‹ Tilly;Chapitre 14 sur 43 · COPIE DE LA LETTUE JOINTE A CELLE CI-DESSUS · texte numérisé non relu

COPIE DE LA LETTUE JOINTE A CELLE CI-DESSUS

DurrhlauchligcrFuerst, EurLicbil. seinl unser Bruederliche frcundtwillige Dienst allzeit zuvor. Freuodtlichergelicbtor Brueiler, unss hat der Kon. Kays. May. und Ld, gewester obrister Veldtmarschalk in liungarien der Edle Johann von ïserclaes von wegen seines Volteren Aûlhony von Tserclacs flrissigesl angelangt densciben E. L zue fuer-

* Archives du château de Norderwyck. lavent. Litt. G. N^ 66. Autographe, » Ibid.

fallenden occasionen freundll-bruederlich zu recoromandiren, damiter uns nun umb seine berueoibten kriegs erfahrenhait wiiïen, ihnie io seinen begehren willfahrig zuffuren habe, so bitten wir Ë. Ld. brucderlich sie ihn bemelten Anthoniam von Tserclaes, von unnserlwegen zu begebender gelegenhait, in gnaden bevohlen seyn lassen wollen. Sie unns in gleichen und annderen zu bruederlichen angepehmen gefallen ganz willig und geneigt wissen. Gegeben zm Prag den 47 Martii À. 4 607.

Maximiliin.

A Farchiduc Albert.

Monsieur mon cousin^, Je suis eslé quelques jours absent de cestc court, qui est cause que je ne vous ay pas plus tôt envoyez îes lettres que vous avez demandé de Sa Majesté Impériale et de TarchidQcqz Mathias. Je ne scay sy elles vous serviront, vous pourez les présenler selon le tems et Toccasion que jugerés convenir. J'écry aussi ung mot au secrétaire Fleckenslcin (sic) sur ce mesme sqbject, de sur que je n'ay nulle cognoissance de luy, s*il est home que Jugés qui vouà puisse servir, je pourray luy faire escrire par quelques aultre que scaurés estre de ses amis par deçà. Je bayse les mains à ma cousine votre compaigne. demeurant Monsieur mon cousin

Votre très-affectionné cousin pour vous servir,

T'Serclaes.

De Prague le 20 juillet 1 607.

A Monsieur Anthoine TSerclaes seigneur de Horens et de Bachtc à Bruxelles.

Ëdicr mannhafter sonnders freundlich licber Herr Haubtmann. euor sey mein freundtlich grucss zuvor. Bcricht euch hiermit das mir jungost von dcr Khays. Majit. anbcvohien worden dass ich ailes kriegs-

» Archives de Norderwyck. învent. Lilt. C. N° 66. Autographe. > Archives du Royaume. Sécrétai rerie d'Etal allemande. CknTtsponda&oe de Walleuslein et deTilly, tom. II.

volck die BÎch in Jr. Khays. MaJ. diensten zu Ross ond Fuess l>e6nden, mit ehesten zusamben bringen soll, denn Jr. MaJ. sye in dero diensten weiter zugebraucben wil.lens und bisshero nit abdankhen lassen wollen.

Verseche mich aiso zue euch, weil ir der Khays. MaJ. allein und kbainem andern gehooren, ir werdt sollichen genuegsamb wissen nachzakomen. Bevelc euch also in namen Jr. Khays. MaJ. ir wollet euch alspahlt bey verli^rung eur Ehre und Rediickhait mit sambt eur oadergebenen Fahne aufgoastrltz In mœhren zue mir und dem Khays. krigsvoickh slossen und mich ailes herichten. Ich bet die knechte rerstroBSten dass sie ires alten verdienst bezaft und auf das neue versichert werden, hiermit gott bevohlen. Datum schloss Josliwitz den 40martii4608.

Eur Guet freund

Ttserclaes von Tilly

VeIdtmarick<Mh.

Senden abschreiben ÂbschriiTt an dem Edienun i vosten Ujrrn Georg Sicherdlen, Rœm. Khay. MaJ. Hauptmann uber ain Fahnen deutsh khriegsvolckh zue Fuess.

Edler bester besonders freundlicher lieber Herr hauptmann derer sey mein gruss zuvor, bericht euch hiermit das mir Jungst von Ir. May. anbevohien worden, dass ich ailes kriegsvolckh die sich in Ir. May. diensten zue Ross und Fuess befinden, mit ehislen zusamben bringen soll, den Ir. MaJ. sye in dero diensten weiterzugebrauchen willens, und bishero khaine nit abdankhen lassen wollen. Yersehe mich also zue euch weil ir Rœmis. Khays, Majtt. allein und khainen anderen gehooren. ir werdt sollichen genugsamb nachckommeo. Qeveld auch also in namen Ir. Rœm. khays.. Majtt. ir wollet eoch aispalt bey verlierung Eur Ehr und Redlichkhait mit sambt ear undergegebenen Fahn auf Gœstritz in Mœhren zu mir und dem khays. kryegsvolckh verfucgen und euch ailes bcrichten lassen Jch bet die knecht vertrœsten dass sie ircr alten verdienste bezalt und das

* Archives du Royaume. Correspondance de Wallenstein et de Tilly, tom. II. . .

248 GORRËSPONDANGE DE TILLY.

neue vcrsicherl vvordon. Gott mit uns. Datom Josliwitz dcn 40 marlii

Eur Guet freand

TSERCLAES VON TiLLT Veldtmartchalckh.

Senden abschreiben abschrift an dem edlen und veslen Herrn Georg Sicberdten Rœm. khays. MaJ. Haubtmann uber ain Fahoen deutsch kriegsvolckh zû fuess.

Durchleuchlige.

Gnedigister Fuerst und Herr, Eur Durchl. sey mein undertbenigiste Dienst zuvor. Derogenedigisten schreiben hab ich wol empfaDgen, und desselben inhalt vernomen, verhoffends das Eur. Fuerst. Darchl. mir zue kbainer Ungnad versehen werden, das Job Jr. Khays. May. Bevelch nacbkommc welchen zue pariren icb gehorsambist schaldig und ernstlich bin. Was belannget das bey Eur. Fuerstl. Durchl. Jch mich uQverlangt anmelden solle, will Jr. Khays. May. ich anstaedt berichten was sy mir darauf allergenedigist anbevohlen werden, wiil ich demselben gehorsambist nachkomen. Yerbleibe Eur. Furstl. 'Durchl. unterthenigister und geringster Diener. Datum Mœstrilz deo 46 martii 1608.

Eur. fuerstl. Durchl. Undertbenigister

ZeRCLAES \(m TiLLT.

Dcr Fuerstl. Durch. Herrn Mathiasen Erzherzogen zur Œsterrcich , meincn genedigislen Fuersten und Hernn.

