « Von Mutlosigkeit ist nicht die Rede : nur habe ich so viel Abgeschmacktes iiber den a Heiligen a hôren niiissen dass mir ganz elend davon ist. »
Br. II. 98 (à Haessel, mai 18S0) « Hier in Zurich findet man, der a Heilige » sei das àusserste was ein anstândiges, weibliches Wesen noch lesen kônne. »
Br. II, 98 (à Haessel, mai 1880) « Lieber Freund, eine umgehende Zeile : es ist mir wieder ganz leicht, seit sich die Frage tlber den Erfolg des Heiligen etwas lichtet und ich wenigstens weiss, woher das Interdict sich schreibt das auf. dein Btichlein zu lasten scheint. Hier wurde herumgesagt : Meyer bat ein Buch geschrieben, das kein weibliches Wesen in die Hand nehmen darf. Komischerweise hatte ich allerhand Skrupel ilber die composition dieaer Novelle, ohne auch nur mit dem leichtesten Gedanken diesen Vorwurf in Aussicbl /.u nehmen. »
Baechtuld (article cité) : 1 ... Als Beweggrund dient der Zug dass Heinrich an... einem Madchen von zarten Jahren — gefrevelt hat. Hier liegt etwas im Wege worttber sich der Léser nicht ohne Weiteres hinwegsetzen wird ».
Iiaecltiold (Gottfr. Kellers Leben. III. p. 438 lettre de Keller à Rodenbei^r : « Ferdinand Meyers llrili»cr ist doc h eine sebr schone ausgetiefte Arbeit. Wenn der Herr nicht immer unsichtbar ware, so wiirde ich ihm sagen mich einzig <la> anreife Aller der Kanzlerstochter als eine harte Stelle tôssig bertlhrt : sonst aber liest sich die Novelle wie Kuchen ».
Sur les |)oli'iniqnes provoquées encore tout récemment par« l'immoralité a et 1' « impiété » du Heilige, voir Karl Muth Veremundus) « Die V\"i< burt der Dichtung aus dem r<:ligiôseD Ërlebnis . Munich 1909, p. 11S. 128, et la disciissiiui entre Richard M. Merci- cl Hermann Herz dans la « Kôlniscbe. Volkszeitung . N°" \i et (S 1 7 octobre et 7 novembre 1907).
APPENDICE CRITIQUE
1881. PlautUS im Nonnenkloster. — La nouvelle paraîl dan* la
« Deutsche Rundschau » sous le titre « Das Brigittchen von Trogen Meyer avait d'abord pensé à lui donner comme nom a Eine Facétie des Poggio». Rodenberg dissuada Meyer de ce titre en donnanl comme raison que « la plupart des lecteurs ignoreraient Poggio et ses Facéties ». Le titre actuel ne fut donné à la nouvelle qu'au moment où elle parut en livre.