Ibid., 150 et suiv
206. « Ja, ich glaub's, dass Orpheus sich umringt sah von den wilden Tieren, de in süsser Wehmut aufstôhnten mit den Seufzern seines Gesangs; ich glaub’s, dass die Bâume und Felsen sich nahten, und neue Gruppen und Wälder hildeten, denn auch ich hab’s erleht ; ich sah Säulen emporsteigen und wunderbares GeRälk tragen, auf dem sich schône Jünglinge wiegten; ich sabh Hallen, in denen erhaberne Gôtterhilder aufgestellt waren; wunderbare Gebäude, deren Glanz den Blick des stolzen Auges brachen; deren Galerien Tempel waren, in denen Priesterinnen mit goldnen Opfergeräten wandelten und die Säulen mit Blumen schmückten, und deren Zinnen von Adlern und Schwanen umkreist waren: ich sah diese ungeheuren ArcChitekturen mit der Nacht sich vermählen, die elfenbeinernen Türme mit ihren diamantnen Jazuren im Abendrot schmelzen, und über die Sterne hinausragen, die im kalten Blau der Nacht wie gesammelte Heere dahin flogen, und tanzend im Takt der Musik, und um die Geister sich schwingend, Kreise bildeten. Da hôrte ich in den fernen Wäldern das Seufzen der Tiere um Erlôsung.… » (Gœthes Bw. [Bett.,