• Arclnves du Royaume. Correspondance de Wallenstein et de Tilly, t. II

KURZE UND WARBAFFTE VERANTWORTTDNG DER ROEM. KAT. MAT. IIOFERIEGS RATH8 UND OBRISTEN VELDTMARSCHALCHS IIERN. H. JOHAK TSERCLAES PRETHERRN TON HARBAIS CNiND TILLY IIERR.N ZU BAL ASTRE UNNO MON- TlGiNY, ETC.*

Demnach mir vor wenig tagen ein gotruckte copia, eines an aile Char : und Farsten dess Heiligen Rœm. Reichs (wie man furgibt) auss gefertigten, meinem woiherbrachten guten Namen und Ehren. Gaotz nachthailigen, nunmebr alleothaiben hin und wider in allen Landen zweifTels ohne Spargierten, und aussgesprengten schreibons; zohanden komnaen. Auss welcher ich mit hœchsier verwunderung verstanden, das under andern, in deroselben begriiïnen puncten, Jch QDgrundllich beschuldiget werde, Samb Jch, mit meinen adhœrenlen, das von Jr. Eay. May. mir undergebnes kriegsvolck aufT den Mœhrerischen Grœnitzen versamblet, und daselbst mit Brennen, Rauben, nnd BDdern den umbligenden Laendern grossen schaden zugefugt, auch anderer seitzamen Practicken, die Nobilitel ausszurotten mich understanden haben solte.

Âls bin Jch zu meiner WarhafTten, bestendigen und mit einigem grundt unwidersprechlichen entschuldigung, Âuch zu unumbgenglicber meiner EhrennotturlTt unnd Defension, so woi meniglichs hessern Wissenschafft, unnd information dièse meine verantwortuug gleicher gestalt an tag zu geben, Mich auch zuvorderst bey allen Chur : und Fursten des H. Rœ. Reichs oberwendter unerfindtlichen Aufïlag im grundt der Warheit zu purgieren, gleichsam getrungen worden, Jnn

* Archives du Royaume. Secrétairerie d'Etat allemande. Correspondance dtpk)matique. Pierre de Viscber. Carton, n° 63.

* Auff unnd ^ider eine gedruckte in diesen Landen alhereit so wol im h. Rumiscben Aeich aussgreogte copiam eincs schreibeos so (wie furgeben wierdt an aile çhur : und fursten dess Reichs abgangen sein sol) in welches Qoder andern dièse formalia zu befindën .

Dass der Obriste Tiliy JrKay. May. Veldlmarscbalch sambt seinen admren' ien das kriegsvolck auff den Mœhrerischen Grœnitzen versamblet unnd daselbst mit Brennen, Rauben und andern den umbligenden Laendern grossen schaden zugefugt. Auch anderer seitzamen Pracliken die nobilitel ausszurotlen sich underslanden habe, elc Menigliechen zu grundt : unndl bessOrer wUsenschaft unnd information. Mil verwilligung der Hohen Obrigkeit. Gedruckt ZQ Prag bey Paul Sesser, 4 608.

nll unzeiliger betrachtung das viele Hobeo und Nidern slands Persomo gœnlzlichen glauben als ob Jch eio so angegebner Rauber, Mœrder. oder so mehr unnd serger, ein Assassina uod heimblicher AusaroUer der Lœblichen Nobilitet were. und inen ein anders einzubilden keines wegs persuadirn lassen woellen. Derowegen Jch dann meniglicbeD, was Hohen unnd Nidern slands ,- dignitet, oder condition der seye. geburlichen hiemit bitten unnd orsuchen thue, dièse meine kurlze, und ohne einige gesurhle scheinende Bemenllung verfassle, warhaffle .enlschuldigung in gutem unparteyisrhen Hertzen, omni affectu semoto zu ponderirn, es wirdl verhoffentlich Sonnenklar befundeo werden. das bey der gantzen Ghristenheit ich zur hœchsten ungebuhr angrundtlich verunglumpft worden bin.

Dann was fur ains, das von hœchslgedachter Jr. May. mir anvertrautes auff den Mœhrerischen Grœnitzen versamblete Eriegsvolck, unnd das durch dasseibe den anrainenden Laendern, mit Rauben und brennen, soangebner schaden, zugefugt worden sein solle, anlanget, Waiss ich mich nicht zuerjnnern, das Jemaoden der geringste schaden durch Rauben beschehen, oder diss orts einige klage mir von Jemands weder den grossestem no^b kleinestem Landlsassen zur selbigen zeit, vorkommen were : Da es aber beschuldigter massen sich verhielte, so wolte Jch solchen ubel mit geburhlicber bestraffung wie zu begegnen, wol gewust. Weilaber wîe oberwenl. niemand der zeit geklagt, so weiss ich nicht, welcher gestalt ich nunmehrRaubens halber also bey meniglich mitgruiïdt angegeben werden kœnne, weiss auch gar wol. das solches in der warheit sich nit befinden wirdt. Was aber das Brennen anreichen thut, sage Jch offentlich, und will mich hiemit gegen menniglichen offerirt und beynebens verbunden huben. das dafern in grundt der Warheit durch unverdecbtigen genugsamenbeweiss beygebracht werden solte, das von erwentem kriegsvolck zur selbigen zeit das geringste Gebau, mit meinem wissen, verbrunnen oder angezundet worden seye, so wtll Jch dasseibe mit meinen kopf, Leib unnd Leben bezahlen. Bin auch erbœiig, mich auff allergnedigste zulass : und verwiliigung Jr. Kay. May. auff allen Reichs. Craiss. und Landtagen vor Chur. und Furslen, oder wohin Jch dess wegen erfordert werden, und von nœtheo sein mœchte freywilhgselbst in derPerson einzuslellen) und diessfalss meine ^teo* dige verantwortung zuihun. Das Jch aber das kriegsvolck auff zutragenden nothfal, zumal in diesen widerwertigen empœrungen, zuvorderstzu Jr Kay. May, Person. und Leibs versicherung. nnddannzuverhullung der abtrînnigen Haiduggen im gantzen Land aussgeschriebeoen besorglichen Landsverdcrblichen einfals zu mir erferdert, ist zwar

