‹ Mélanges offerts à M. Émile PicotChapitre 175 sur 320 · HERMANN SUCHIER · texte numérisé non relu

HERMANN SUCHIER

roue tourne horizontalement et l'essieu perpendiculairement ; ce sont les plus modernes. Herr Dr. Karl Kôhne, der Heft 71 von O. Gierke's Untersuchungen verôffentlicht hat (Das Recht der Mûhlen bis zum Ende der Karolingerzeit, Breslau 1904) hat die Gùte gehabt, mir ïiber die Sache folgende Auskunft zu geben : « Mit moulin à choîsel werden Wassermùhlen bezeichnet, fur welche das Wasser durch besondre Leitungen (clusac- Kaniile oder Rôhren) gesammelt wurde. Die Richtigkeitdieser Auffassung geht aus der bei Du Gange unter mokndiniini choiseiillum mitgeteilten Grûndungsurkunde der Abtei Fontanetum hervor. Damit stimmt auch ûberein, was Godefroy Dict. unter fo/Vf/ mitteilt und die daselbst angefûhrte Quellenstelle. Es handelt sich offenbar uni die heute sog. oberschliichtige Wassermûhle, bei der das Rad durch eine von oben her auff'allende Wasserkraft getrieben wird. \Jnler coisel wird also die — im Mittelalter in der Regel hôlzerne — Leitung verstanden, welche das Wasser von einer hôhern Gegend der tiefer gelegenen Mûhle zufùhrt. Vgl. Moriz Heyne, Fiinf Bïicher Deiitscher Hausaltertûmer , II, Leipzig, 1901, S. 263, 264, und besonders die daselbst S. 265 wiedergegebene Abbildung aus dem xv. Jahrhundert. »

So weit Herr Karl Kôhne.

An der Eingangs zitierten Stelle ist mit coisel offenbar ein oberschlâchtiges Mùhlrad gemeint.

Da G. Paris choisel immer nur in dem zusammengesetzten Ausdruck moulin à choisel fand, sagt er : « Il est à remarquer qu'il ne se trouve jamais seul. » Unsere Stelle der Chançun de Rainoart widerlegt dièse Bemerkung.

Die von Gaston Paris angesetzte Etymologie (caucellus % vom Mittelgriechischen y.aOxiç « Bêcher ») wird das Richtigc trcffen.

Weitere Belege fur das Wort und seine verschiedenen Formen findet man zahlrcicli in der Sammlung der Dictionnaires topographiques de la France, auf die ich hiermit verweise.

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