TRANSPORT DES MATÉRIAUX ERRATIQUES
Wie aber, durch welche Kraft sind dièse Fûndiinge, z. B. der P/lugstein ob Herrliberg , der an 60,000 Kubikfuss (2050 mètres
Eludes géologiques dans les Alpes. Paris 1841, und A. Cuyot, Distribution des espèces de roches dans le bassin erratique du Rhône im Bull, de la Sœ, d^hist. nai. de Neuchâtel , 1847. Fiir die Einzeichnung des Gebiels der Aarfûndlinge sind theiU meines iratern haBdflcbrlftUelie, theils Prof. B. 0ladeni Angaben benutzt worden. Die Verbreitung der Blôcke des Reuss-^ lAnth- und Rheingebietes und dasjenige der unvcrmiscliten Sentisund Kurfiirsten-Fiindlinge (weiss gelassen) ist nach meines iratem und nach clgnen Beobacblungen verzeichnet.
Zu bemerken ist noch, dass, wenn auch die Fiindlinge der verschiedenen Slammgebiele im AUgemeinen von einander getrennt sind , doch làngs den Grenzen zweier Gebiele in einer oft ziemlich breîten Zone eine Vermengung eintritl. So kommen Gotthardgranite und Windgellen^Porphyre an der Ostseite des Albis und Uloriickens vor, und durch die EinsatUuog der MaUchelle zwischen dem Uto und de:n Hasenberg sind ReussfUndlinge (erratiques de la Reuss) aller Arten , nach Dietikon , ins Limmatthal und selbst an dessen rechtes Gehânge biniiber gelangl (die ersten Gotthardsgranite fînden sich hier unterhalb dem Sparenberg^ mehrere zum Theil sehr grosse zwischen Weiningen und (Etewyl); hinwieder finden sich sehr zahlreiche Blôcke unzweifelhaft aus Glarus stammenden Semfconglomerats im Reppischlhal und einige beim Hofe Hasenberg; ob die Blucke âhniichen rothen Conglomérats, derea einer vor etwa 15 Jahren an der Grenze zwischen den Kahtonen Zurich und Zug sûdlich von Kappel^ einige zwischen Vollenweid ond dem Dttrf Augst^ einer wesllich von der Ri/ferschwyler Kirche lagen, aus Glarus Oder aus dem Reussthale stammen , ist schwer zu entscheiden , da in lelzterm seiches rolhes Conglomérat ebenfalls, obwohl nicht in grosser Mâchtigkeit ansteht; aus dem Angeftihrten folgt von selbst, dass im Limmaigebiet unterhalb Dietikon durchweg Reusshlocke anzutreffen sein werden, wie es in der That der Fall ist; zu den charakleristischen der letzteren gehôren ausser den Gotthardergraniten 2 Stucke von Windgellen-Porphyr, wovon das eine auf dem Petersberge^ das andere von 3 bis 4 Kubikfuss Inhalt in der Mal%haide ôstlich von Baden liegt. — Breiler noch ist die Zone , in welcher Rhein^ und Linlh- Fiindlinge mi einander gemengt vorkommen. Abgesehen nâmlich von der Frage, ob man die Nagelfluh' (gompholilhe) und Kalkblocke (blocs calcaires) des Speers und der Kurfûrsten als Rhein- oder als Linth-Fûndlinge betrflchten will , und abgesehen von deo im Silihal und im Silfeld bei Zurich nicht seltenen Geschieben von Julier-^ Granit' und anderen BUndenergesteinen (roches des Grisons)^ kommen vereinzelle Bliikke von PonteljaS'Granit vor bis zu einer von Weesen gegen Zurich hingezogenen Unie; anderseils reichen Blôcke, die wohl unzweifelhaft von der Siidseite des Wallentees herstammen {Semfconglomerate , dolomitische Kalksteine u. s. f.), bis zum obern Tos-Thal hiniiber; auf der Hôhe des Hummelwaldes Ûnden sich Blôcke mandelsteinartigen Semfconglomerats^ wie seiches bis jelzt nur im Kanton Glarus bekannt ist, ein 3 Fuss langer, 2 Fuss breiter abgerundeter Block rothen sernfartigen Conglomérats ist selbst bis nach Wattwyl im Toggenburg vorgedrungen. Derartiges Eingreifen der verschiedenen Blockgebiete in einander erklart sich nach der Gletschertheorie theils durch die bei den jetzigen Gletschern analoge Vermengung des Sleinschutls verschiedener Stammorte in bedeutender Entfernung von diesen, theils durch die ungleiche Miichtigkeit, welche die verschiedenen Gletscherarme zu verschiedenen Zeiten haben mochten , theils endlich durch die spatere Wirkung des Schmelzwassers.