nit ohoe, soiches ober ist aaff sonderbaren Jr. Kay. May. Âllergnedigâten bevelçh, «o aile stund genugsam zuerweisen, geschehen. Wellichem in allem underihenigsiero gehorsam unnd treuen zu parirn mir, als Jr. May. verpflichten treueu Diener ond Veldmarschalchcii, ohne meDiglichs ainred und massgeben in allweg ebligen und gebiiren wœllen. Und wuste diàs orthsmeinen verleumbdern und angebern wol mit bestendtgerm grandi und anderst, wànn es die notturfft errordern soite,. zu begegnen, Will aber Bolches inir in allweg auff kunfftigen erforderten beweiss prQtestierlichen vorbehallen babcn. Das ich aber fars ander in den verdachl bey meniglichen gezogen worden, als ob Jch zu aussrottung der Nobilit^t sellzamer Praciick^n mich underfangen hette. Ântworte Jch kurlzlichen, das Jch, sofern es Je gescheheo were, soiches eintweder fur mein Person selbst, oder auss gewissem beveich vorgenommen haben muste.- Was nun meine Person anlaoget, so wirdt mir ein Jedweder, der mich jeroals erkennet, gewisslich gern zeugiiuss geben, das ich der Nobilitet gedegliche wolfarth, anflnemen, und frommen Je und allzeit nil allein befœrdern helffen, soadern mit und neben Jhnen, als einem Ehrlichen Cavalier wol anstehet, selbst mein Leib, Leben und ailes vermoegen gern zugesetzt hab, ZQ dem so weiss Jch weder im Erzherzoglhumb QEsterreich noch Margraftbamb Mœheren kein einige^ w^eder Hohen noch Nidern stands Person, welche ich die zeit meines Lebens wissentlich offendiert, deren Jch feind were, oder mir feind zu sein verursacht haben mœchte. Derowegen Jch nit wissen koande» warumb Jch fur mich selbs elwas thœtliches, auch wider den geringsten Landtsassen furnemben, viel weniger deren so ansehenlich Landschafflen hérzliche und furtreffliche Nobiliut ausszurotten, mich eigenmœchtig underfangen, und zu sol* chen Jr. May. vereideteswenigskriegsvolck gebrauchen solte, welches dann zwar ailes vernunfit und verstand zu wider lauffen thœte.

Das Jch aber dièses bezuchtigten vornembens kainen beveich gehabt. bezeuge ich mitt Gott, meinen guten gewissen und der gantzen welt, Wuste auch niemanden, so mir der zeit, und noch anjetzo etwas zabevelhen gehabt, oder bevehlen kcendte, als einig und allein die Kœ. Kay. May. meinen allergnedigsten Kayser, Kœnig und Herren. Welche mit dergleichen Assassinamenlen, wider Jhre selbst Erbunderthanen, oder diener, niemal, zuverfahrn pflegen. Es ist auch solcher Process, Gottlob, bis dahero von dem hocblœblichen Hauss OEsterreich oimmermehr erhœrt oder erfahren werden, sondern es ist viel inehrund besser Jr. May. angeborue gute und kayserliche Miitigkeit (ier gantzen weiten welt bekandt, gestalt, das dergleichen zu prœsumirn oder Jr May. zuverdencken, und zubeschuldigen', ]a soiches von

derselbeo Jemanden einzubilden, denen welche es etwa than mcBchteo, vor Gott uDd der Weit schwerlich zu veraotwortteo fallen wirdt. in massen ich dan auch solches ailes an seinem orth verbleiben lasse, und es za irer Kay. May. fernerea allergnedigsten considération und dfifehsion roeioer geringen Person anheimb gestelt haben wiil.

Und gesetzt das mir elwa dergleichen hette bevohlen werden wol^ len. so bin ich doch gegen menniglichen der ganlzea zuversicht und hoffoung, es werde mein, Golt lob, ohne einigen unzimblichen rhum zumelden.guter vohihergebrachter Name, so weit bekandt sein, das ich mich je und aile zcit, die tag noeines Lebens auffrichtiger thalen. mitLeib, G.ut und Blut wider den Erbfeind christUchen nameos, niemals aber dergleichen assassinien, unnd hainoblicber Practiken oder hinrichtungen bellissen, wiei veniger mich zue solchen Jemab bestetlen oder gebrauchenJassen, Jnmassen ich auch auffjetzerwenteo gesetzten ungestandenen fal gewisslich keines wegs gethan haben wurde.

Derowegen ist an jedermeniglichen was Wurden oder Stands der sein mag, mein gantz fleissige bitt mich in dergleichen erdichten uner* weisslichen auflagen in keine weiss noch. weg zu verdencken, Sondern auss dicsen Jetzl angezogenen kurlzen und warhaOlen motiven dissfals allerdings fur enlschuldiget, und es gœnlzlichen uud gewiss darfur zuhalten, das ail das jehnige, so etwan an Chur : und Fursten dess Reichs von mir geschrieben sein mœchte allein auff boeser und friedhœssiger Leulh, ungleiches angeben, zu bemenllung Jrcr vorhabenden intentvjn beschehen seye. Erbiete mich also nochmals, wie obervveut , auff hœchstgedachter Jr. Kay. May. allergnedigisten bevelch und vervviiligung, wo es deroselben gefellig, vor dem ganlzen Heiligen Rœ: Reich oder wo es von nœtheu sein wirdt, mich dieser unwarhaffien beschuidigung ferner zuverantworlen, uod klarlichen darzuthun, das nit allein gegen Jr. Kay. May. Sondera auch das H. Rœ. Reich und das Hochloebliche Hauss OEsterreich ich mit meinen langwirigen treuesten kriegsdiensten ein anders, alss solches ungutliches zumesseu und diffamation verdienet habe. Uod will hierauff der ungezweiffelten zuversicht lebén , es werde ein Jcdweder vernunffiiger ohne einige Passion biss der rechte grundt sich oiïenbaren wirdt , denn durch solch ptiblicierieif schreibco so »uïï j)€miciosè narrata abgangen, einem oder mehreren vielieicht voo mir eingebildten Argvvon falicn lasscn. Verdiene solches umb ein Jeden der gebur und nach eusscrslem und bestem meinem vermœgeo.

ANREXB8. S53

MÉMOIRE JUSTIFICATIF DE TILLT, EN DATE DU 1 MAI 4608, ADRESSÉ A l'archiduc ALBERT, GOUVERNEUR DBS PAYS-BAS.

Durchleigligster Erzherzog.

Gnedigister Faerst und berri Demnach ich nuDinehr io gewisse ErfaruBg khumben, dass die fursll. Dorchl. herr, Herr Mathias Erherzog za OEsterreich., a. s. w. mein gnedigister fuerst ond herr, ohonezweifel» auf bosse friedhaessiger Leath angeben, uod angleiche information einen ungnedigen Willen, argwobn and verdacht, auf mich geworffen, Samb Ich mit meinen Adhœrenieu das vonn Ir. Kb. MaJ. u. s. w., mir nndergebenes khriegsvolckh auf dem mahrerischen Graoitz versamblet, und daselbst mit Brennen, Rauben und annderen denn umbligenden Laendtern, grossen schaiden zuegefuegt, auch andere sellzamen Practikhen dieNobilitet ausszurotten, mich understaondten haben sollte : In massen dan Hochgedachte Ir Furell Durchl. dièses ailes nit allain ann aile Ghur. und Fursten des Heiligen Roraiischen Reicbs de dato Znaimb denn 26 Jangst verflossenen monats Aprilis fur sich und in namen dero zu Pressburg unirten kœnigreich undLaenden vonn mirausgeschrieben, sondern aacb solches in œffentlichen truckt zumeniglichs wissenscbafift aussfertigen publicieren und hierionen mich nngnedigelich beschulden lassen.

