‹ Tung pao. Toung paoChapitre 171 sur 261 · BE 7L FF. » À H · texte numérisé non relu

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5) Tung-hua-lu Kanghi XXI, 106.

6) ne Pi >) s. Han ming-ch‘ên chuan Kap. 15.

BRUCHSTÜCKE AUS DER GESCHICHTE CHINAS. 403

serlichen Willen). Ob man das Land zu Secuwan schlägt oder zu Jôn-nan, in beiden Fällen ist es Reichsgebiet, Nur eins will ich bemerken: Das Land Secuwan befindet sich zur Zeit im Kriegszustande. Jede einzelne Sache bei der Heranschaffung, Anweisung und Verteilung des Proviants nimmt ihren Weg über Batang und Litang, welche beiden Plätze von hüchster Wichtigkeit sind. Wenn man die Verwaltung einem Eingeborenen-Beamten übergibt, werden sich daher bei dem Verkehr Ungelegenheiten herausstellen. Wenn man Briefe nach Jôn-nan schickt, geht für Hin- und Rückweg zu viel Zeit verloren. Ich müchte daher bitten in Erwägung stellen zu dürfen, ob es nicht von Nutzen für die militärischen Operationen wäre, wenn man das Gebiet doch der Verwaltung der Provinz Secuwan unterstellte, Ein anderer Punkt betrifft einen Brief des Divisionsgenerals Uge. Er schreibt: der von Jôn-nan in Tibet einmarschierenden Abteilung müsse dreimonatiger Proviant in ratenweiser Sendung zugestellt werden. Da nun bei der Hühe der Berge und der Enge der Strassen die Heranschaffung des Proviants Schwierigkeiten mache, so bitte er, ihm von dem aus Secuwan herangeschafften Proviant abzugeben. Mir stellt sich die Sachlage so dar: Aus den beiden Provinzen Jôn-nan und Secuwan rücken Truppen ins Feld, Die ins Feld rückenden Truppen der Provinz Secuwan zählen 7000 Mann, die der Provinz Jôn-nan 3000 Mann. Es fragt sich nun, ob der aus Secuwan beschaffte Proviant für den Gebrauch der Jônpan-Truppen mit reicht.” — Der Staatsrat bemerkte dazu: ,, Man sollte die Angelegenheit gemäss dem Antrage Niyan-geng-yoo’s regeln. Der Generalgouverneur und der Gouverneur von Jôn-nan sollen den Auftrag erhalten, eiligst für die ratenweise erfolgende Proviantnachsendung an die Jôn-nan-Truppen Sorge zu tragen. Nach erfolgter Vereinigung der unter Uge marschierenden Truppen mit dem Heere Galbr's soll, solange der aus Jôn-nan beschaffte Proviant noch nicht angekommen ist, einstweilen von dem Überschuss des Secuwans-

proviants aussegeben werden. Derselbe ist nachher bei Eintreften

404 E. HAENISCH.

des Jôn-nan-Proviants aus diesem im entsprechenden Verhältnis wieder aufzufüllen. Das Gebiet von Batang und Litang soll einstweilen der Verwaltung von Secuwan mit unterstellt werden. Nach Beendigung der Feindseligkeiten aber soll es wieder nach unserem früheren Vorschlage unter die Verwaltung von Jôn-nan kommen.”

Der Kaiser gab diesen Vorschlägen statt.

Im Winter des 59. Jahres der Regierung Kang-hi, im zehnten Monat, am Tage i-wei meldete der ,,Generalfeldmarschall gegen die Westländer” Galbi die Eroberung von Tibet 1).

Galbis Meldung lautete: ,,Mit dem Heere in Lari?) angelangt, hürte ich ein Gerücht, nach welchem der Iaïisang Cuimpil mit einer (feindlichen) Abteilung von 2600 Mann im Anmarsch sein sollte, um unserm Heere an der Strasse nach [ang mir Zung*) den Weg zu verlegen. Darauf fassten wir den ŒEntschluss, wir wollten bei dieser Gelegenheit den Feinden zuvorkommen, indem wir den Ort Meju Gungk‘a“) vorher besetzten.

So brach ich am 4/VIII mit dem Heere in Lari auf. Wo unser Heer hin kam, an allen Orten kamen uns die Einwohner, welche von unserem Herannahen gehôürt hatten, entgegen. Der Hôtuktu von Jugung®) war der erste, welcher uns sein Land übergab und sich uns anschloss. Am nächsten Tage rückteu wir vor und eroberten das Land von Meju Gungk'a, welches ich den Häuptlingen des Diba schenkte. Die Bevôlkerung hielten wir in Rubhe. Ich sandte eine Abordnung unter Leutnant6) Iao-zu”) an den Diba Daktsa, welcher zur Unterwerfung beredet wurde. Danach kamen die Lamas

und die Häuptlinge der Tungkur#) alle einer nach dem andern und

1) Tang-hua-lu Kanghi XXI, 154.

2) hi Lil halbwegs zwischen Camdo und Lhasa.

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