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3) JU SE mandsch. uyun saitu.
:) D Æ fi (IE DE 4 Æ£ mandsch. wargi be dailara jiyangyiyôn).
BRUCHSTÜCKE AUS DER GESCHICHTE CHINAS. 409
mando über die beiden Kaiserlichen Armeen (im Norden) mit dem Befehl in Tsewang Rabtan’s Land einzurücken, ihn in Schrecken zu setzen und zur Unterwerfung zu zwingen. General Galbi erhielt das Kommando über das Kaiserliche Heer, bestehend aus Mandschutruppen und Grünem Banner von Secuwan und Jôn-nan, mit dem Befehl zum Vorrücken auf dem Wege nach Lari. General Jansin erhielt das Kommando über die Westabteilung mit dem Befehl von Huhu noor aus vorzurücken. Schliesslich der Generalissimus (Jôn-ti) erhielt das Oberkommando über das gesamte Heer und seine Stellung in Muru usu angewiesen. Die Armeen wurden aufgestellt und eingeteilt und für Proviant und Kosten wurde Sorge getragen. Im Felde haben die Leute sich, jeder einzelne, grosse Mühe gegeben. Das in zwei Armeen vorrückende Heer (im Norden) sind in das Gebiet von Tsewang Rabtan eingedrungen, haben ihn wiederholt aufs Haupt geschlagen, seine Truppen niedergemacht und ihm Menschen und Vieh abgenommen und mehrere Tausend Dsungaren tributpflichtig gemacht. Jetzt lese ich den Brief, in welchem der Grossfeldherr meldet, Jansin habe Ceringdondob drei schwere Niederlagen beigebracht, das feindliche Heer zerstreut und in die Flucht gejagt. Hüôchst anerkennenswert! Über die bei der Expedition beteiligt gewesenen Leute vom General abwärts und gemeinen Mann
aufwärts soll mir ein besonderer Bericht gemacht werden.”
Am Tage hsin-yu wurden die in Gas und am Engpasse Buter sowie die im Lande Hubhu noor zum Schutze stationierten Truppen eingezogen, aber noch 2000 Mann abgeteilt, welche als Schutz für Hubhu noor zurückbleiben sollten !).
Grossfeldherr Jôn-ti hatte angefragt: ,,Als unser Heer am 13/VIIT in Tibet einmarschiert war, erhielten wir die Nachricht, dass Cering-
dondob mit seinem Heere bereits über Keldiya ?) entflohen sei. Künnten
1) Tung-hua-lu Kanghi XXI, 164.
2) S. o. S. 401, Anm. 3. Über den Verkehrsweg der Dsungaren nach Tibet s.
DE Je Al #5 Ken 6, S. 8.
wir unter diesen Umständen nicht die nach Gas, am den Engpass Buter') und die als Besatzung nach Huhu noor gelegten Truppen wieder einziehen ?”
Der Staatsrat bemerkte dazu: ,Mann sollte in dieser Sache dem Antrage stattgeben. Aber Ceringdondob ist ein hüchst verschlagener Mann. Wenn er auch davon geflohen ist, kann man doch nicht wissen, ob er nicht eine günstige Gelegenheit erspäht, das Land von Huhu noor anzugreifen. Daher wäre der Grossfeldherr brieflich anzuweisen, er sollte immer noch 2000 Mann detachieren welche in die Nähe des Huhu noor-Gebietes gelegt werden sollten um zu rekognoscieren und Wache zu halten” Der Kaiser verfügte demgemäss. |
Am Tage hsin-ssü erging ein Kaiserliches Edikt an die Grosssekretäre, Hülfssekretäre und die neun Ministerien, welches sie beauftragte, genaue Erhebungen über die Namen der südwestlich der äussersten Grenzen gelegenen Berge, Flüsse und Ortschaften anzustellen?).