Als hab Ich zu meiner warhafftigen grundtlichen und in ewigkhait mit ainichen Bestannd unwiderspreohlichen enndtschuldigung, auch zuc unumbgengleiher mainer Ëhrennottuerft , diess mein gehorsambst schreiben an Eur. Hochfl. Durchl. zu eliren nit underlassen khoennen noch sollen, mit diser geborsamber bitt, Eur. Hochfl. Durchl. gerueben dasselbe inn hochfl. hulden gnedigist zue ponderirn, sie werden obnne zweifel sonnenklarge nedigist befînden dass ich bey Hocbgedachter Ir. Durchl. zu hechsten ungebuer verunglimpflt und anngeben worden.

Dann was furauss dass vonn Hocbgedachter Iro May. ahn mir annverlrautes auf den mehrischen granitzen versambeltes kriegsvolckh, und das durcb dasselbe, denin anraincMidten Lœndern mil

* Archives du royaume. Ck)rre8poDdance de Wallenslein et de Tilly. t. II. Secrétairerie d'Etat allemande.

TILLT. ît. 47

Rauben und Brennen so angegebeiie schade zugefûgt worden seyn soll anlaoget. sage ich offentlich ond will biemit gegen menigeilch offerirt und benebenss verbundten haben, das dafern im grundt der Warheit durch unverdechtigen , genugsamben beweiss baygebracht werden solte, das vonn ernendten kriegsvolckh za dë^^è)bigen zeil dass geringste gesseua (gehauâ) mit mainem Wi^en verbreonel oder angezundet worden seye, so will Ich dasselbe mit meinem khopif, Leib und Leben bezailen. Bin auch erbuéttig auf allegénedigsten zuelass und verwilligung Ir. Khay May. nitallàin in hochgedachter Ir. Durchl. und der unirten stendtemacht und gewalt, sondern auch auf allen Reichs — Kraiss — und Landtagen", vor Chur~ und Fuersten oder wohin ieh deswegen erfordert werden. und vop nelhen sein mechte, freiwillig seibst in der Person einzustellen und dtesfalls meine bestendtige verandwortung zue thun : das ich aber das kbriegsvolckh auf zuetragenndten notlfaal, zumalen disen widerwoertigen -empœrungen zuvordrist zu Ir. Khais. MaJ. Persotin und Leibsversicherung , und tlann zu .verhuetung der abtranigen Heyd^iggen , in gangzen Lanndt aussgeschienen besorglichen Landtverderblichen einfalls ZQ mir erfordert iist zwar nit ohnne, solches aber auf sonderbaren Ir. Khais. Maj. allergenedigsten Bevelch. welches, aile stundl genuegsamb zue erweisen, ist geschehen. Welchem in aller underlhenigister gehorsamb und threue zue pariren mir obnne meniglicher einredt und massgeben in allweeg obJigen und gebueren woilen. Wusste auch diss orthen meinen Verleumdern und angebern wohl mit bestendtigen grundt und anderst zue begegnen, Da auch der scholdligiste gehorsambiste respeckt , welchèn ich die tag meines Lebens gegen Ir. Furstl. Durchl. und das ganze hochlœbliche Hauss von Œsterreich getragen vor dem und diessmal nit abhieice, will aber solches mir in AUwege auf khunfftigen notfall und beweiss prolesterlichen vorbehalten haben.

Das Ich aberfuerss ander in dem ver-dacht bey allen Chur — und Fuerssten gezogen worden, ails ob Ich zue aussrottung der NobiIit«t selzamer Pratikhen mich unlerfangen, àudwordte Ich khuerzlicben dass Ich solches dafern es geschehen wehre, aintweder fuer mein person seibst oder aufgewissen Bevelch vorgénumben- haben mû£3te. Was nun meine person anlangen thuet, so wierdt mir. meniglich der mich jemalss erkhenn^l, gewisslichen gehen zeugniss gebeh dass Ich der Nobilitet gedegliche Wolfarth aufnemen und frumben, ]e und aile zeit nit aliein gehen befœrdern helfen. sonndérn mit und neben Innen ails ainen Erlichen cavallier woll anstehi. seibst mein ieib , lebeo und ailes vermûgen gehrn zugesetzt habe, zudeme. so waiss Ich weder im

ANNEXES. i255

Erzherzogtbumb OEslerreicb, noch im Marggra£Fthomb Mœhren Ichain ainiche weder hocben nocb niedern slandts PersoD, welche Ich die zeit meines Lebens offeodirt, deren icb feindt wehre, oder tnir feiodt za sein verursacht haben mechte, Derowegeri l'h nitwissen khandte warumb Ich fuer mich selbst elwas reindllicher auch wider dean geringsten Landsessen fuernembeQ. villweniger deren so ansenhlichen Landtschafften Nobilitet ausszurot^n roich aigenmechtig underfangen, uod zae solchem Ir. May. weniges kriegsvoickh gebraQch::n sollte, welches dann zwar aller vernunfïl und verstandt zuwiderlaafifeu Cbuet.

Das Ich aber dise^ bezichtigten vo nembens khainen . Bevelch gehabt, Bezeage Ich mit Gott, mein^m goett-n gewissen und der ganzin weltt. Wusste auch Nimandten, so mir derzeit, und noch etwiss zabevel'hen gehabt oder bj^velchen khœndte, ails ainig aod allain die Rœm. Khais. Ma], meinen allergenedigsten Khayser, Khœnig und Herrn, welche mit dergleichen aasassinamenten wider . s'e selbst Erbunderthanen oder diener niemall zuverfahren pflegen Ess ist auch solcher process gottlob, biss dahero vonn dem Hochlœblichen Hauss OËsteneich niemmermehr erhœrdt oder erfahren wor« deo. Sondern es ist villmehr Ir. Khays. MaJ. angeborne guette und khayserliche multigkhait derganzen welt bekhanndt, gestalt das dergleichen, zû presumirn oder Ir. Maj. zu verdennkhen oder zu beschttldtigen, Ja solches vonn derselben Ir. Durchl. selbsten einzubilden denen welche es etwa thuen mechten vor Gott und der Welt schwerlich zuveranntwordten fallen wuerdt, inmassen dann Ich auch solches ailes ann seinen orth verbleiben lasse, und es zu Ir. Khays. May. vernern considération und defension. meiner geringer Person anheimb gestellt haben will, u. s. w.

