‹ Tung pao. Toung paoChapitre 254 sur 261 · EDMUND SIMON. EIN ALTER P£AAN DER BEIDEN · texte numérisé non relu

EDMUND SIMON. EIN ALTER P£AAN DER BEIDEN

(K À\) schlängeln, rechts vom Sôgenji steht auf einer Anhôhe der Asato Hachiman-Tempel, sowie eine buddbhistische Kapelle Shintokuji Ch fi >) die beide von Kônig Sho Toku gestiftet sein sollen, nachdem er im Jahre 1466 die Insel Kikaï (# 3) unterworfen hatte !).

Auf dem linken Ufer des Asato sehen wir auf einer Anhôhe das Dorf Chibuya (&# 2 ) (!), in dem sich eine Reïhe von Tôpferwerkstitten und Brennôfen befinden. Hier wurden und werden noch heute Dachziegel, Knochenurnen und Hausgeräte hergestellt. Davor sehen wir den Gusikudaki (3 JR) und weïiter im Vordergrunde das zu Naha gehôrige Izumizachi (FR lfÿ) (), dessen eine den Kumochi überspannende Brücke im Mondschein viel bewundert wurde.

Dem Asatogawa anfinglich zur Rechten geht die Hauptstrasse in Windungen langsam ansteigend nach der etwa hundert Meter hochgelegenen Residenz Shuri ( H ). Kurz hinter der Stelle, an der sich die Strasse vom Laufe des Asato entfernt, liegt das Dorf Matsikara (424 JI) (). Hier beginnt die Strasse ziemlich stark anzusteigen. Etwa auf halber Hôhe des Weges sehen wir auf einem Hügelchen links von der Strasse ein berühmtes Heiligtum der Kwanon, vor dem noch heute die zum Markte nach Naha gehenden Bauernfrauen ein Gebet verrichten. Etwas weiter aufwärts schmückt ein Tor die Strasse und zeigt an, dass wir uns der Hauptstadt nähern. Es war dies das Shicha nu aye jo (das unten befindliche Tor), für welches der chinesische Gesandte Chan Shan (% LL] ) im Jahre 1428 eine Tafel mit seinem Autograph, bestehend aus den beiden Charakteren für Chüsan, gestiftet hatte, weshalb es auch Chusanmon genannt wurde ?). Links der Strasse liegen die Stadtteile Yamakara (LL JIT) (©) und Machishi GE A1 A&) mit dem durch Kreuze markierten Marktplatze, rechts Kansui (3€ K) mit den Tempeln

1) vgl. Riukiu no Kenkyn von Katô Sango, Bd. IT, p. 38. 2) vgl. daselbst p. 41.

HAUPTSTÂDTE DES EHEMALIGEN KÔÜNIGREICHES CHUSAN. 733

Ankoku (Æ£ El ) und Jisho (2 M4), sowie Kanegusiku (4 Hf) mit dem Tenkaijitempel (HR LA +), hinter dem sich die Tamaodon (sh fill HY ), die Gräber der Künige von Chüsan seit Shô En befinden (auf dem Bilde der an der rechts liegenden Seitenstrasse befindliche kreisbogenfürmig abgeschlossene Platz mit drei Grabkammern und einer von zwei Eingangstoren durchbrochenen Mauer'). Links von dem zweiten, oberen Tor (Ue nu aye jo oder Jureimon [SF 1 FA D) . war der Jôraku-Park ( SEA ). Hinter dem Tore sehen wir (oben rechts auf dem Bilde) die von mächtigen Steinwällen eingefasste, auf den hôüchsten Erhebungen der Stadt liegende Kônigsburg. Das Bild zeigt uns deutlich die im Inneren des Grundstücks befindlichen, von Steinwällen abgeschlossenen Hôüfe und Eingangspforten, ganz vorn (im Westen) das Kwankwaimon (EX ér F4) genannte Haupttor, dahinter das Quellentor mit der rechts davon hervorsprudelnden Drachenrinnenquelle, hinter diesem das Wasseruhrtor CE A | FA ), das seinen Namen von einer hier zur Berechnung der Tageszeiten aufgestellten Wasseruhr hatte. Die Ergebnisse wurden von dem Toriwataazana genannten Auslug (in der südwestlichen Ecke der Burg) durch Aufziehen einer Fahne bekannt gemacht ?). Der eigentliche Palast (Ed HY) liegt am Ostende des Burghügels, (ganz oben links am Rande der Mauer), es ist ein zweistôckiger Bau mit chinesischem Doppeldach. Vor dem Palast sehen wir einen mit Ziegeln belegten geräumigen Hof, welcher nach Westen zu von einem, Hôshinmon (Æ M) F4) genanuten, Tore abgeschlossen ist. Auf der Nordseite dieses Platzes steht der zur Aufnahme der chinesischen Gesandten dienende Nordpalast ({Ÿ HY), gegenüber vou diesem der Südpalast (F4 EX), den Kôünig Sho Ho, nachdem Chüsan Satsuma tributär geworden war, gauz im japanischen Stile zur

Aufnahme der japanischen Gesaudten errichten liess. Hinter dem

1) In Wirklichkeit sind es zwei Quermauern mit je einem Tor in der Mitte, 2) vgl. daselbst p. 42.

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