Das Kaiserliche Edikt an die Grosssekretäre3), Hülfssekretäre *) und neun Ministerien5) lautete: Ich habe mich von Jugend auf für die Geographie interessiert. Wenn ich den Namen irgend eines Berges oder Flusses aus dem Altertum oder ein an den äussersten Grenzen gelegenes fernes Land nicht feststellen konnte, dann sah ich auf Karten und in Büchern nach, um mich zu erkundigen, was über so ein Land berichtet wurde, und bemühte mich dann herauszufinden, ob (das darin Gesagte) auch wahr sei. So habe ich auch Beamte nach (dem) Kun-luwen‘) (gebirge) und nach Si-fan?) ge-
n 1h EF.
2) Tung-hua-lu Kanghi XXI, 174. Ilierzu vgl. die Karte py DE Æ aus dem DE ER léal #3 -
3) À A + mandsch. aliba bitheï da.
4) ÆL —f ashani bithei da. 5) S. o. S. 422, Anm. 3.
o E À: n DE
BRUCHSTÜCKE AUS DER GESCHICHTE CHINAS. 411
schickt, mit dem Auftrage, von allen bedeutenderen Flüssen wie Hôwang-ho'), Sahaliyan muke*), Gin-$a ula*}, Lan-tsang ula *) und anderen die Quellorte durch Augenschein bestimmt festzustellen und dann in die Karte des Landes eintragen zu lassen. Jetzt hat das Kaiserliche Heer das Land Tibet erobert. Die jenseits der Grenze wohnenden Fan-Leute, welche alle aufrichtige Anhänger des Glaubens sind, haben die drei Tsang-Länder und das Land Ari5) vollständig in ihre Karten eingetragen. Infolgedessen wäre es angebracht, jetzt die Gelegenheit zu benutzen und die Gebirge und Flüsse, bei welchen die Lesart Benennung durch die West-Fan-Leute von der chinesischen abweïcht, richtig und klar festzustellen. Erst wenn das geschehen ist, kann man der Nachwelt wirklich richtige Angaben überliefern, Im allgemeinen entspringen alle die grüsseren Gewässer Chinas innerhalb oder ausserhalb des südüstlichen (Teiles des) mächtigen Bergrückens, welcher den Namen Nomuhon Ubasi‘) trägt. Quelle und Lauf dieser Flüsse lässt sich klar verfolgen. — Die Quellen des Hôwang-ho-Flusses befinden sich an der Ostseite des Berges Kulkul?), jenseits der Grenzlinie bei Si-ning. Seiner Quellen sind sehr viel, man kann sie nicht zählen. Da sie, aus der Entfernung gesehen, einer Reihe von Sternen gleichen, so nennen die Mongolen sie Odon talaf), die Si-fan-Leute Solomu”), die Chinesen nennen sie (Hsing-
so-hai)'°) Sternenmeer. Das sind also die Quellen des Hôwang-ho-
où ET. 5 EE #.
3) & Ÿ]> ŸL der Oberlauf des Jangtse.
4) jf] ZE Oberlauf des Mekong,
5) Frj Æ « 0.5. 220, Anm. 1.
6) fr D je bg EL DE (ZX Hi ) 890 Li n. 6. von Lhasa nahe am Buk shan. D) Ab FT Ft LI. Das Gebirge Beyan Kara ist ein Teil davon.
8) 6 4 A HE s Prschewalski, Reise nach der Mongolei und Tibet, Dentsche
Ausg. S. 397. 9) S. o. S. 408, Anm. 1.
10) Æ Ti #5 mandsch. usiha namu.