Und gesetzt das mir etwo dergleichen bette bcvolchen werden. wollen, so bin doch Euer Hochfurstl. Durchl. wie auch aile anndere char-und fuersten der heylligen Rœmischen Reichs Ich der genzlichen und gehorsambsten zuversicht und HolTnung , ess werde mein , Goltlob, ohnne ainichi unzimblichen ruehm zu melden, guetten vollberbrachten namben, so weith bekhanndt sain, dass Ich mich Je und aile zeit, die tag meines lebenss auffrichten [Lucke] ttlicher , rutterlicher thalen, mitleib, gueltund bluedt wider den Erbfeindt christliches namens niemals aber dergleichen assassinys und haimblicher PrSctiken oder hindterrichtungeh beflissen, villweniger mich zu solchem jeroalls bestdlen oder gebrauchen lassen. In masseo Ich auch aufjetzterwenndten gesetzten ungestandten faal, gewisslichen, kheines weges geth<inn haben wierdte. Derowegen ist ann Eur Hochfurst

256 CORRESPONDANCE b£ TILLY.

Darchl mein ganz geborsambste bitle, 8y wolien micb in dergieicheo erdichten unerweisslichen auflagen genedigist oit verdenncken, sondern auss diesen jetzt aogezogenen warbafftigeo motiven mich die^ falls genedigisl fuer endtschuldigt uend ea gennzlichen aend gmmsi darfuer baldten Das Hochgedachte Ir. fuerst. Durcbl. Je and allweeg inir mit allen gnaden woigewogeo gewent, und hinfuero verhoffennUîch nach boûndtenner meiçer begalen unschuldt noch sein und verbleiben werden und was dieselbe anjètzo vonn mir ann aile chur-und fuersalen dess Reichs geschrieben, seiches ailes allein auf beser fridtbessiger Leuth uirogleiches anogeben, zubementlungirerunvenftidtwordtltchei) Yorhabens erdichle persuasiones and angueltlicbe informatioD gelhan haben, Erbuette mich allso nochmali, wie oberwendt, nit allein vor mehrhochgedachter Ir. Durchl. derselben gefellig. sonodern aoch vor dem ganzen Rœmischen Reich, wo es vonn nethen sein wierdt, mich diser unwarhafiften Beschuldignng zu purgiren und klœriichen darzuethueo, Dan ich nit allein gegen Ir. Mty. sonndern auch das Heilige Rœmische Reich und ganze Hochberu^nbte Hauss Œsterreich mil meinen Landwierigen th-euesten kriegsdiensten ain annders ailssolnhe ungrundtliche Auilag, und (Lûcke) ation verdient habe. und will hierauf gehorsambist nit zweifel Eur. Hochfuerstl. Darchl. werden biss der rechte grundl sich offenbaren werdt , durcb hochgedachler Ir. Durchl. schreiben, so dieselbe auf perniciose narrata abgehen lassen, solchen Ir vielleicht eingebildten argwohn vonn mir genedigst abwenndlen, verdiene solches umb Eur. Hochf. Durchl. weill Icb lebe gehorsamblich und thue in deroselben genedigisten schotzund protection mich onderthenigist Eur. Hochf. Durchl. aber zaderoselben glucklichen, Uad la: gwierigen r^gierung in dess Allerfaegsten almacht (hreulichen empfehlen. Datum Praag dem 40**" May a" 1608. EurHocfujrstlichen, Durchlaucht.

Underthenigister gehorsambistar.

TSeeclaes von Tillt.

Dorchleichtigster Ertzherzog, u. s. w.

Geoedigster Fuerst and Herr. Eur hochf. Durchl. seind meioe underlheoigste gehorsamwilligste Dienst, neben wanschang von Gott dem almechtigen einer glucklichen langwierigen regirung, Jeder zeit zQvor. Demnach die Kœnig. Khays. May. mein aller geaedigster herr mich aufmein aller anderthenigst begeren meines wurcklichen dienens JD khays. gnadi erlassen, und benebens mir allergenedigist erlaubt habea, dass ich mich \u Ir. Furstl. Durchl. zue Bayern kriegsdienale auf deroselbeD genedigist begeren und erfordern begeben moechte , in massen ich mich dann fcBrderlich bei deroselben einzustellen enlschlossen und vorhabens bin, alss hab Eur Hoch furstl. Durchl. ich dièses in gehorsamb aozudeutten nit umbgehen sollen , der gehorsambistcn hoffnung Eur. Hochfurstl. Durchl. werden dièse meine gehorsamblichste wolmeinende ansstzung in hochfurstl. Hulden vermerkhen, in genedigster betrachtung das ich bei solcher gelegenhaid verhofieDtl'.ch dem hochlœbl.Hauss zue OEsterreich und dem gemeinen chrisllichen wesen sowol als ob ich in desselben wurcklichen diensten verbliebe, dienen werde khœnnen. Wie ich denn nit allein die zeit meines Lebens. in hochlœbl. Hausses OEsterreich underthenigisten treuesten dévotion verharren, sondern auch wann es die gelegenhait geben wierdt, jederzeit mit darsetzung guets und bluets zue dienen bereith erfunden werden will. Bitte demnach Eur. hochfurst. Durchl. gehorsambist sy wollen wie bissher allezeit, also auch hinfuro mein geaedigister fuerst und herr sein und bleiben, dero mich dann zu^ beharrlichen furstlichen angeborenen gnaden underthenigis^ und dieselbe gœttliche protection treueliche empfehien thue. Geben praag, den 4**" may a* 1610.

Eur hocfurstlichchen Durchlaucht.

Underthenigister, gehorsamister

Johann TSerclaes von Tilly.

A TArchiduc Albert.

' Archives du Royaume. Correspondance d« Wallenstein et de Tilly, t. II. Pièce détachée.

Edler, gestrenger, besonders geliebtter herr demselben angenehmen freundschafften zue erzeugen bin ich jederzeit willig, und oerichte den Herrn dass ich nnnmehr von âer Eœnigl. Khays. Majtt. meines dienens erlassen, und mitt allergenedigister bewilligung deroselben mie h bei der forstl. Durchl. zue Bayern des ehisten einzustellen ëntschlossen bin , wann ich dann dits falls wie der her/ beyligend zne sehen, an Ir Hochfurst. Durchl. geschrieben\ oend deroselben meine underthenigiste intention in gehorsamb zue wissen gemacht, alss ist an den Herrn aïs meinen besonderen liében freundt, mein fleissiges bëgeren, er wolle dasselbe unbeschwerdt hœchst gnedigist Ire Hochfarstl Durchl. bei bester geiegenhait furtragen, solch schreiben uberantwordten, und dabei meiner in meliori gedenckhen, auch Ire hochfurstl. Durchl. anstatt meiner versichern dass ich alss deroselben gehorsambister Vasal, einen weg alss den anderen ir Durchl. underthenigister truester diener Jederzeit sein und bleiben will, solches bin ich umbden herrn hinwiderumb freundlich zueverschulden guetwillig, uns sambtlich Gottes schuz empfehlende. Geben Praag den \ *" may 1640.

