W. KRUG, Beethovens Vollendung, eine Streitschrijt
43. « Wo er nach seinen eigenen Angaben oder Berichten der Zeitgenossen eine Idee oder sogar ein Programm gehabt hat, sind diese Dinge doch immer so allgemeiner Natur, dass sie sich mit Leichtigkeit auf die der Musik eigentümliche Dynamik des Schnellen und Langsamen, des Lauten und Leisen, des Harten und Weichen und ihrer Übergänge zurückführen lassen und auf die Beziehungen, die diese Dinge zu unserem Fühlen und Wollen haben. Alles was darüber hinausgeht, ienkt nur von der Musik und ihrer Dynamik ab, zerstreut nur, statt zu sammeln.. Wo der Kampf des Inneren gegen das Aussen nicht zum harmonischen Ausgleich im Werk führt, wo also das Werk Fehler und Schäden aufweist, da schleicht die sogenannte Idee sich ein. Regelmässig sind es die brüchigen Werke, die zur Ausdeutung gereizt haben » (W. KRUG, ouv. cité, 70-73).
45. « Dieser durch und durch romantische Mensch, der sich nur durch äâusserste Kraftanstrengung davor bewahrte, dem Romantikergeschick zu verfallen, empfand und erfuhr und erlitt das Leben entweder als Kampf der Widersprüche oder so, wie der ungeheure Komplex der drei Quartette (op. 130, 131, 132) es darstellt : als ungeheure Mischung und nicht als Ordnung des Gegensätzlichen » (1bid., 24).