‹ C.F. Meyer; sa vie, son œuvreChapitre 173 sur 177 · C. l'eise, Op. cit., le fatalisme de la nouvelle · texte numérisé non relu

C. l'eise, Op. cit., le fatalisme de la nouvelle

APPENDICE CRITIQ1 l

wricfwechsel Meyer-Françbis, P. n6, Weyer à Louise, novembre [883 ■ . 1 ■ bin oeogierig, was Sie zu Novelle II sagen werden. Wieder ein Rabmen, Gn aber ein lebendiger : Dante, kein geririgerer, erzahll in Verond a m Uofe Can grandes, eine bewegliche Geschichte. »

P. 1 17, (Louise à Meyer, i883, après avoir In la première moitié de la nouvelle) : « Trotz wiederholten Lesens i-t der Eindruck -h ein Qockernder : das

Intéresse an dem Erzâhler verschlingl geradezu das an dem Belden, der l>i> jetzl

iin Grunde ein kiàglicher armer Teufel ist. Sein Schicksal — denn ..I Zwei-

fel las si er sich die Geliebte von deren tôlier Mutter aufnotigen, wie er Bich die Braut von seinem argen Vater aufluxen liess — erinneii an die Sage von dem ersten Entstehen der Guelfen-u. G'hibellinenfehden m Florenz; ob die \\.-it>-n- Fabel der gôtllicben Komôdie entnommen ist, erinnère ich mich nicbt ; der Dante verstebtsicfi ja auf vornehme Klatschgeschichten : aber Unsereiner versteht sich nicht immer auf deren Zusammenhang. Aucfa Ihre Erzahlung wird Bebwerlicb Ieicht u. von Vielen gefasst werden . Ich bin gespannt, welchen inner- Lichen lîezug das Thema mil einem oder dem anderen der Zuhôrerschaft— vermutlich der Geinahlin des Cangrande — haben wird, denn ohne solchen Bezug wttrden Sie die Persônlichkeiten nichl \>\< zu den Namen berab vermischl u. auch wohl schwerlich den Dichter als Fabulisten eingefUhrt haben, wenn es sich nicht uni dem Spruch eines Richters gehandelt hâtte.

P. i2i, (Meyer un peu effrayé par le jugement de sa correspondante sur son œuvre, lui répond) : « Was Sie mir von dem Eindruck sagen, welehen Ihnen die H al f te des Mônchs gemacht bat, verehrte Freundin. bal mich gar nichl ergot/tu. ist ein schlechtes Omen. Hâtte icb mich vergriffen ? jedenfalls bin ich froh einen Avis erhalten zu haben. Ich mâche mich fest in den Bttgeln, um einem Stoss auszuhalten. Jet/.t iiber die Sache zu verhandeln, wâre zu spâl u. I zu friih. Lassen wir in Gottesnamen aie Rundschau Dec. u. Jam -Hefl] den verllucbteu Mo ne h — briùgen. Es bleibt daim uoeb die Buchausgabe - die Feder ist mir zersprungen, neues bases Omen !) — das UrteiJ einiger Freunde u meine eigenen wieder frisch gewordenen Augen. a

P. 128, 129, i3o, (verdict définitif de Louise von François sur la nouvel « Ich habe den Mo nch nu n wiederhplt in einem Gusse gelesen. Das Résultat : ein deutliches zwei fâches Miniaturbild ans einer Zeit, von welcher ich so gut wie nichts kenne ausser der gôttlichen Komôdie u. das was ich von imserem I rovius gelernt u. erhalten habe. Sie schôpften aus reichen, vertraul gewordenen Quellen : jedes Wort spricht daftir, wie ein Pulsschlag der grausen Epoche, in

welcher lhr staufischeç Lieblingsheld unlerlag. 1 n mil dem von II a erwahl-

ten bildlichen Abschnitt zu sympathisieren, mtisste ich ein Menschenalter jûnger sein als ich bin. Der kunstvolle Rahmen, wie Sie es nennen, i>i mir zu reich fur das Gemalde ; der Dichter der Hôlle, der Richter seiner Zeil - dabei muss ich bleiben — zu gross zum Fabulisten. 1 < - f 1 zweifle nicht, dass S Menschen Dante treffend gezeichnet haben ; nach unserer ttberkommenen zung jedoch erscheint er herabgedrûckt. Ich batte die Empfindung, als ob Sie den Stoff zuvorderst dramatisch erdachl u. behandeltu. ersl nachtrâglicb novellistisch umfasst hatten. Bild u. Bild gibt eine Scène, die aul «1er Buhne von I àusserster Wirkung sein musste...

Soll ich nach Frauenarl — d. h. empfindungsweise, sonder Kuinsl u. Sludium ! — ein bischen an Einzelheiten mâkeln — frank u. frei, wie Sie es g

| tattet haben, so sei es das Folgende : Die Rede Dianens nach ihrer Zueam n-

gebung durch den toten Allen wûrde mir gedrângter, fenapper, praciser, mehi

i ihrem Wesen u. ihrer Lage entsprechend dunken. Ihre Selbstkrilik wàre, dâchle

ich, nicht amPlatze. Liebe fordern u. versprechen in dieser Slunde wâre mindes-

tens geschmacklos — aber Treue um Treue, Pflicht um Pflicht, die Mahnung

passt, einem gegeniiber der die b"iligste Treue u. Pflichl vor ihren

' bràch. Demgemâss wâre es wohl auch der menschlichen Logik — wenn ouch

i nicht der weiblichen Natur — gemâsser, wenn sie, 'li'- Frau, die Hache welche

Va ter u. Bruder versagen persônlich ausubte, nicht an dem verhâllnismâss

sehuldlosen Weibe, von ihr bereits beschimpften, sondern an dem beschimpfen-

5l6 C.-F. MEYER

den Verrâter. Den Todesslreieh Ihrer Lucrezia aus dem andern Motiv. Der armen Antiope wûrde dann freilich wohl nur das Ende der Julia iibrig bleiben : abflr der an Hamlet erinnernde 'Wechselmord Astorres u. Germanos fiele fort. Immerhin eine Leiche weniger in dem grausen Spiel, Germano darf weiterleben.

