LE CHANT DE TELL
Von der eidgnoschaft so wil ich heben an, des glichen hort noch nie kein man, in ist gar wol gelungen !
sie hand ein wisen vesten pund, ich wil uch singen den rechten grand, wie die eidgnoschaft ist entsprangen.
Ein edel land, gut recht als der kern, das lit beschlossen zwûschen berg ^il vester dann mit muren, do hub sich der pund zum ersten an, si hand den sachen wislich getan, in einem land heisst Ure.
Non merkent, lieben herren gut, wie sich der pund zum ersten anhub, und land uch nit verdriessen, wie einer must sim eigenen sun
ein epfel ab der scheitel schon mit sinen henden schiessen.
Der landvogt sprach zu Wilhelm Tell :
€ Dun lug, das dir die kunst nit fel und vernim min red gar eben :
trifstu in nit am ersten schutz, furwar es bringt dir kleinen nutz ' und kostet dich din leben. >
Do bat er got tag und nacht, dass er den epfel zum ersten traf, es kond si ser verdriessen I das glûck bat er von gotes kraft, dass er von ganzer meisterschaft so hoflich konde schiessen.
Âlsbald er den ersten schutz hat gtan, ein pfil hat er in sin gôller gelan :
c het ich min kind erschossen, so hat ich das in minem mut, ich sag dir fur die warheit gut, ich wolt dich han erschossen ! i»
Domit macht sich ein grosser stoss, do entsprang der erst eidgenoss, si wolten di landvogt strafen ; si schuchtent v\reder got noch fruxkl, w^enn eim gefiel v^ib oder kind, so woltent si bi im schlafen.
Ubermut triben si im land, — boser gewalt der v^ert nit lang !
also vindt mans verschriben.
Das hand des farsten vôgt getan, drumb ist er umb sin herrschaft kao und uss dem land vertriben.
Âlso meld ich uch den rechten grand ;
si schwureut aile ein truv^en pund.
die juDgen und ouch die alteo.
Got lass si lang in eren stan iiirbass hin aïs noch bîss bar, so welln wirs got lan walten !
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