LA QUATRIEME SYMPHONIE. ŒUVRES DIVERSES
Au début de 1806, la Gazette de Leipzig rend compte de la création de Fidelio. Le compte-rendu n’est pas très enthousiaste et déclare nettement que l’œuvre a déçu ses auditeurs. Il reflète sans doute l'impression produite sur les spectateurs par la première représentation, mais il est curieux de le voir reprocher à Beethoven non un excès d’originalité, comme d’habitude, mais l’absence de nouveauté de sa musique, et lui faire grief de n’avoir pas saisi le sentiment véritable que le texte lui faisait une obligation d'exprimer (°’).
Peu après, rendant compte de la reprise de l’œuvre modifiée, la Gazette disait seulement que la pièce avait gagné à être retouchée et qu’elle avait « aussi plu davantage » (°°).
La même année, la Gazette théâtrale de Vienne publiait des Pensées au sujet de l’opéra « Fidelio »”où les raisons de l’échec sont jugées tout autres que dans la Gazette de Leipzig. Ici, plus de reproches concernant l’expression des sentiments par la mu-
57. « Das merkwürdigste unter den musikalischen Produkten des vorigen Monats war wol die schon lange erwartete Beethovensche Oper : Fidelio oder die eheliche Liebe. Sie wurde am 2osten November zum ersten Male gegeben, aber sehr kalt aufgenommen.….
« Wer dem bisherigen Gange des Beethovenschen, sonst unbezweifelten Talentes mit Aufmerksamkeit und ruhiger Prüfung folgte, musste etwas anderes von diesem Werke hoffen, als gegeben worden. Beethoven hatte bis jetzt so manchmal dem Neuen und Sonderbaren auf Unkosten des Schônen geopfert; man musste sich also vor Allem Eigenthümlichkeit, Neuheit und einen gewissen originellen Schôpfungsglanz von diesem seinem ersten theatralischen Singprodukte erwarten — und gerade diese Eigenschaften sind es, die man am wenigsten darin antraf.
« Das Ganze, wenn es ruhig und vorurtheilsfrey betrachtet wird, ist weder durch Erfindung noch durch Ausführung hervorstechend. Die Ouverture besteht aus einem sehr langen, in alle Tonarten ausschweifenden Adagio, worauf ein Allegro aus € dur eintritt, das ebenfalls nicht vorzüglich ist, und mit andern Beethovenschen Instrumental kompositionen — auch nur z. B. mit seiner Ouverture zum Ballet, Prometheus, keine Vergleichung aushält. Den Singstücken liegt gewôhnlich keine neue Idee zum Grunde, sie sind grüsstentheils zu lang gehalten, der Text ist unaufhôrlich wiederholt, und endlich auch zuweilen die Charakteristik auffaïlend verfehit — wovon man gleich das Duett im dritten Akte, aus G dur, nach der Erkennungsszene, zum Beyspiel anführen kann. Denn das immer laufende Accompagnement in den hôchsten Violinkorden drückt eher lauten, wilden Jubel aus, als das stille, wehmüthig-tiefe Gefühl, sich in dieser Lage wiedergefunden zu haben. Viel besser ist im ersten Akte ein vierstimmiger Canon gerathen, und eine affektvolle Diskantarie aus F dur, wo drey obligate Hôrner mit einem Fagotte ein hübsches, wenn gleich zuweïlen überladenes Accompagnement bilden. Die Chôre sind von keinem Effekte, und einer derselben, der die Freude der Gefangenen über den Genuss der freyen Luft bezeichnet, ist offenbar missrathen » (AMZI,, VIII, n° 15, col. 237-238).