Nâchstdem : kônnte der Zufall mit dem rollenden Ring nicht etwas vvi kilnstlich ausgesonnen werden ? Ieh weiss freilich nicht wie. Aber sollte eine ausgiebigere Phantasie nicht ein Médium finden, das schàrfer einleuchtete u wohl gar als ein erster Akt der Schuld erschiene ? Angenommen dass Sic den Vorwurf statt novellistisch dramatisch ausgefiihrt hâtten, wie wilrde dièse Scène auf der Biihne anschaulich dargestellt werden kcinnen? Dièse einzîge Scène so nimmer ; aile anderen springen in die Augen.

So. Ich bin fertig. Ailes in Allem : lhr Mônch ist nicht die Ihror Novellen, die mir vorzugsweise gefàllt; aber ich kenne unter unsern heutigen Dichtern keinen, der eine vorziiglichere schreiben kônnte u. wenn ich wOnsche, dass Ihre tasie sich aus der gefangennehmenden diistern Zone in eine lichtere einbUrgerte, in eine. wenn nicht gegenwartige, so doch der Gegenwart wirksamere Ana bielende, so ist das eben weiblicher Gusto — weiter nichts. » Br. I, 33(>. Lettre de Meyer à Ad. Frey qui nous révèle l'intention primitive de

Meyer de placer sa nouvelle à l'époque de Frédéric Barberousse et à Ntlrei Br. Il, 120. (Meyer à Hoessel, novembre 1884) : « Der Mônch bat drei Kl i jipen : i° Seine scheinbare Frechheit stôsst die Mittelschichten ; 20 das aufs Aussente — zu weit ! — getriebene Ineinanderschlingen von Erzahlung u. Hôrerkreû erscheint#rafhnirt u. strengt zu sehr an : 3° der Styl ist zu epigrammatisch. 1

P. 3.'(i. (Lettre de Paul Ueyse à Meyer, novembre 1884. après lecture de la nouvelle) : « Es sind so hochst neuartige Motive u. die Figuren von lhrein sien Gèpràge, die Yerschlingung der Leidenschaften unentrinnbar. 'lie Farbfln ganz gesàttigt mit sildlichem Gold u. Feuer. Dass ich's aber oflen heraussage '■ in die Form habe ich mich nicht hineii>j,refunden. Schon im « Leiden eines Kua ben » schien mir die Aufgabe, aus dem Munde des Arztes die Détails zu vernehmen kaum giinstig fur die Unmittelbarkeit des Eindrucks, abgesehen von der l'berstylisierung durch das « Du », das diesem Kbnige doch anstôssig r ab irgend einem sein musste. Nun, haben Sie es gar gewagt. den grôssten Kpiker /.uni Erzahler zu wâhlen. dessen Weise uns so vertraut u . doch ewig fremd ist. u. lassen ihn neben archaïstischen Wendungen sich der modernsten Palettenkiinste bedienen, wàhrend wir in der ci Vita Xuova » ein Exempel haben. wie er u. seine Zeitgenossen sich betrugen, wenn sie mit der deutlich ausgesprochenen Absicht, zuerzàhlen, an eine Geschichte gingen. Ich wàre sehr begierig /u hôren was Sie zu dem barocken Rahmen um das gewallige Bild verftlhrl bat, was mit dem ràtselhaften Scherz der gleichen Namengebung — ih Bild u. Rahmen — bezweckt ist, u. warum Ihnen iibeihaupt der direkte Vortrag nichl messener schien, da ja eine pcrsiJnluhe Beziehung gerade <li<scs Erzàhlen 10 dem StoQ'e nicht cinleuchlen will. »

P. 340. 1 Voici la réponse de Meyer, novembre 1884) : « Jetzt zur einfachen Beantwortung Ihrer Frage : mein Dante am Herde ist nichl von ferne dei [ Dichter, welchen ich in Ehrfurcht unberiihrt lasse, sondern eine typische Figni u. bedeutet einfach : Mittelalter. — (Comp. les termes de la lettre de Meyer à Betaj Paoli (Br. II, 347) expliquant l'emploi du cadre dans le « lleilige » : « 1 ^'iselie Angabe des Kostilms durch ein lebendiges Slàck Mittelalter, ich meine den \ 1 iiiln -11 — t • ■!• mit seinem Vorleben u. seinen Raisonnements, m) — Er dient den Léser mit einem Schlage in eine ihm fremde Well zu verselzen. wo ein Mônch /.. I!. etwas ganz anderes vorstellt, als im let/.ten Jahrhundert. Er dient lerner d.i/11. <las Thema herrisch zu formulieren, woran mir. dièses Mal, liegen n Wenn nun einer aus Dantes Bede auch noch eine Warnung an Ezzelin voi logie u. Grausamkeit u. seiner kleinen Ereundin vor Schlag oder Slich heransliest, so steht es ihm frei. Einem persônlichen alten Gcfiihl : Dante habi Il ii. n/ Uber das Mass grausam behandelt, Luft zu machen, verfohrte dann die Gelegenheit.

Ùber die « modernen PaleltenkUnste >i, lieber Freund. habe ich aufrichtig bieT

APPENDICE CRITIQ1 K '.17

pben in Kilchberg ein bischen gelacht. Von wen batte ich daa hier in meiner Stille gelernt !

