‹ Le "Romantisme" de Beethoven Contribution à l'étude de la formation d'une légendeChapitre 186 sur 356 · Ibid · texte numérisé non relu

Ibid

209. « Beethoven hat durch seine Symphonie schon lange diesem Zweige seiner Composition einen 50 hohen Standpunkt unter den menschlichen Kunstschôpfungen angewiesen, dass es seitdem jedem Componisten schwer wird, an dem Abhang dieses Helikon zu gelangen, allein diese neueste Symphonie ist gewiss das grôsste Kunstwerk, welches Beethoven mit seiner vollen Titans-Kraft zu Stande brachte. Alle Theïile derselben machten die entscheidendste Wirkung, zumahl das Scherzo, und dieselbe würde sich durch die frappirende Fantasie, welche den Schluss-Chor einleitet, und durch selben selbst noch mehr gesteigert haben, wenn es den Mitwirkenden môglich gewesen wäre, diesen Theil so vollkommen zu geben als er es erfordert » (ATUW, XVII. n° 58, 230).

210. « Was soll man von dieser Tonwelt sagen, welche hier in der Form einer Symphonie auf das Herrscherwort dieses mächtigen Gebiethers sich gestaltete ! Die Instrumental- Musik hat nichts Grandioseres aufzuweisen. Alle Freuden und alle Schmerzen der Menschen-Seele hallen hier in den mannigfaltigsten Gestaltungen, verschlingen sich in wundersamen Zauberknoten, die wieder sich 1ôsen, um sich zu neuen Wunder-Symholen zu verweben.

« Der ergreifende Ernst des Sehers lässt einmahl in dieser Zauber-Welt der Tône uns durch die zur Einheït gebrachte hôchste Mannigfaltigkeit das Unendliche ahnen, dann scheinet er gleichsams eine Kühnheit im Scherzo durch die Wirklichkeit rechtferigen zu wollen, indem im sinnlicheren Ausdruck er uns seinen deutlicheren Organismus vorhält, wo sodann der Contrast des Bezeichneten und der Bezeichnung die muthwilligste Komik erzeuget; dann führet er uns wieder in die tiefsten Schatten des Gefühles, wo die blinkenden Goldarten des Gemüthes rein und glühend strômen und leuchtende, helle Kdelsteine mit ihren Blitzen die Gedanken beseelen, welche im Edien zu kommenden Thaten reifen.

« Dem tief bewegten Künstler gentigen nicht mehr die Iuftgestalten der Instrumental- Musik, das Wort, die menschliche Rede muss er noch zu Hilfe nehmen, um sich gentigend auszusprechen. Wie wird er sich ausdrücken? Was wird er sagen? Was wird sein

C’est bien le Beethoven romantique qui nous est présenté ici. Ce Titan inspiré, ce mage dont l’art révèle un univers merveilleux, ce créateur ému et émouvant, cherchant toujours de nouveaux procédés d'expression pour mettre l’âme de ses auditeurs en contact avec l'infini et avec Dieu, c’est l'artiste par grâce divine, tel que l’ont conçu les romantiques.

Le compte-rendu de la Gazette de la mode proclame d’abord la supériorité de l’oratorio et de la symphonie sur les autres genres musicaux et rappelle les grandes œuvres symphoniques qu’on doit à Beethoven. La nouvelle symphonie qu’on a entendue est capable de plaire à n’importe quel auditeur par son esprit et son originalité. Le critique analyse l’œuvre, cherche à déterminer le caractère expressif de chacune de ses parties et loue surtout Beethoven d’avoir si bien saisi l’esprit du poème de Schiller et, dans son enthousiasme, d’en avoir fait un chant « ivre de joie », une « fantaisie sublime et psalmodiante » qui « unit l’expression déclamatoire la plus stricte à la mobilité lyrique » (9:

Revenant, quinze jours après, sur la Neuvième symphonie à l’occasion de sa deuxième exécution, la même revue cherche en-

Gesang seyn? Was anderes als ein Lied der Freude! Freude, holder Gôtterfunke, du musst sprühen, wo so ein Geist den Abglanz des Universums und seines ewigen Schôpfers concentrirte in seinem Fokus! Und wie sprühet er!!! Wem er seine Nacht nicht erhellte, nun der mag schlafen ! » (ATUW, XVII, n° 67, 267).