Des herrn freuiidtwiJliger Jederzeit

' Johann TSerclaes von Tillt.

: Dem edlen gestrengen herrn Hans Jacob Fleckheimer hochtfursbl. Durchl. Ërzherzpgs Alberti zue Osterreich Rath und gehairoben secretario etc. Meinem besonders lieben Herrn und Freundt. Brussel.

ACCORD ENTRE LES DEOX ARMÉES PRÉSENTEIIENT AU* PALATINAT POUR LE FAICT DES QUARTIERS. 31 OCTOBRE 4620.

Les soldats à pied sont mis en rançon à 3 4;3 Reicbsdt. Les arquebusiers k cheval, 6.

I Archives du royaume. Gorrespondanoe de Wallenstein et de Tilly . t. 2. Pièce détachée.

* Archives du Royaume. Collection de Routard, n» 2, p. 34 .

Ar<iNËXES. 259

Lescuirasiers 7 reichsdt. . .

Les corporals se tiennent et comptent pour soldats communs tant k pied qa à cheval, comme aossy les officiers communs de l'infanterie (à la mode d*Âllemagne} à sçavoir les deux gemaine Webel, Fhurer et Forierer.

Les secrétaires des compagnies, chirurgiens soit panny la cavalerie ou infanterie seront tenus en leur rançon pour soldats ordinaires.

Les officiers réformés de cavallerie et infanterie payeront pour rançon leurs gages qu*ils tirent et cela avec attestation de coronels ou générauls.

Les capitaines et le commissaire de Tartillerie, comme aussy touts gentilshommes et officiers dlceile (excepté le général et son lieutenant) seront taxés à deux mois de gages pour leur rançon.

Touts lea officiers et ministres des vivres (hormis le général) payeront pour leur ranson deux mois de leurs gages.

Touts les serviteurs et touts hommes dé plume, commissaires et aultres donneront deux mois de gages pour ranson et ce avec attestation, comme dict est cy dessus, des ^énéraulx.

Touts adjoustahjts de cavalerie et infanterie sortiront pour un mois de gages.

Les lieutenants des quartiermaistres généraulx et du prevost général comprins.

Les fourriers mayeurs, les prévosts de chasque régiment, Tauditeur, le ministre, chapelan, prestre, de mesme les serviteurs de l'auditeur et prévost, qoartiermre et wachtmre des régiments payeront chascun an mois de leur solde comme il se trouve en la roHe en quoy est ë noter.

Qu*au cas que quelqu'un ayê Testât de capitaine et quarliermre ensemble, qu'alors un tel payera tant la ranson d*un capitaine que d'un adjustants et pour adjoustants seront tenus les sergents mayeurs et qoarlriermaistres.

Les enseignes de régiments particuliers, alferez, lieutenants, sergents tant à cheval qu'a pied seront chascun ransonné pour la paye d'un moiss selon que la rolle montrera.

Les capitaines, ritmaistres, lieutenants derartillerie, lieutenants colonelz^sergeants mayeurs de touts les régiments espagnols, bourguignons, italiens et Wallons (lesquels se servent point de lieutenants coronelz) coronels, conseillers de guerre, général qaartierroaistre, vicaire général, général auditeur, maistre général de viyres, trésorier général, général prevost paieront pour ranson quattre mois de gages ainsy que le registre dira.

Les serviteurs tant de haut gue de bas officiers payeront la solde d'un mois. .

Que touts aultrea personnages, qu'auront plus haut estât en charge que d'un capitaine de cavallerie, sans excepter personne (honnis les deux généraulx qui commandant les deux armées lesquels ne s'entendent pas estre comprins dans cet accord des quartiers] paieront six mois de leur solde.

Et si tels eussent aultres charges, estats, offices, pensions ou grâces ailleurs e hors des deux armées n en payera chose quelconque.

Quant aux seigneurs tiltrés et leurs 61s advanturiers, gentilshommes et aultres cavalliers advanturiers. Les premiers payeront pour ranson chascun mille reichsdhaler, les aultres cinq cents reichsd.

Touts les serviteurs et domestiques à qui ils pourront estre passeront pour trois thalers et demy.

Les vivandiers, bouchers, marchants (excepté les vivandiers lesquels sont en solde ordinaire auprès des compagnies] ainsi que la coustiime des Allemands le porte payeront dix thalers de rançon.

Ceux qui pour certains gages seront enregistrés» seront tenus comme aultres soldats ordinaires.-

Cet accord des quartiers s'entend pour touts ceux qui sont présentement aux deux armées,. on qui s'y pourront Joindre k Tadvenir, sans aulcune aultre interpétation excepté seulement les deux généraulx.

Les mariniers, charpentiers, leurs chiefs et officiers payeront de ranson un mois de leurs gages.

Pour le droit du prévost ou celuy quy aura les prisonniers en garde se payera pour chascun prisonnier trente Creutzers. Et pour confirmation de ce que dessus chascun général en dioict de soy a promis et promect de faire ponctuellement remplir et observer le prnt accord en touts ses points soubs leurs signatures réciproquemment données.

Faict au camp kNeuhausen, ce 31 d'octobre l'an 1620.

40 de novembre.

Il y at desja grand espace que Je suis en procès contre feu le seigneur de la Haye et maintenant contre ses héritiers pour la seigneurie

* Archives du Royaume. Liasses de Taudience. 409. S*.

de Marbais, auquel si avant est procédé que la cause est conclue en droict et pend pas^é quelque temps indeciz par devant ceulx de vostre conseil k Namur, sans que Je puisse attendre à solliciter la Vuydange, obstant la charge que J*ay pour le service de la union catholique et signament de la mayson d*Austrice, laquelle ne permet à présent de me beaucoup empescher avecq mes affaires particulières, par delà cause que Je me retbire vers Votre Altesse Serenissime suppliant humblement qulcelle soit servie de sa vertu et bonté accoustumée patrociner en mon dict procès et donner à mon frère (à qui Jay commis la totalle poursuilte) son assistence affin que par moyen de sa Justice mon bon droict soit enthièrement conservé non obslant mon absence. Et seray de plus en plus obligé de prier continuellement le Créateur vouloir garder Votre Altesse Serenisdime avecq santé et prospérité en longue et heureuse vie, demeurant à Jamais de Votre Altesse Serenissime ^

Très humble et obéissant serviteur

TSrrclaes, baron de tillt.

Dq camp de la union catholique a Boshaupt, le 16 de septembre i 624 .

ISABELLE A TILLY (mI5IITE.)