Die Neigung zum Rahmen daim isl bei mir ganx instinkth l< I. balte mir den

Gegenstand gerne vom Leibe oder richtiger gerne soweil ala glicb \ '

u. dann will mir scheinen. das Indirekte der Erzahlung (u. selbsl die (Jnterbre chungen) mildern die Hàrte der label. IH.t inili.li w i i-.| der Verachlingung von Fabel u. Hôrer zu viel ; die Sache wrird entschieden mUhaam. Ein aon pluultra! .M'en voilà guéri! »

Quelques problèmes de la « Hochzeit » :

A) Teciiniouk.

1° Les interruptions du récit, les pauses du narrateur.

j° Meyer met dans la bouche de Dante ses propres principes d'arl Dante biell

inné. Seine Fabel lag in ausgeschiltteter Ftille vor ihm: aber sein strenger Geisl wdhlte u. vereinfachte. » « Der Druck der auf ihn gericbteten Aufmerksamkeit u. die so zu sagen in der Luft fiihlbaren Formen u. Forderungen der Gesellschaft liessen ihn empfinden, dass er nicht die Wirklichkeit der Dinge sagen dûrfe, energisch u. mitunter hiisslich wie sie ist — (voir les termes mêmes de Meyer : « ... die brutale Actualitàt zeitgenôssischer StolFe » (^riefwechsel Meyer-François, p. 12), et : « die Gegenwart ist mir zu rob u zu nabe». ibidem. p. 908) — sondern ihr eine gemilderte u. gefàllige Gestall geben unisse. So hielt er sich unwillkùrlich in der Mitte zwischen Wahrheit u schônem Schein u.redete untadelig, etc..., etc »

3° L'excessive concision du style. Exemple : « Das ging niebl in ErfUllung, u. da man der (irâfin einen Enthaupteten bracbte, warf sich ihm die ans . i . - 1 - Boffnung kopfûber in die Yerzweiflung Geschleuderte durch das Fenster entgegen, wunderbarerweise ohne sich zu verletzen, ausser dass sie sich den Fuss verstauchte ». (Hochzeit, p. -3).

« Drei Hindernisse erschwerten eine Brautschaft : die hohen tind oft tinstern Brauen Dianas. die geschlossene Hand ibres Vaters u. die blinde Anhànglichkeit ihres Bruders Germano an den Tyrannen. »

(Ibidem., p. 19): a Sie hatten das grosse Stadtârgerniss, den Qntergang der Hochzeitsbarke u. die weggeschleuderte Kutte des Mônchs erfahrea, so ziemlicb mit allen Umstânden, ohne die vereinigten Bande Dianas u. Astorres jedocb, welehe noch nicht offenbar geworden waren . »

A propos delà concision du style dans cette nouvelle, voir l'avertissement de Félix Dahn cité plus haut et le mot de Fr.-Th. Vischer à Meyer en décembre 1886 : « Ich nenne Sie Tacitus der Novelle ». Br. II. |>. 178.

4° Le cadre, la « Rahmenerzahlung ». Cette technique est ici poussée par Meyer à son apogée. Le procédé diffère ici en deux points du procédé de oarration indirecte appliqué au « Heilige », à « Plautus » et à « Leiden » :

a. Les auditeurs sont reliés à la fable: ils y ont en quelque manière part (exemple : « Diesen geraden Stich fiihrte der Florent iner gegen seinen Gastfreund... Cangrande versprach sich im stillen bei erster Gelegenbeit mit Wucher heimzuzahlen. » — « Der Florentiner weidete sich mit ernsthaftem Gesichte an der Entrttsttung des Pedanten (Burcardo) u. liess sich in seiner Fabel nichl stôren ». — « Dante lachelte... da er die beiden Frauen (l'épouse et la maîtresse de Cangrande) so heftig auf der Schaukel seines Màrchens sich wiegen sah. »t

b. Le narrateur n'expose point des faits auxquels il a assisté, il invente, il crée délibérément une œuvre d'art. Voir plus haut la citation d'une lettre de Meyer à sa sœur : « Es schien mir Dante miisse erfinden, ni.!. i erzâhlen ■■

Le défaut unanimement reproché à Meyer par la critique fui 1 entrelace-

îùi'iit trop étroit «lu récit, do la fable, et des auditeurs. Le reproche touchj l'auteur : les « .Noces du Moine » sont la dernière nouvelle de Meyer où la « Ralimenorzahlung » soit employée.

Suc l.i technique de l'œuvre, voir particulièrement, en outre des références indiquées ci-dessus : Ad. Frey, 2' 'éd. de la Biogr. , p. 3i8 ss.

B) Sécularisation, naturisme.

Les « défroqués » de la nouvelle .

i Der junge Manuccio, welcher iiber die Mauern seines Klosters sprang, mu Krieger zu werden. » C'est une réédition de la figure de Hans l'arbalétrier du liiilige.

2) « Helena Manente welehe eben die erste Locke unter der gevveihten Schee verscherzt halte, aber schnell die ttbrigen mil beiden Handen deckte u. ib Nonnengeliibde verschluckte, denn sic batte ihren... Freund unter dem Volk im Schiff der Kircbe erblickt » est une transformation de Gertrude de a Plautus ».

il Le moine Astorre nous offre le conflit entre la Vie et le Cloître. < Hat Einer unter euch den entkutteten Moneh behandelt » interroge Dante. Voir les Hutten où apparaît pour la première fois le thème de la sécularisation :

Gieb,.Muse, Stoff! Erhôre mein Gesuch ! Gieb Stoff! Ein starkes dauerhaftes Tuch ! ci Lin sachsisch Mônchlein aus der Kutte schloff : Du. Ritter, babt Ihr einen guten Stoff! »

Si Astorre sombre, c'est qu il se sécularise non par désir spontané' de goûter la vie, mais sous la pression d'une volonté étrangère (« nicbt aus erwachtel Weltlusl oder Weltkraft sondern unter dem Druck eines fremden Willens. I ffockzeît, p. 6.