cubes) Inhalt bat, und die ob Regensberg an der Lagern liegenden, ûber die Tiefe des Zûrichseethals weg an ihre jetzigenFundorteTerselzt worden? — Es lâsst sicb nâmlich, wie bereits angedeulel, nachweisen , dass die grossen Thâler , wie das des WaUensees und Zûrchersees , schon ausgebildet gewesen sind ; ja selbst unbedeutende Einschnille, wie das Goldinger-y Fischinger- ^ Mûhlrûlititd u. s. f., haben zur Zeit dcr Wanderung der Blôcke bereilsexistirl*. — Die Frage, wie dieser Transport der Fùndlinge erfolgt sei, bal die Naturforscher lebbaft beschâftigt und ist auf verschiedene Weise beanlwortet worden , auch gegenwàrtig ist man ûber die Lôsung des Ràthsels noch nicht einig. — Die einen. Mm*. Ben* de Saussiire, Iieofi v. Bucliy Conr* Esclterv. d. Idntlh waren geneigt, zu ungeheuren Fluthen Zuflucht zu nehmen, die, aus den Âlpen hervorbrechend , die Blôcke mit sicb gerissen und sie schwimmend oder so zu sagen fliegend an den jetzigen Fundstellen abgesetzt baben sollten. — Zablreicbe andere Schwierigkeiten bei Seite gesetzt, blieb es aber iromer unbegreiflicb, wie der-
* Die damalige Existent des "Wallen-Zurichset'ThaU geht u. a. deutlich hervor au dem Dasein der Schieferkohlen (lignite) von Ul%nach und Wangen,
Dièse Schieferkohlen (lignite) beilnden sich in wagrechter Lage auf den senkrecbt stehenden Molasseschkhten. Die Aufrichtung dieser Molasse aus der ursprûnglich waçrechten in die jetzige senkrechte Stellung und die mit dieser Aufrichtung tasammenhangende Entstehung des Wallen-Zurichsee-ThaU , sind also iilter als die AbUgeruiif der Schieferkohlen, welche selbst der Uerbeifuhrung der il (pen/tiiuf/inge voraus gcgangen ist ; dergleichen kommen nâmlich hâuflg iiber, niemals weder m , noch unter der Schieferkohle vor.
Die Existenz der unbedeutenden Einschnitte des Goldinger-, MiihlrUti^ThaU u. s. f, schon vor der Ankunfl der Ftindlinge, geht hervor aus ihrem massenhaften» allCilli|; sp&tere Herbeischwemmung ausschliessenden , Yorkommen in diesen Thulcheu; in dies^ kônnen sie von den umgebenden Plateauxflàchen des Allmannsstocks auch nicht herabgefallen sein, da auf diesen Flachen keine solche Fùndlinge vorkoromen; sie mûssen also direkt au ihren jetzigen Fundorten abgelagert worden sein, und dièse demuacb damais schon ungefnhr ihre jetzige Gestalt gehabt haben. Durch âhnliche Betracbtun^en lasst sich nachweisen, dass es sich im ganzen Alpengebiet ebenso verhalten bat. ■r. Prof. VromlierB (Leonh. und Bronn, Jahrb. 1850, S. 641 und fg.) glaubt zwtr« das Becken des Bodensees habe damais noch nicht existirt. Allein die Existena der Schieferkohlen von Morschaeh bei St.-GalUn , ident mit denen von Ut%Haeh , iiefert deo unumstosslichen Beweis , dass die Ufer dièses Seebeckens , also nothwendiger Weise auch die ganze Umgegend, ebenso wie die anderen Alpenthaler, den Haupttypas ihrer jetzigen Gestalt schon vor der Ankunfl der Biocke erhalten haben.
Figure explicative dans le texte.
Matérîtax