Très cher et bien amé, le chevalier Weston, ambassad' du roy de la grande Bretagne nous a reporté qu*il a 1res du baron de Ghichester aossy ambassad' dudit Sieur roy au Paiatinat, que vous tenez assiégée et fort pressée la ville de Heydelbergh, avec réquisition bien sérieuse de vous escrire de ne point passer oultre à la prendre, Jusques à ce qo^il auroit receu une responce dudit Sieur roy son mre, la réputation duquel (il dit) consiste en ce que Ton ne se saisisse pas de la d* place, ny des deux aultres qui restent encore à prendre, durant les conférences qui se tiennent en cette ville. Cause que nous désirons gratiBer le d* ambassad' nous n'avons pu laisser de vous faire part de ces debvoirs conjoinctement vous requérir de faire en cecy ce qu*aulcunement sera possible, vous asseurant que nous Testimerions particulièrement. D'ailleurs comme le d* ambassad' s* est aussi plainct il nous, de ce que vous tenez par de là enserré le baron de Gbicbes-

< Archives du Royaume. Liasses de l'audience. 409. )•.

ter, sans loi permertre de sortir, nous n'avons pu croire ce que noas en a esté rapporté, pr ne nous sembler chose raisonnable, ni correspondre aux traictements qu*on est accoustumé de faire aux ambassad" et où néantmoins il seroit ainsy, nous serons bien ayse qu y pourvoyez au plus tost en lui ostant subject de toute ultérieure plaincte, et Diea vous ait, très cher et bien amé, en sa sainte et digne garde. A Bruxelles, le 6 septembre 4693.

ISABEL CLARA ^UGENIA, PAR LA GRACE DE DIEU 19IFANTE d'eSPAGNE, etC.

Très cher et bien amé, le chevalier Weston, ambassadeur du roy de la Grande Bretagne, m*a représenté que depuis quelques Jours en ça vous tenez assiégée la ville de Heydelberg, avecq réquisition de vous escrire de vouloir suspendre le progrès du dit siège, et de laisser le tout en l'état ou il se trouve, Jusques à ce qu'il aura reccu une response qu'il dit qu'il est attendant du dit S' Roy son maistre; et comme le dit ambassadeur m'en a faict grandissime instance, joiact aussy le désir que j'ay de le gratifier» je n'ay peu obmettre de faire cet office, tant envers mon bon cousin TArchiducq Léopold, que vous. C'est pourquoy Je vous requiers bien sérieusement de faire en cecy ce que* pourrez, vous asseurant que je l'estimeray comme de raison; D'ailleurs, comme le dit ambassadeur s'est aussy plainct k moy de ce que vous tenez par de là enserré le baron de Chichester, sans luy permettre de sortir, |e n'ay peu croire ce qu'il m'en a rapporté, poar ne me sembler chose raisonnable, oultre ce qu'on n'est pas accoustumé de traicter les ambassadeurs de cette sorte. Et ou néanmoins il seroit ainsy, Je seray bien ayse qu'y pourvoyez en lui ostant subject de toute ultérieure plainte. Et Dieu vous ait, très cher et bien amé, en sa sainte et digne garde. Â Bruxelles, le 9 de septembre 1622.

DeLLAF AILLE.

Superscription.

A nostre très cher et bien amé le conte de TSerclaes, baron de Tilly.

1 Archives du Royaume. Liasses de Taudience. 409. 2».

A9SCHRIFFT SCHRE1BBM8 80 AN DIfc FDRSTL. DURCBL. Ilf BBTERN VO!f HERRN GENERAL LEUTENANT GRAFEN VAN TILLT ABG.

Genedigster herr, >

Ëor Frl. Dhl. solle und kann ]ch uoangefuegt nit lassen, was massen durch dess gerechten und allmechtigen Gott gnediger Providentz, gewall und Beystandt. nechst verwicheneu Freytag,. den ^6*«" diess, von dero mir anvertrautten soldatesca, welche sich dann aiso dapfer und manniich verhalten, daran unzweiflich Eur. Frl. Dhl. da sey zQgegén gewesen etn genedigst wolgefallen getragen haben wurden, aL«s selbigen tags von morgen ein biss gegen abendt, ich auf den Trutz Beyern und trutz khaiser, streng mit grossen stucken spillen lassen, durch den anlauff beede ortter, und bald darauf aile die auf ebenen plan, an der vorsladt begriffene, ganz wo) verwahrle schantlen^ darin sich der feindt durch den abtrieb von beeden thûrmen rétiriret gehabl, durch geschwinden nachtruckh sambt der vorstadt, wie auch gar der sladt allhie und fast ailes in anderlhalb stunde durch gewalt erobert und ailes was von des feindts soldaten ergriffen, und sich nit in das schloss salviret erlegt und niedergehauet worden, deren angefœhr in die 400 mit gar wenigen verlust meiner knechten auf dem Platz und todt geblieben sein mœchten, undt weiln sich der feindt in dem Residenzschloss versamblet, habe ich selbiges verrer nit allackirt sondern durch abgeordnete den anwesenden gubernator Heinrichen von der Merven des anderen tags ersuechen lassen wes gemueths und ob er das schloss aufzugeben gesinnt sey, darauf er sich dann also angelassen, dass es zum Accorde gelangt, dess copyas ich iieber geschlossen derentwegen er mit seinen officiern und knechten an geslert den 20**'' hujus, vermœg beruerthen und geschlossenen accords abgezogen , und ich also nunmehr vermittelst gœttlicher gnaden dass schloss und stadt Heydelberg in der Khays. May. Dévotion und gehorsamb vœllig gebracht. Datum Heydelberg den 21 september

' Archives du Royaume. Secrélairerie d'Etat allemande. Correspondance de Haximilien de Bavière, tom. III, folios 472 et 473.

264 GORKESPONDANGB DE TILLY.

EXTftAIT DU PROTOCOLE ORIOINAI, TROUVÉ AUX ARCHIVES DE HETDELiUGn.

Pourquoi le Roy de Danemarck ne peut estre admis

pour Roy de Bohème.

4° Parce qu'il D*est pas aymé de la commune et est totalement porté au command* absolut, par où il ne fera estât des privilèges signalez des Bohémois.

2<* Il est homme de fort mauvaise vie, adultère et addonnô à la lubricitô, ayant esté souvent en péril et danger de sa vie pour ce sobject.

3** Les Estats ne lui permecteront pas de demeurer hors du Danemarck comme Ton at veu à la guerre de Brunswick.

4® Il touche de parentage aux principales maisons de TEmpire, sy comme Saxe, etc.

5* Et encore que par le parentage susd^ il puisse avoir du crédit en Allemagne, si est ce que cela ùe sert nulement au gouvernement, ains sera tant plus porté à faire toutes choses k son plaisir et volonté, se fiant à Tassistance de ses d* parents.

6* Encore qu il soit riche, il emploiera ses richesses au profit de ses enfants.

1^ Gomme il est bon et courageux soldat, il commencerat la guerre, et il faudra que les Etats en portent le fardeau, estant en outre ce trop éloigné de Bohème.

Pourquoy le Duc de Savoye ne peut être admis, etc.

