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EDMUND SIMON. EIN ALTER PLAN DER BEIDEN

Landespalast ist das ,,Linke Seitentor”, von diesem führt ein noch durch das Shukujuumon (44 JJ4 M) gehender Weg bei dem links vom Kwankwaimon befindlichen Kukeimou (AÀ LA F4 ) wieder aus der Burgmauer heraus.

Linker Hand des nôrdlichen Burgwalles dehnt sich der Stadtteil Tomigura (CE DE ) aus, in welchem die beiden mit einander in Verbindung stehenden Teiche Enkan (E] &8E) und Ryütaku (FÈ Pa) liegen. Hinter dem kleineren Enkanteiche sehen wir den von Kôünig Sho Shin zum Gedächtnis seines Vaters Sho En im Jahre 1492 erbauten Tempel Enkaku (| Et), von welchem der Teich seinen Namen , Spiegel des En(kaku)” hat. In dem von Lotus überwuchertem Gewässer steht eine kleine der Benten geweihte Kapelle, daher hiess der Teich auch Bensaitenike und die Brücke Tennyo bashi (K x #5). Die andere Brücke, welche die Verbindung beider Gewässer überspannt, nennt man Kwanrenbashi CE SR 15). Der Ryütaku wurde, wenn die chinesischen Gesandten kamen, zum Wettrudern am Drachenbootfest benützt. Auf dem linken Ufer des Teiches hinter der Yumachi(!) (TE FF )-Brücke steht der zur Riuzaïsekte gehôrige Tempel Tenoji (KR + ), in dem man den Kongoyasha (& ff 1X X ) verehrte. Wir sehen auf dem Bilde auch den Glockenturm des Tempels, in welchem eine 1456 gegossene, ursprünglich für die in Urazoe liegende Kapelle Tenryu bestimmte Glocke hängt ‘). Auf dem rechten Ufer des Teiches zwischen Tenôji und Enkakuji liegen noch einige Heiligtümer, wie Sankôim (ll /L Bé), Rengein (SE FÈ Di), Jikoin (2 Se Pi) und Kosenji CE Je + ). Hinter dem Enkaku sehen wir den auf einer Anhôhe (Ishitorayama Æ JX [LL) liegenden, zum Stadtteil Akahira (JR 2) gehôrigen Tenkeïin (XK Le Dé). Links oben erhebt sich schliesslich der Kameyama (6 [l] ), ein Hügel bei dem Dorfe Sueyoshi (À ),

1) Chishi das. p. 75.

HAUPTSTÂDTE DES EHEMALIGEN KONIGREICHES CHUSAN. 735

an dessen Fusse das Tempelchen Manshôin C4 Fe Dé) lag. Hier hatte Kônig Satsudo ein Lusthäuschen erbauen lassen, welches aber Ende des 16. Jahrhunderts durch Feuer zerstürt wurde.

Wer der Maler des interessanten Städtebildes gewesen sein mag, läisst sich nicht mehr feststellen, Wahrscheinlich dürfte der Plan aber von einem der Chinesen in Kumimura entworfen sein, welche die Kunst des Schreibens und Malens im Reiche Chusan heimisch

gemacht haben.

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