211. « Wenn Geist und Originalität in dem Tonwerk, welches jetzt besprochen wird, die Aufmerksamkeit auch des gewühnlichen Zuhôürers in Anspruch nehmen, so fesselt den Kunstverständigen ausserdem noch die kunstvolle Verflechtung der darin herrschenden Ideenfülle und die meisterhafte Ausführune, die charakteristische Haltung, das glâänzende Colorit und der lebendige Humor, der sich auch mit Zartheit des Gefühls und melodischer Anmuth verbindet, wie dieses in dem dritten Theil, nämlich im Andante, canz vorzüglich zu bemerken war. Mit der ergreifendsten Kraft, auf jedes Ohr und jegliches Gemüth ohne Ausnahme, wirkte jedoch der vorhergehende Theil, das Scherzo, welches zugleich in hôherem Grade, als alles Uebrige, ohne Zweifel eine ungewôhnliche, schwer zu lôsende Aufgabe für das Orchester ist. In dem letzten Theil tritt die Grund- Idee des Ganzen noch einmal hervor und heïtre Anklänge aus dem vorhergehenden Scherzo berühren auch hier, wie vorüberfliegende Blitze, mit unwiderstehlicher Wirksamkeit. Endlich mischt sich der Gesang in das reiche bezaubernde Spiel der Harmonien und das Lied an die Freude von Solo- und Chorstimmen vorgetragen, bildet den hôchst eigenthümlichen Glanzpunkt des Ganzen. Etwas dieser originellen Idee Aehnliches hat der Tondichter bereits früher in einer Composition für das Pianoforte ausgeführt, die mit Variationen schliesst, mit welchen der Gesang sich dann vereinigt, der das Thema auffasst und begleitend fortführt. Wer nun von diesem Lied an die Freude, wie wir es hier vernahmen, ein Lied im gewôhnlichen Sinne erwartet hatte, musste sich getäuscht finden. Für den Refrain eines einfôrmig wiederholten lyrischen Gesanges erkannte der geniale Tondichter jenes grossartige Gedicht als zu umfassend und bedeutsam. Wer dieses ewig jugendliche Lied an die Freude, das vor mehr als 30 Jahren schon gedichtet wurde, nach langer Zeit wieder liest, oder hôrt, der fühit sich von der nähmlichen Begeisterung ergriffen, und sein freudetrunkener Gesang ist eine erhabene, psalmodirende Phantasie — wenn diese Benennung hier gestattet wird — die charaktcristisch in dem eigentlichen Element des liedes sich bewegt — des Liedes an die Freude — und den strengsten declamatotischen Ausdruck mit der lyrischen Beweglichkeit verbindet.. In würdigere Häude konnte dieser Hymnus nicht gerathen, und nur ein Tondichter von so unerschôpflichem Reichthum der Phantasie durfte es unternehmen, ihn auf solche Weise zu bebandeln » (MZW, IX, n° 59, 506-507).

core à souligner la valeur expressive de l’œuvre et surtout du final, dont un passage « fait songer au mystérieux abîme de lPau-delà » (?*?).

Le correspondant viennois de la Gazette de Leipzig estime que cette symphonie peut soutenir la comparaison avec les précédentes, que tout en elle est neuf et original. Le premier mouvement est « fier et hardi », élaboré en une « véritable lutte athlétique », tient notre attente en haleine et la satisfait. Dans le scherzo, les instruments rivalisent de facéties ». L’andante est proclamé supérieur même à celui de la Septième symphonie, c'est un « chant céleste » qui a, entre autres qualités remarquables, « le sublime de l'expression et la simplicité ». Dans le final, le récitatif des contrebasses qui suit le « pot-pourri » des motifs précédents semble demander : Que va-t-il se passer maintenant? Un motif « doucement onduleux » répond, s’enfle peu à peu, puis le chœur clame la gloire de la divine musique et « Louange, honneur et reconnaissance à son digne prêtre! » (?!*).

Toutes ces indications sont encore de nature à mettre en relief l’élément expressif de la Neuvième symphonie et surtout de son final.

L'année suivante, la Neuvième symphonie ayant été exécutée à Aix-la-Chapelle, à l’occasion du festival bas-rhénan (avec suppression d’une partie de l’adagio et du” scherzo en entier), le correspondant de la Gazette de Leipzig se montre assez embarrassé pour rendre compte de l’œuvre mutilée. Le premier allegro, dit-il, fait surgir isolément les instruments à vent sur un trémolo du quatuor, « comme des figures de brume émergeant d’un lac immobile ». La partie exécutée de l’adagio sépare les instruments en deux groupes : celui des instruments à vent respire « une profonde mélancolie », surtout le cor, si bien qu’à un moment tout semble « s’unir en une plainte aux larmes silencieuses ». Au final, la joie « éclate en tempête déchaînée ». Ce final n’a pas plu au critique, qui estime qu’il manque de tenue et est difficilement exécutable. Pourtant, ajoute-t-il, « on peut dire de Beethoven ce qu’on a dit de Haendel : Même dans l’erreur il est grand! » (*1#).

212. « Das nach dem Zusammentreffen freundlicher Krinnerungen aus den vorhergehenden Theilen eintretende Thema ist eben 50 leicht und gefällig, als edel und feyerlich, der Bedeutung und dem Geist der Poesie entsprechend, prägt sich mit rascher Wirksamkeit in das Gedächtniss ein, und tônt noch lange wieder im Gemüth der Hôrenden. Es ist nicht der wilde Rausch der Sinnenfreude, der sich hier offenbart, sondern der zu hôüheren Regionen sich erhebende, verklärte Geist des innigen Entzückens, die reine Seelenfreude, die allein wahres Wohlseyn heissen kann, und die sich hier in aller ihrer Heiterkeit mit der ernsten Wahrheit des charakteristischen Ausdrucks vereinigt, bey den Worten : « Brüder über’m Sternenzelt.. » in oratorische Andacht übergeht, mit dem folgenden Satz : « Ihr stürzt nieder... » an die geheimnissvolle Tiefe jenseits mahnt, und sich endlich zur hôchsten Begeisterung emporschwingt » (MZW, IX, n° 67, 580).

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