1** Encore qu'il soit de la maison de Saxe, sy est ce que tous ceux qui se servent, des longues estrangères sont aussy quante et quant tenuz pour estrangers et ne peuvent estre admis au collège des Electeurs.

2° Il est de la Religion catholique, apost. et romaine, son fils est Cardinal, par où il redoubtera Pexcommunication du Pape et n*advourât aucunement la réformation introduite k l'égard des personnes ecdé-

' Arohiyes du Royaume, Collection de Routard, n« 2, p. 479.

ANNEXES. ï265

siasliques et ieurs bieos fiy comme des Jésuites, capucins oi autres et parcoDséqneDtde leur Eglise.

3* Eocore que Mansfeid veuille donner espoir du changement de la Religion, ce ne sont que, des discours en l'air, car comme il n*est fondé en la vraie religion orthodoxe, ains il ne s'y faut entièrement asseorer.

4" Savoye est entré souvent en accordance avec la ville de Genève, mais ne Ta Jamais observé.

5« Ce n'est assez que six lieues de loing il permette la religion réformée es pays de son obéyssance.

6* Sy Savoie vient à estre Roy et avoir la puissance^, il correspondra avec les autres archiducs et parmy bonne recompense de i Ëspaignol attenterat contre la Bohème en ce qu'il pourrat, mettant les évangélistes en grandissime danger.

7*^ Gomme il est déjk d*âge et pourveu d enfants, il tâciiera de les faire succéder à la couronne au préjudice de Télection libre.

8® Savoye at entretenu un demy an de long et assisté les Bohémois d'un régiment entier et avecq iceluy occupé la ville de Pilsen et si on ne luy donne quelqu espoir il rappellerat le d* régiment.

Q*" Sy Anbalt est accepté pour cap"* g^, il obtiendrat de Savoye que les gens de guerre demeureront plus longtemps.

Pourquoy le Duc de Saxe ne peut être admis pour Ray.

4* Il est puissant en possession de terres, gens et argent par oii il cherchera toutes sortes de pratticques pour obtenir en propriété la Bohème et la posséder héréditairement, comme ses autres pays pouvant faire beaucoup par sa puissance.

S* Il est naturellement ennemy des privilèges de la noblesse, comme Ion reconnaît par ses comportements et incorporerat les moyens et sobsistances des Bohémois.

3* Tant plus puissant qu'il est, tant plus tost pourrat-il supprimer les Bohémois.

4* S'il assiste les Bohémois à payer leurs debtes ^ ils*seront contraints de lui engager leurs biens par où il se rendra propriétaire d'une bonne partie du pays et comme les subjectz d'iceluy sont totalement roynez il aurat les d** biens k vil prix et n oubliera rien de ce qui est de la succession de ses enfants.

6** Il n at nullement obligé les Bohémois. ains il est seul cause que la ville de Budtweiss n'est maintenant en leur pouvoir et que le comte de Bucquoy leur a donné toutes sortes d'incommoditez.

7** li se laisse (gouverner par trois personnes à savoir par mess, de Lessenberg et de Schœnberg qui liiy servent de conseil et par son ministre de Hoy, par lesquels il voudroit aussy gouverner la Bohème et réformera peu le gouvernement d'Autrische,

8<> Il supporte fort les Ecclésiastiques, ne permettrat raliénaboo des monastères, maintiendra la restauration d'iceulx comme la restitution des biens en provenant pour équitables.

9° 11 est ennemy des Réformez comme sont tous ceux de s*^ conseil nommément le s' Hoy, lequel escrit présentem* contreuU par où Tunion de ceulx de la religion réformée pouroit aller k néant, ■ et iceulx seroient plus oppressez que soubs le joug et commandem^ du pape.

4 0** Il n admet autre religion que la sienne et contraint les gentilshommes de luy vendre leurs biens, quant iceuix lui agréent et n oseseront tuer un lièvre ou renard en leurs propres bois.

4 4 ® Le gouvernement de Saxe est plus rigoureux de grief que celuy d'Auslricfae, c'est pourquoi il se doibt nécessairement Joindre et servir de l'appuy d'Austriche.

4 %'' Augmente les impôts tant sur la bière qu'aultres denrées.

4 3^ Il faut que ceulx de la noblesse se trouvent à chasque heure prestz avec leurs chevaulx et armes et ceulx quy par indisposition n y peuvent satisfaire doibvent entretenir à cet effect un aultre gentilhomme.

4 4^ 11 y at longtemps qu^il n*at tenu assemblée de ses Estatz aios faict tout par luy mesme, combien que lés Estatz s'assemblent volontiers.

4 5** Il nestime ceulx de la noblesse et empescbe leurs assemblées, comme Ton a veu cy devant, il gouverne par gens simples au grand préjudice de la noblesse.

4 6® Schlick dit que Ton n'entend aultre chose en sa court que mein gnedigster herr, mein gnedigster her, mein gnedigster her ist heute auf die Jagd, hat heute ein hirschen geschossen. Nous n'avons Jamais veu prince plus lâche de couraige ; il seroit mal propre en Bohème.

4 7"* Hoy s'at déclaré au comte Schlick de ne pouvoir conseiller b son maistre (J'enireprendre le gouvernement d*un pays où il y a diversité de religion.

4 8° 11 ne tient nul ordre en sa court, est tous les Jours y vre, il faut que ses conseillers pour le complaire boivent contre leur volonté, se facent malades, et crèvent de boire, disne à douze, une et deux heures après minuict, fait lever les dames de table et luy demeure assis.

49^ Il est sy avaricieux que pour cincq*^ florins il donne audience à sa très-grande incommodité, laquelle cessant son intérêt, il donne difficilement.

30* Schlick dit qu il ne faat avoir peur de luy eo ceste affaire, et serai respondaot qae le d^ Ducq ne mettra t la main ou prétendrat à la d** couronne, qu'il n'est généreux et désire nullement vivre en repos et sans soucy.

d4* N*a soing du publicq, ne Tentend et n y prend aucun plaisir.

32<* Le Roy Ferdinand ne peut attendre en Bohème aucune assistance de sa personne, ny la condition du Roy de Bohème estre rendue meilleure par le Saxon.

23* Parce qu il est plus contraire aux Réformez que les Papistes, et que les ecclésiastiques le gouvernent.

l'infante a tilxy (minutk).

Très-cher et bien amé Corne le pnt porteur Guillajame Cool courrier ord* do Roy de la Grande Bretaigne va despéché celle part avecq 1res du d' s' Roy au colonel de Yere, son gén^ nous aurons pr agréable que le laissiez passer et entrer en la ville de Manheim avecq les d'*" Lres, et en retourner avecq la response, sans permettre que Luy soit mis adcun destourbier ou empeschement k ce faire et nous asseurant que n'y manquerez, nous prierons Dieu, Très- cher et bien amé, qu*il vous ait en sa sainte et digne garde. Â Bruxelles, le 5 d'octobre \ 622.

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