412 E. HAENISCH.
Flusses. Auf seinem weiteren Laufe durchstrômt er die beiden Seen Saring!) und Oring?), fliesst nach Südosten, wendet sich dann nach Norden und tritt, von neuem nach Osten gerichtet, an der Feste Gui-de5) und dem Passe li-$i*) vorüberziehend, in das Gebiet von Lan-jeo 5) ein. — Die Quelle des Flusses Min-giyang ‘) kommt aus einem Bache Nameus Cicirhana”) vom Gebirge Bayan kara°), welches westlich vom Hôwang-ho-Flusse liegt. Die Fan-Leute sagen Min niyaktso®). Das ist derselbe Fluss, welcher in den Han shu!°) gemeint ist an der Stelle: ,, Der Berg Min-$an !1) ist dort, wo das Wasser des Flusses jenseits der Westgrenze herkommt.” Und die Stelle, an welcher nach dem Jü-kung !?) der Lauf des Stromes reguliert wurde, das ist der Berg Nai cu $an #), welcher ausserhalb des Passes Hôwang-$eng'*) im heutigen Secuwan liegt. Wenn die Alten sagen, die Quellen des Ula!) und des Hôwang-ho befänden sich nahe beieinander und die Stelle im Jü-kung: der Lauf des Ula sei vom Gebirge Min-$an aus reguliert worden, meine die Regulierung seines Laufes, nicht die seiner Quelle, so kann man diese Worte als zuverlässig hinnehmen. Dieses Gewäüsser tritt aus dem Passe Hôwang-Seng hervorstrômend in das Gebiet von Guwan hiyan !°)
ein, wo es sich in mehrere Dutzend Arme spaltet. In Sin-jin hiyan !?)
o FE ES.
2) Al B£. 8) es pi (1) Kausu.
4) fi #(Ë1) Kansu. 5) Éj Pf Kansu.
6) IX TL. D Æ Æ Hi] 25 HU.
8) EL ZA BA HE s. Ta-ch'ing it'ung chih, Abschnitt Tibet, Gebirge.
Me HE Me oo dE.
11) Je LL] . 12) Æ, Li mandsch. Jü-gung ni albabun fiyelen.
14) DH HF F4] Ssü-ch'uan. Es führt eine Strasse von Sung-p‘an über diesen Pass nach Tibet, s. Wei-tsang t'u-chih É4 EE F& vh ;
15) AE = Jangtse, 16) JE IE . 17) fr ES IEX .
BRUCHSTÜCKE AUS DER GESCHICHTE CHINAS. 413
vereinigt es diese wieder in einem gemeinsamen Bette, wendet sich nach Südosten und nach Sioi-jeo fu!) gelangt, strômt es mit dem Wasser des Flusses Gin-$a giyang vereinigt weiter. — Die Quelle des Flusses Gin-$a giÿang kommt aus der Bergspitze Uniyen usu, welche nordôüstlich von der Residenz des Dalai Lama gelegen ist. Die Chinesen nennen die Uniyen-usu?) Spitze U-nio $an£). Der Name des Flusses heisst (dort im Oberlaufe) Muru usu. Er tritt in südôüstlicher Richtung fliessend in das Land K°am ein. Dann kommt er, Iungdiyan passierend, durch den Pass Ta-cengt) in Jôn-nan (in das chinesische Gebiet) herein. Der Fluss heisst auf diesem Teile seines Laufes Gin-$a giyang. Wo er nachher Lii-giyang fu erreicht, heisst er wieder Lii-giyang5). Nachdem er sich bei Jung-be fuf) mit dem Flusse Da-cung ho?) vereinigt hat, richtet er sich nach Osten und tritt, nachdem er U-ding fuf) passiert, in die Provinz Secuwan hinüber. Bei Sioi-jeo fu fliesst er in den Min-giyang, dann an Kuijeo fu°) vorüber in die Provinz Hôguwang !°) und gelangt schliesslich an Ging-jeo fu vorbei nach U-cang fu !!), wo er sich mit dem Flusse Han giyang l?) vereinigt. — Die Quelle des Flusses Han giyang wieder kommt aus dem Gebirge Bo-jung san !*) nürdlich von Ningkiyang jeo'l') in der Provinz Sansi 15). Dort nennt man den Fluss Jang $Sui'f). Er fliesst in ôstlicher Richtung und heisst dann von
Nan-jeng hiyan !?) ab Han éui'#), Wo er in das Gebiet der Provinz