Ibid
84. « Es ist wahr, eine tiefe geheimnisvolle Magie der Natur liegt in den Blumendüften. Als ich jenen Abend in dem schônen mächtigen Laubgange sass, als im Hauch des Abendwindes die Düfte des blühenden Jasmins, der Fackeldisteln, Läilien, Rosen mich urstrômten, da fühlte ich ein unnennbares Wohlsein, das aufging in meinem Innern, wie heïlige herrliche Musik. Aufs Neue glaubte ich die tiefere Bedeutung des dichterischen Wahnsinns zu verstehen, der Duft und Musik in einen Brennpunkt der Empfindung stellt und selbst jener seltsame Traum, in dem ich, eine Opernprobe dirigierend, einer Sängerin zurief, sie môge in den Vortrag einer Arie mehr Nelkenduft bringen, kam mir nicht mehr skurril vor, wie sonst. Die Satanisken hatten mich verlassen, die Pantoffeln standen still, und die Tône, welche zu mir herüberschwammen, hallten nicht mehr aus dem Fortepiano, nein, der Weltgeist selbst rührte die unsichtbaren Saiten, die durch das Universum sich spannen, in jeder Brust mächtig hineintônend und die innere Stimme weckend, damit sie hinaushalle in die Akkorde der Natur! —— Als nun in dem fernen Gebüsch eine Nachtigall zu schlagen begann, war es mir, als stiegen alles Entzücken süsser Wehmut, die Sehnsucht, das Verlangen sichtbarlich auf aus den Blumenkelchen — und in demselben Moment erschienen Sie, gnädige Frau ! mit ihrem Neffen, am Ende des Laubganges. Ich sprang Ihnen entgegen und fühlte die Macht des unnennbaren Zaubers, der sonst mir mein schônstes Dschinnistan erschloss, und der nur auf ein stôrtiges, verstôrtes Gemüt seine Wirkung verfehit. Ja, gnädige Frau, es ist die unwiderstehliche Zauberkraîft der geistfeichsten, liebenswürdigsten Frau, die Sie längst an mir übten, aber — ich sag” es unverhohlen — mächtiger, als jemals, an jenem Abende, den ich zu den schônsten meines Lebens zähle... » (H, v. MüLrer, E. T. A. Hoffmann im persünlichen und brieilichen Verkehr, II /2, 352-353).
une singulière correspondance entre certaines boissons et divers genres de musique (°°).
Hoffmann a donc été partisan de la correspondance des sensations. Les passages cités montrent que cette correspondance n’était pas, pour lui, quelque chose de vague et ne se limitait pas aux sensations musicales et visuelles. 11 a fait intervenir également les sensations olfactives, et même les sensations gustatives, avec une grande recherche de précision.
Les indications que nous avons recueillies jusqu'ici ne s’appliquent qu’à la musique instrumentale. La musique chantée, où le musicien cherche à illustrer musicalement les idées ou les images précises suggérées par le texte littéraire, a nécessairement un autre caractère. Elle pose le problème de l’accord entre le poète et le musicien. Ce problème a été envisagé par Hoffmann dans une discussion dialoguée intitulée Le Poète et le Compositeur (°°). Il a, en outre, résumé brièvement les résultats de cette discussion dans l’article qu’il a consacré à l’Almanach de l'Opéra de Kotzebue (°°).
On aurait pu s’attendre à voir Hoffmann, qui réunissait dans sa personne les talents du poète et du musicien, essayer de résoudre pratiquement la question en étant lui-même son propre librettiste. Dans la préface qu’il avait écrite pour les Fantaisies à la manière de Callot, Jean-Paul semblait l’y engager (°*).
La préface de Jean- Paul est datée du 24 novembre 1813. Est-ce pour répondre à cette invitation à peine déguisée à composer à la fois paroles et musique d'un opéra que, moins de quinze jours après, Hoffmann publiait dans la Gazette de Rochlitz son dialogue sur les rapports du poète et du musicien? Dès les premières pages, il y indique le problème : le musicien assurerait-il
85. « Sollte es wirklich geraten sein, dem inneren Fantasie-Rade Geistiges aufzugiessen (welches ich doch meine, da es dem Künstler nächst dem rascheren Schwunge der Ideen eine gewisse Behaglichkeit, ja Frôhlichkeit gibt, die die Arbeït erleichtert), so kônnte man ordentlich rücksichts der Getränke gewisse Prinzipe aufstellen. So würde ich z. B. bei der Kirchenmusik alte Rhein- und Franzweïne, bei der ernsten Oper sehr feinen Burgunder, bei der komischen Oper Champagner, bei Kanzonetten italienische feurige Weine, bei einer hôchst romantischen Komposition, wie die des Don Juan ist, aber ein mässiges Glas von eben dem von Salamander und Erdgeist erzeugten Getränk anraten ! — Doch überlasse ich jedem seine individuelle Meinung und finde nur nôtig für mich selbst im stillen zu bemerken, dass der Geist, der von Licht und unterirdischem Feuer geboren so keck den Menschen beherrscht, gar gefährlich ist, und man seiner Freundlichkeit nicht trauen darf, da er schnell die Miene ändert und statt des wohituenden behaglichen Freundes zum furchtharen Tyranen wird » (Hôchst zerstreute Gedanken (Fantasiestücke). HWM, I, 74). La boisson produite par les Salamandres et l'Esprit de la terre est le punch.
86. Der Dichter und der Komponist. AMZI,, 8 déc. 1813, col. 793-806. Publié dans Serapionsbrüder, HWG, VI, 76-08. é
87. AMZI,, 26 oct. 1814, col. 720-724; 2 nov., col. 736-741. HWG, XV, 162-171.
88. « Bisher warf immer der Sonnengott die Dichtgabe mit der Rechten und die Tongabe mit der Linken zwei so weit auseinander stehenden Menschen zu, dass wir noch bis diesen Augenblick auf den Mann harren, der eine echte Oper zugleich dichtet und setzt, » (Fantasiestücke, HWM, I, 8).