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gangenen Jahres von Tesis !) aufoebrochen und langten im zehnten Monat vor Budala an. Am Abend des 28. nahmen wir Gross-[oo und Klein-Ioo im Kampfe und am nächsten Tage schlossen wir Budala ein, wobei wir Latsang tôteten. Den jüngsten Sohn Latsangs und die ihn zugehôrendeu Iaisangs haben wir gefangen genommen und an Tsewang Rabtan geschickt. Sein ältester Sohn Surtsa entkam beim Fall der Stadt, wurde aber nachher von Tibetern ergriffen. Den Dalai Lama halten wir im Kloster Iakburi ?) eingeschlossen, während der Bancan nach wie vor in Rasi Lumbu *) wohnen geblieben ist.” Ich habe den Lobtsang und die anderen mit ihm, die wir gefanswen haben, dem Ministerialsekretär Naimandaiï ‘) übergeben, der sie in sicherem (Geleit nach der Hauptstadt bringen soll. — Der

Kaiser nahm hiervon Kenntnis.

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Am Tage jén-shên erging ein Kaiserlicher Befehl, welcher den Oberst

bei den Avantgardetruppen Ulimpa mit einer Abteilung zur Besetzung von Litang kommandierte ®).

Der Divisionsgeneral Fara hatte berichtet: ,,Der jenseits Dajiyan-lu gelegene Ort Litang ©) gehôrt eigentlich zu Latsang”’s Gebiet. Jenseits Litang liegt Batang 7). Ich habe nun gehôürt, dass Ceringdondob vor kuïzem geheime Nachrichten an den Ing-guwan Lama ©) in Litang geschickt hat um diesen zum Anschluss an Tsang zu überreden. Ich habe, aus Besorgnis, die Leute dort müchten sich

von jenem durch seine Einflüsterungen in Umruhe bringen lassen,

1) JE 2 H)f ein Fluss Tegis entspringt auf dem Altai. s. Mêng-ku yu-mu chi 10.

2) FL J À La tibet. lcagspori.

3) FL 1 fi 15 tibet. braSishlunpo einer der 3 Berge von Potala.

5) Tung-hua-lu Kanghi XX 27a, b.

co) 25 HE. DIU, D. 8) Militär-Lama,

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den Ministerialsekretür Batma benachrichtigt und mich in Eile an den Platz begeben, wo ich die Macht und die Tugend Eurer heiligen Majestät dem Lande weit und breit vor Augen gestellt habe. Infolgedessen ist jetzt alles ruhig. Unmittelbar (nach meinem Eintreffen) erschien der Lama (Gelong Awang Lamk'a!) und erzählte: 500 Mann vou dem Dsungarenheer näherten sich Camdo *), und der von Cagan Danjin *) geschickte Iaisang, welcher jetzt in Litang residiere, unterhalte heimlichen Verkehr mit den Dsungaren. Weiter las ich in einem ausführlichen Bericht des Gardekommandanten Umpu, da die Stimmung des K'ambu ‘) immer noch nicht verlässlich sei, liege die Notwendigkeit vor, Gegenmassregeln zu treffen. Ich habe mich bei dieser Lage entschlossen, dem Umpu einen Eilbrief zu schicke», er solle 100 Mann von den in Da-jiyan-lu stehenden Mandschutruppen auswählen und dem Kommando des Obersten von der Avantgarde Ulimpa *), weiter vom Grünen Banner 100 Mann Kavallerie uud 300 Mann Schützen auswählen und dem Kommando des Obersten aus Hôwa lin Cao-hung-oi°) unterstellen und diese Truppe dann vereinigt nach Litang marschieren lassen. Sie hätte den Platz zu besetzen und künnte von dort aus, bei gegebener Gelegenheit, dem Feinde Verluste an Toten und Verwundeten beibringen. Weiter habe ich erfahren, dass man von Litang bis nach Tibet hinein an die Gottheit des Hôbilgan *) glaubt. Nun wohnt der

Vater des Hôbilgan im Tempel Tsungkaba *) bei Si-ning. Wenn

D Foi IE À À Né.

» RE Z. 0 PR JTE.

4) Hi ir 2 N 1h tibet. mk‘an po, der Abt eines grossen Klosters 5) {Hi UN If CRT &Æ R FE mandsch. gabsihiyan-i janggin). 0 Ù 2 AK.

7) É} DA FI %; eine Verkôrperung Buddhas.