C) Fatalisme et déterminisme

Le geste d Eccelino sur les rives de la Brenla déchaîne toute une suite de catastrophes: l'anneau d'or qui roule sur le pont de ['Arno entraine toute une connexion d'événements etc.. C'est ce que reconnaît bien Eccelino : <• Huile ici mein Ross nicbt an einem gewissen Tage u. zu einer gewissen Stunde liings deï Brenta jagen lassen, Diana wârë standesgemass vermàhlt u. Dieser hier murmelte sein Brevier. Hâtte ich meine Deutschen nicbt zur Musterung befohlen an einem gewissen Tage u. zu einer gewissen Stunde, so batte mein Germano den Mônch nicht unzeitig auf einen Gaul gesetzt u. dieser der l-'rau. welehe er j » ■ I / 1 an der Hand hâlt, den ihr von seinejn bôsen Dâraon zugerollten Bt'autring w\<der vom Finger gezogen. » [Hockzeit, p. i ; I

D) Conflit welsche-cermahique

Dan

s un ca im|i

Germano : personnification de L'Allemagne — éthique. Treue — Voir le discours à Astorre : « Willsl du aber meine Meinupg durchaus wissen nun schau, Astorrtj verletzte lieue, gebrochenes Wort, Fahnenflucht u. so weiter dem gibt man in Germanien grobe Namen. o Hockzeit, 55. — Abu Mohan -d définira les Allemands G Kinder der Treue p.

Tableau de Germano par Ascanio : < Kr ist ein halber Deutscher geworden, Er — Ascanio krttmmte den Arm, als leere er den Bêcher — u. bernach wird er tiefsinnig oder bândelsiichtig. Aucfa verachtel er unser sflsser Italienisch. c Ici wenlc- deutsch mit eueh reden ! i) prahlt er u. brummt die liùrenlnute einer unmenschlichen Sprache... [Ilochzeit, \-

Drana. Aussi la o I peui Balte! mil- bessere Treue aïs dem Kloster dit elle |

APPENDICE CHITIQ1 I. Sig

Astorre son nouvel époux. — Au physique elle représente la beauté brute de Germanie. « Dièses kaum aus dem Rohen gehauene breite Stiid> Marmoi verpfuschte Riesin, die doit Vater sttlmperte, als er noeb < i .-^.-l 1 war u kneten lernte ! Pfui iiber tien plumpen I.» • î 1 > ohne Leben u. Seele ■• [Hochzeil, p, g « Eine Barbarin a dira Eccelino. Comp. le personnage de Gerlrude dans <. Plaulus » : ' eine barfilssige, breitscbultrige Barbarin œil Ensteren Brauen », et le discours de Gertrude à Poggio : Ohne Treu n. Glauben kann die Welt nicht bestehen. »

Burcardo. L'Alsacien, personnification du pédantisme el de l'érudition . niques.

Dans l'autre camp :

Asccinio. La joie de vivre, le soleil et le rire latins. Meine Bestimmung isl das Leben leicht u. heiter zu geniessen u [Hochseit, p. ">;.) — Warum dtirfen wir Welsche kein eigenes Leben unter unserer warmen Sonne ftthren ?. ^scanio betrachtete Uber der ûppigen Erde den strahlenden Himmel a. stiess einen Seuf-

Ber aus. »

Antiope. La grâce italienne, sans fermeté morale. — Sensualité et délicatesse. Eccelino. La cruauté, l'intrigue; le réalisme politique.

1885. Die Richtei'ill. — La nouvelle paraît en octobre i885 dans la « Deutsche Rundschau ».

Sur l'œuvre consulter :

Langmesser, Op. cit., p. i35. Lettre de Meyer à Rodenberg (mars 18841 : 0 meine neue Novelle, nieht unifangreich aber schwer — Die « Richterin ». Zeit : Cbarlemagne — rtickt schrittweise vor : ich muss zeitweise die Nalur wirken lassen. Auch schreibe ich sie, soviel ich vermag, ohne Adjektive u. urspriinglicher als den uberladenen Renaissance-Monch. »

P, 145-141;. Lettre de Meyer au même, juillet 188.Ï : « Die Richterin ist bcendigt. bedarf aber noch einiger Feileu. besonderseines freigewordenen letzten Blickes. Auch vvohl einer Vorlesung unter Freunden. Hàtte ich nur Sie hier!.. Jetzt noch eine Herzens-u. Gewissenssache. Lesen Sie, lieber Freund, sorgfâllig u. streichen oder mildern Sie ailes Prude oder Sinnliche das nicht unbedingt fur eine grosse Wïrkung notwendig ist. Ich habe ein voiles Vertrauen zu Ihnen. Sie haben ein feines, sittsames Ohr u. werden niich nicht mehr sagen lassen, aïs das tragische Thema fordert. Dièse angedeutete Schwierigkeit ist auch der Grund, dass die Novelle liegen blieb. Jetzt hoffe ich, sie besiegt zu haben. »

Voici la réponse de Rodenberg : « Langsam u. mit Bedacht habe ich Ihre Richterin gelesen — ich hâtte sie nicht anders lesen konnen, denn jeder Satz. jedes Worl ist gewichtig; u. ich darf Ihnen nun in aller Aufrichtigkeit u. Freude meines Herzens sagen, dass es ein vollendetes Kunstwerk ist. welches Sie gesschaQ'en haben. Die Slimmung des Màrchenhaften, u. mehr noch Damonischen, in der Sie das Ganze gehalten haben. der Hintergrund einer grossen u. diisteren Natur, auf welcher die tragische Geschichte sich abspielt — das Elementare. welches ûberall bedeutsam eingi'eift : ailes dies ist des grossen Meisters w iirdig... Sie haben mich auf das erotische Elément besonders aufmerksam gemacht : ich kann nur sagen, Sie haben es mit so iiberwaltigender Kraft dargestellt u. gebândigt, dass neben der tragischen Grosse kein anderer Gedanke aufkommt. »

\<\. Frey, lliographie. éd. Il, p. 3 3 1 , 332, 333. Selon Frey. la première conception de l'œuvre remonte aux environs de la trentième année de CF. Meyer, à l'époque de l'ébauche d'une nouvelle intitulée « Clara ».

« Neue Ziircher Zeitung, » 17 janvier 1886. Article sur la nouvelle.

Betsy. Souvenirs, p. 171-174. Parallèle entre « Engelberg » et a Richterin ».

Comp. les pages 5o et 5i des « Souvenirs » : « Dort Iag in einer schattigen Einsenkung mitten im Walde der stille See, rings von hohen Tannin omstaih den... Dunkel u. tief war unser See u. dennoch golden durchleuchtet vom Wiaderschein der Waldeinsamkeit... ^'ir liessen uns darauf nieder, nm in die zaubervolle Tiefe zu schauen. Da blickten wir hi nun ter wie in eine grtlngoldena Tempelhalle, das deutli chère, eindrucksvollere Abbild der anderen die sich uber unseren Bâuptern wôlbte... » et les pages 80-84 de la 0 Richterin 0 où nous retrouvons le même lac et le frère et la sœur sur ses rives : g Pal ma lief. den lluiling an der Hand einem grtindankelklaren Gewâsser entgegen, das die Felswand mit ilirem Riesenschatten noch immer vor der schon hohen Sonne verbarg... Sein Rlick glitt hinunter in die schattendunkle Fluth, die Felsen u. Ulfer u. das Geschwisterpaar verdoppelte.

Cari Spitteler. a Die Eigcnart C. F. Met/ers. » Schweizer Grenzbote u. Tageblatt

APPENDICE CRITIQ1 E 5a i

der Stadt Basel, 2:> décembre i885. Excellent article où le caractère Bcéniqne et

les artifices de lumière de la « Richterin » sont parfaitement traités

Walther Kôhler. Op. cit., p. 142-1.Ï2, souligne le côté éthique de II ivelle

pùddeulscke Monalshefte. mars 1906. Lettre de Meyer à Fr Th. Vischer box la

« Richterin ».

Krwin Kalischer, Op. cit.. p. 62-69, excellentes pages. Emil Mauerhof, Op. cit., p. iti-i; et 3o-'j ;, insiste sur le caractère scénique de la

nouvelle.

Woerner, « Die Richterin. » Schauspiel nach G. F. Meyer. Leipzig, 189g. Stickelberger, Die Kunslmitlel in CF. Meyers Novellen, Burgdorf, [897. L'auteur

de cette étude remarque la situation de « Doppelgângerin ), de sosie, de double •

que présente Faustine par rapport à Stemma dans la nouvelle Ce procédé de

parallélisme est cher à Meyer :

1) Stemma voulait se faire enlever par le timide clerc Peregrin. — Palma, fille- <le Stemma. voudra aussi et avec le même insuccès se 'faire enlever par le pusillanime Graciosus.

2) Dans '< Gust. Ad. Page » la Sklavionerin Corinna estime espèce de « Doppelgângerin » de Gustel : elle aussi est éprise — jusqu'à mourir de «in amour de son grand homme : le duc de Lauenbourg.

3) Dans a Hochzeit », tous les personnage de la cour de Cangrande trouvent leur « double » dans le récit de Dante.

4) Le Heilige est plus riche encore en « Doppelgânger » : Prinz Mondschein el Becket. Séduction de Hilde par Gui Malherbe el séduction de Grâce par Henri II.

5) Dans Hochzeit le moine Sérapion et Astorre.

BriejWechsel Mcyer-François. p. 164. (Meyer à Louise, février [885 Die Richte-

rin werde ich... bis Ostern beendigen. Ich arbeite so klar u. breil als môglich. P. 174. (Louise à Meyer, octobre i885, après avoir lu la première partie >\>- la nouvelle) : « Die Exposition Ihrer Richterin ist gewaltig. Sic schrieben mir, dasa Sie sich um die realistische Form Miihe gegeben ; das hâtten Sie, meine ich, nicht nôthig gehabt. Im Gegentheil. Sie geratben nimmer nacli Wolkenkukuksheim. Ein bischen Angst habe ich vor der Entwickelung. Wegen der Geschwisterliebe, gegen deren Erôrterung ich eine Aversion habe; nichl aus Pruderie; ich glaube, bloss weil das Thema mir abgenutzl scheint, o web '. u. so \\ill ich denn hoffen, dass die Richterin nicht aus Mutterzàrtlichkeit zur Bekennerin ihrer Sûnd- u. Heuchelthat wird. Am liebsten halte ich, sie wâre gar keine Stlnderin ; aber das geht wohl nicht an! u. Sie werden in eigenartiger Weise auch als Sûnderin u. Selbstrichterin mit ihr fertig gewordeil sein. •>