8) == NX EL (Hj) nach dem berühmten Reformator benannt. Es ist der bekannte Tempel Kumbum,

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man also den Vater hersenden und durch ihn dem Iug-guwan Lama und die den Einwohnern verkünden lassen würde, die Besetzung Litangs durch Truppen sei einzig und allein zum Schutze erfolgt, weil Ew. Majestät fürchtete, der Heimatsort des Hôbilgan môchte von den Feinden zerstürt werden, dann kônnten wir aut diese Weiïise die beiden Plätze Litang und Batang zu Grenzfesten der Provinz Secuwan machen.”

Der Staatsrat richtete darauf folgeuden neuen Antrag an den Kaiser: ,,]m Rücksicht darauf, dass der Ort Litang in der Nähe der beiden Orte Da-jiyan-lu und Camdo gelegen ist, sollte man dem Berichte gemäss verfahren. Also den Oberst von der Avantgarde Ulimpa mit seiner Abteilung nach Litang senden, um den Platz zu besetzen und von dort zu rekognoscieren. Weiter sollte man dem von Cagan Danjin gesandten Iaisang bestellen: da die Dsungaren sich Unrechtmässigkeiten und Gewalttätigkeiten hätten zu Schulden kommen lassen, so werde man sie mit der Strafe des Himmels treffen. Falls die Dsungaren in Camdo erschienen, sollten Ulimpo und die mit ihm Beratung halten und handeln, wie es die

Lage erfordere.” Der Kaiser gab hierzu seine Zustimmung.

Im sechsten Monat, am Tage jén-wu, erging ein Kaiserliches Edikt, welches den Vormarsch beider Armeen vorläufig einzustellen befahl !).

Vordem hatte der Staatsrat die Bitte des Feldmarschalls Herzogs Furdan ?), mit beiden Kaiïserlichen Armeen in die Offensive übergehen zu dürfen, an den Thron weiter gegeben. Darauf war folgender Bescheid gekommen: ,,Euer Antrag besagt, wir müchten mit beiden

Armeen den Vormarsch antreten. Ich habe aber gehürt, dass in

1) Tung-hua-lu Kanghi XX 234.

2) À f# PE Dis Biographie s. Man ming-ch‘èn chuan Kap. 40.

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Tsang jetzt das Gerücht geht, Tsewang Rabtan, welcher den Ceringdondob zur Vernichtung Latsang’s nach Tibet geschickt hat, habe die Absicht, sich selbst nach Tibet zu begeben, um das Volk von Wei-Tsang und Bark'am !) zu unterwerfen. Es ist zwar nicht müglich zu entscheiden, ob das auf Wabhrheit beruft. Immerhin ist mir das Gerücht zu Ohren gekommen. Nun liegt eine Meldung vor, wonach die Feinde Latsang bereits überwältigt hätten. Falls Tsewang Rabtan daraufhin mit Kind und Kegel in Tibet einrücken würde, so würe zu befürchten, dass unsere beiden Armeen, wenn sie dann in Ili einträfeu, vergeblich marschiert wären. Ich beabsichtige daher, Sereng mit seiner Abteilung jetzt sogleich in Tibet einmarschieren zu lassen und Nachrichten von dieser Abteilung abzuwarten. Die allgemeine Offensive aber will ich für dieses Jahr vorläufis einstellen lassen. Der Staatsrat hat zu erwägen, was zum Bedarf jener Expedition (des Sereng) an Proviant und Sold gehôrt und mir darüber

noch einmal Meldung zu Machen.”

XIIT.

Am Tage hsin-ch‘ou wurde in Litang eine Relaisstation eingerichtet ?).

Der Gouverneur von Secuwan Niyan-geng-yoo stellte folgenden Antrag: ,,Jetzt, wo Latsang’s Person sich in Gefangenschaft befindet, ist niemand da, die Verwaltung des Litang-Gebietes wahrzunehmen. Ich habe daher einen dringlichen Brief an den Kommandanten Umpu geschickt, mit der Weisung, schleunigst aus Mandschu- und Chinesentruppen eine Abteilung zusammenzustellen und sie in Litang in Garnison zu legen, ausserdem dort Relaisposten einzurichten zur

Befürderuug des militärischen Schriftverkehrs. Von Da-jiyan-lu bis

Litang sollten zehn Relaïistationen errichtet und auf jede derselben

1) ee FA hÆ UN , tibet. bar-k'ams mittleres Kam.

2) Tung-hua-lu vacat.

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sechs Pferde gestellt werden. Für Heu und Bohnen, welche gemäss der in Da-jiyan-lu geltenden Futterordnung in doppelten Rationen auszugeben wären, bitte ich besondere Gelder anzuweisen.” !)

Vom Kriegsministerium wurde die Annahme dieses Antrages

empfohlen, worauf die Kaiserliche Genehmigung erfolgte.

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