P. 176, (réponse de Meyer à Louise, octobre 1 8S5) : « Um aufdie Richterin zu kommen, so waren mir Ihre Bedenken — mit noeb ein Paar andern — ganz gegen wàrtig. Da ich aber den Stoff (Ubrigens eine von mir ersonnene Fabel) nichl fahren lassen wollte, schloss ieh kliiglich dieAugenu. liess das Saumross am oichl zu sagen das Maulthier) meiner Einbildungskraft den Fuss setzen, wieesfurgul fand. Im Ernste : die Mutterliebe wirkt nur sekundàr, es isl das arbeitende Gewissen, dass die Richterin uberwâltigl

P. 177. Louise à Meyer. novembre i885) : « Grandios, Verehrtester, haben Si.- das heikle Problem gelôst. Durchaus in Ihrer besonderen Weise : spiritualistich keusch u. ohne aile Sentimentalitàt das aus den Sinnen geborene u. sinnenberiickende. Aber nicht darin, so scheint mil', liegl die Hauptbedeutung dieser Dichtung, sondern in dem Durcheinanderweben der Furie u. der Furien altheidnischen u. neuchristlichen Wahns, in den Schauern der wilden Scenerie u dem versohnenden Abhuh der kaiserlichen Frohgestalt von dem grausigen Nachtgebilde.

Sie sagten mir einmal, dass Ihre sàmuilliihen Novellen ursprunglicb in dramatischer Form von Ihnen gedacht worden seien. Dieser letzlen merkt m an es am wenigsten an ; Sie bringen nicht die ïhat, nur d>-n Drang zur Catastrophe, wenn diesen letzteren auch in dramalisch concisester FUllHUg, indem Sie ihre Heldin zeigen, wie sie, verstandes- u. willenssicher. unberuhrt von den ringenden Glaubensmachten ihrer Zeit u. Zone, dennoch im Kampfe mit altheimischen

Spuckgeschichten, die sie selbst als thôrichte Traumwesen veracbtet. der Xaturmacht des Gewissens unterliegt, u. sich der anderen, noch starkeren Nalurmacht, der Mutterliebe, freiwillig zum Opfér bringt. Durch dièse unzerstorbaren liinenmâchte unterscheidet sicb die Phantasiegestalt [brer Herrscherin von den ilir Ycrwandten der wirklichen Geschichte. Die russische Kalharina mordetH ohne Hallucinationen des Gewissens n . wurde ait im Hass ihres eigencn lleiscbes u. Bluts — aber das gehort ja nicht bierber...

Als icb die « Richterin » zum zweiten Maie las. da lockerte sicli nnwillkurlich. die compacte Fiillung in breitem Entfalten : Scène ftlr Scène, verfolgte ich das Werden u. Wirken der màchtigen Gestalt ; aus der Xovelle wurde en Roman — ein Seitensliiek zum Jenatsch ■ — u. es wàre wobl denkbar, dass t> ï « ■ — ser uud .lener ihrer Léser diesem Stofl'e eine epischere Entwicklung gegôad hàtte. »

Br. I, p. ~. (à Johannes Landis. un camarade d'enfance, novembre 188.Ï 9

tient îuich, dass du die Richterin billigest. Hier rechtfertigt in der Tbat die Grundabsicht die Mittel u. dieser Grundgedanke der immanenlen Gerechlighem ist doch wobl nicht zu verkennen. »

P. [76. (à Fr. "Wille, mars 1885) :« Dostoiewski's < Verbrechen u. Strafe ist heichst lesensw ert, ein krankhaftes MeisterstUck — (immerhin hoch iiber Zola stehend) — woraus ein Gesunder unendlicb viel Iernen — eigentlich Anatoma studieren — kann. Meine (( Richterin » bat ein verwandtes Motiv, doch als mittelalterlicbe Burgfrau starkere Nerven als das russische Studentchen.

P. 366. (à Ad. Frey. janvier 1886.) « Das eigentlieb Charakteristische der « Richterin » ist doeb wobl die Emancipation vont Slofflichen u. die starkere IndividuaM ildl. »

Br. II, p. 320. (à Lingg, octobre 1885) : « Ich habe die ersonnene Fabel erst in Sicilien u. unter Friedrich II spielen lassen wollen, dann aber — es i> t eine Gewissensgeschichte — um eines slrengeren Hinteogrundes willen — in das Gebirg u. unter Charlemagne versez t. »

P. 32i. (au même, décembre 1 885) : « Unsere Ziïrcher, welche sonst su fUrsichtig U. zttchtig sind, haben an der Richterin keinen Anstoss genommen, weil strenge Gerechtigkeit geiibt wird. wovon sie ebenfalls grosse Liebhaber sind. L'brigens gehe icb ruhig nieinen Veg, ohne umzublicken : das habe icb in meinen 60 Jahren gelernt. »

Sur los velléités et les aptitudes dramatiques de Meyer consulter :

Br. I et II. passim.

II. Eroeger, Op. cit., préface, p. 11. Déclarations de Meyer à Bulthaupt : « Mit dem Theater habe icb wenig Fiihlung. Die Schauspieler haben es mir nie genug gethan. l'brigens denkt sicb der Dicbter die Darstellung auch immer viel vollkommener, als es der beste Schauspieler je erreieben kann. » — < Ein Draina ist der Himmel auf Erden, aber es i*-l verteufeH schwer. hineinzukommen .

Kcigel, Op. cit. ' Mich reitet ein Diimon, dem ici nicht widerstehen Kann, das Dr a ma. U. srwar reizen mich mit allen Fàhrlichkeiten umlagerte Gestalteo : diedeutseben Kaiser, Rohenstaufen a. Sachsen. Die Gefahren wttrden mich nicht sebrecken. Ich giaube Herr zn sein dessen, was das Drama bedarf, der weitfalligen leiden schaftlichen Rede. dei' Dialektik u. Sophistik des Herzens. Ich boffè, im Drama etwas Allverstândlicbeg die Massen Ergi'eifendes machen zu kiinnen. Icb môchte wohl den Friedrich II u. den Beinrich V als Drama maebaa. Schliessli< b wird es aber doch nur wieder eine Novelle werden. j — Die Bem«> kung, dass seine Novellen, die in ein Paar grosse, breitausgestaltete Szencif zusammengedrângl sind, einen Zag zum Drama verrathen, la~st Meyer nicht ge« ten : Das ist nur Hang zut romaniseben ausgebildelen Gebarde u. zur plastîschen Darstellung. »

Paul Wilst, Op. cit., p. 90 et 9t.

Erwin Kali selier, Op. cit., p. 106 et 107, à propos du caractère scénique de Pescara .

\|'|'i:niiick critiqi i: • ■ ■

Emil Mauerhof, Op cil., passim.

Betsy, Souvenirs, p, 8, 9. 178, 179, [80.

« Obsohon CF. Meyer das fheatei in seiner Jugend gerne besncbte, ilini. wie in Paris ]><-i der AuffUhrung der StUcke Cranzûsischer Klassiker im Théâtre Français — besonders der von ihm Uber aile anderen gestellten Molière — einen einzigartigen, vollkommenen Kungenusa bol 90 war er dennoi li seiner ganzen Art gemâss alleu sicilien theatralischen <></'■/ rhetorischen Eiadriicken abhold... Fr bôrte dabei im 1 .«m - 1.- I .■ i ~,> Vebengerauche, 'li'- ihn zerstrenten. Fs entstanden dabei in seinem [nnern unwillktlrliche Regungen der Ibwehr à des kritischen Einwaads, die den Gesamteindruck storten. Beabsichligle ëtarhe Wirkungen machten ihm leichl don Eindruck des Gewalttâtigen u Elohen, vrena niclit gar des Unwahren... So war <t in Iceiner Weise ein Redner, aucb <hiv allerkleinste Talent zum Schauspieler ging ihm ab... C. I M loste das psycbologische Problem in seinen Personen lief eingebend u. langsam. . Wie die Dinge entstehen. wie die Menschén sicb entwickeln, stellte er dar...

Sollte bei dem berufenen Buhnendichter nicht die Bandlung mil ihren Wirkungen das im Geiste zuersl Entstehende sein? — Stehl nichl bewussl oder unbewusst, dem grossen dramatischen Dichter bei allem, was er schafft, der Frfolg im edelsten Sinne, slelit ihm nichl e(ie Wirkung im allgemeinen, stehl ihm nicht das Pnbliknin. das er durch seine Kunsl elektrisieren will, I ternd vor der Seele ?.. . etc., etc.. 0

1887. Die Vers Uchung des PeSCara. — L'œuvre paraît en 1887 dans la « Deutsche Rundschau ».

Les Sources de la nouvelle :

L'œuvre paraît avoir été particulièrement étudiée par Meyer au point de vue historique; de toutes ses productions, celle-ci est certainement celle qui a demandé le plus de documentation. (Voir Langmesser, p. ido et i5i). Citons quelques sources :

Ranke. Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformalion. — C'est la source principale de Meyer.

Geschichte der Piips/e. — beaucoup moins utilisée.

Gregorovius, Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter, tome VIII.

Guicciardini, Storia d'ItaUa.

A. v. Reumont, Viltoria Co/onna. (Fribourg, 1881.)

Jak. Burckhardt, Kultur der Renaissance :

a) tome I, p. 44 •> sur Ludovic le More : « Mit einer erstaunlicben Besonnenbeit vvâgt er noch in der letzten Not (1499) die mfjglichen Ausgange ab, u. verlasst sich dabei, was ihrn Ehre macht, auf die Gilte der menschlichen Katur. » — Comp. « Versuchung », p. 98 : « der feine Mohr u. der ruchlose Borgia gingen vertrauend unter, u. das war ein heller Schimmer von Menschlichkeit iiber dem Dunkel ibres verdienten Sturzes. »

b) tome II, p. 190, Passage tiré des « Ricordi » de Guicciardini.

« Keinem Menschen misfàllt mehr als mir der Ehrgeiz, die Habsucht, u. die Ausschweifung der Priester... Ich batte Martin Lutber geliebt wie mich selbst , nicht nm mich loszumachen von den Gesetzen, welche das Christentuni uns auferlegt sondern um dièse Scbar von Nichtswtirdigen (questa caterva di scelerati) in ihre gebiihrenden Grenzen genieren zu sehen, so dass sie entweder ohne Laster oder obne Macht leben miissten. » Comp. le passage de « Versuchung » où Guicciardini parle du clergé et de Luther : « Da sehaflé einer Ordnung, \vo die Pfaffen Meister sind ! Nichts mehr davon, sonst packt mich das Fieber... Fra Martino selbst ist gegen die Mordbauern mit Schrifl u. Wort gewaltig aufgetreten. Das freut mich u. làsst mich an seine Sendung glauben... » (p. 19.)

c) tome II, p. 104, ii">. 170. sur Vittoria Colonna. « Die beriihmteste Dame von Italien, Vittoria Colonna 1 1 190- 1 "> ,7), die Freundiu Castigliones u. Michlangelos, war vollends eine Heilige. » — « Viltoria Colonna kann sogar unsterblich heissen — (à cause de ses poésies). Wenn irgend etwas unsere obige Behauptung beweist. so i-t es dièse Frauenpoesie mit ihrem vollig mânnlichen Ton... » — « Damais lebten in Italien einige vornehme Krauen, welche wesentlich durch Verhàltnisse dieser Art vergeistigte Liebe) bertlbmt wurden, wie Giula Gonzaga, Veronica da Corregio u. vor allen Vittoria Colonna. Das Land der stàrkstcn Wttstlinge u. der grossten Spôtter respektiepte dièse Gattung von Liebe u. dièse Weiber : Grosseres liisst sich nicht zu ihren Gunsten sagen. » — Comp. « Versuchung », p. 17 : « Sie (Pescara et Victoria) hatten sich mit Leib u. Seele Treue gehalten. oft u. lang getrennt, sie bei der keuschen Ampel in Ita liens grosse Dichter vertieft, er vor einem glimmenden Lagerfeuer Uber der

APPENDICE i Kl i [Ql E > - >

Karle briltend... Solches wusste 'las sittenlose [talien a. zweifelte nicht, sondern bewunderte mit einem Dacheln. g

d) tome I, p. 3 : « Das Papstthum mit seinen Kreaturen u StUlzpunkten »:ir géra de stark genug, jede ktlnftige Einheit zu verhindern, obne doch selbsl eine schall'en zu konnen. » — Coni|>. Versuchung », p, 7s ; Ludovic le More s'exprime sur le pape en termes presque identiques : e aacfa ihm — Jules II bleibl der gewohnliche Hobepriesler, der zu schwach i-i [talien zu grUnden, doch ge rade stark genug, um jeden Andern an dem Beilswerke zu bindern. -

e) tome I, p. 43. « Und zuletzt hat derselbe Menscb — Filippo Maria Visconli — der dcn Tod nie wollte erwahnen hôren, der eine unbeschreiblicbe Vngst vor dei Notwendigkeit des « Nichtseins » (jatte, u. selbsl seine sterbenden Gunstlinge ans dem Kastell sehaffen liess, damit niemand in dieser Burgdes Gltlckes erbleiche, durcb Schliessung einer Wundc u. Verweigerung des Vderlasses seinen Tod absichtlieh beschleunigt u. istm.it Ans tandu. Wtlrde gestorben. »— Comp Vei suohung », p. 2) : « Es varen noch jene unvergleicblichen Vnlagen welche der letzte Visconte gebaut u. mit seinem gespenstiscben Treiben erftllll batte, die Uberbleibsel jener « Ilurg des (i/iickes » \vo er, wie ein scheuer Dâmon in seinem Zauberschloss, Italien mit vollendeter Kunsi regierte. a. a us welchei er seine Gunstlin°e , sobald sie erkrankten, we^tragen liess, damil niemals der Tod an dièse Marmorpforten klopfte. » Ce passage esl caractéristique de l'utilisation de l'histoire chez Meyer, de la façon dont il s'entend à poétiser, en les amplifiant et en en tirant une valeur plastique, — la mort « frappant aux portes de marbre » du palais! — les données sèches trouvées dans les sources.

/) tome I, p. 88. « Seine Gefahr — il s'agit «le Machiavel — Iiegt nie in falscher Genialitat, aueh nicht im falschen Ausspinnen von Begriffen, sondern in einer starken Phantasie, die er oflenbar mit Muhebàndigt. •> — Comp. < Versuchung . p. io3: « Rede, Nicolo Macchiavelli ! Lch werde dich schweigend u. bewundernd anhôren u. dir dann doch vielleicht beweisen, dass du fur einen Staatsmann immer noch fiel zu fiel Einbildungsskraft besitzest. »

Malgré la documentation très sérieuse de l'œuvre, on peut j relever un çrand nombre 'd'erreurs et d'inexactitudes historiques dont plusieurs furent d'ailleurs parfaitement conscientes de la part de Meyer :

A) le personnage de Pescara. — Sa blessure est une invention : Guicciardini se contente de parler de « mauvaise santé » ; Gregorovius :>\ ance l'hj pothèse d une maladie de poitrine. — Le caractère n'est pas dessiné de façon conforme à l'histoire : Ranke refuse à Pescara le sens moral — « eine solche sittliche Bildung batte Pescara nicht, um dem Antrag mit Wjderwillen zu begegnen u : — il marque comme facteurs essentiels de sa fidélité son loyalisme féodal - Bewusslsein des Rittertums u. der feudalen Ehre — et s.m sang espagnol — « sein altspanisches Blut wallte in ihm auf. » — « Un homme de guerre rusé > — « verschlagener Kriegsmann », — voilà la caractéristique deRanke Le trait féroce d'un capitaine faisant mettre le feu a une cave dans laquelle se trouvaient quelques Allemands est prête par Meyer dans sa nouvelle à Del Guasto, alors que ce trait historique est, en fait, raconté de Pescara lui-même par Ranke. — La pièce de vers composée par Pescara dans les loisirs il une captivité ne -'appelait pas « le Triomphe de l'Amour », comme l'écrit Meyer, mais Dialogua de Amore ad Virtoriam uxorens. » — Jovius (De Vita Ferdinand] d'Avali. Livre [] écrit de Pescara : « Composuerat se totum cunctis moribus ad Bispanorum habitum, quorum lingua eo usque semper delectatus est, ut eliam cum Italis hominibus uxoreque Victoria hispanice loqueretur. o Voir au contraire Meyer : « Dièses spanische Weltreich, das in blntrothen Wolken aufsteigl jenseits u. diesseits des Meeres, erfullt mich mit Grauen : Sclaven u. Henker I i esl Pes cara qui parle ! p. i83).

B) le personnage de Vittoria Colonna. — Il est tout à fait inexact. Meyer nous représente Vittoria comme une demi-païenne — » sic Qehte in den christlichen Ilimmel hinauf u. nicht minder zu dem Olvmpier der liber ihr donueite. eu

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