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3) s. Kap. IV, Anm. 3.
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Weg hinter sich, und ïhre Pferde waren abgemagert. Sobald wir sie wieder herausgefüttert haben, will ich 500 Mann von den Truppen abteilen, Offiziere kommandieren und die Truppe an ihren Posten führen. Weiïter beabsichtige ich, von dem Grünen Banner des Generalmajors von Giyan-cang ‘) 700 Mann Kavallerie und Infanterie und von dem Grünen Banner vom Hua-lin-ying ?) 800 Mann Kavallerie und Infanterie aussondern und an ihren Garnisonen in Bereïtschaft halten zu lassen, damit sie bei Bedarf zur Verwendung bereit sind.”
Der Staatsrat bemerkte dazu: ,, Wir empfehlen diesem Antrage stattzugeben : den Gardekommandanten Umpu mit 500 Mann Gingjeo- Mandschutruppen nach Da-jiyan-lu zu legen, den Gouverneur Niyangeng-y00 *) aber zu beauftragen, dass er Beamte kommandiert, welche für die Verpflegung der Truppe sorgen.” Der Kaiser verfügte dem-
gemiäss.
Im zweiten Monat, am Tage wu-tzü, beauftragte ein Kaiserliches Edikt den Generalgouverneur Erentei, Bestimmungen über die Kommandierung der Ablüsungsabteilungen auf der Strasse
nach Gas zu treffen #).
Der Brigadegeneral von Si-ning Wang-i-kiyan hatte gemeldet : »Wenn man die Ablüsungsmannschaften für Gas nur aus den mir unterstehenden Truppen nimmt, dann bleiben mir wirklich nicht genug Leute übrig.”
Dazu hatte der Staatsrat beantragt, unter den Truppen, welche
der Divisionsgeneral Hôsitu 5) mitgebracht habe, sowie unter den in
1) GE 4 der bekannte Bezirk Kien-ch‘ang im S. W. der Provinz Ssü-ch‘uan.
2) À, 4 ist jedenfalls ein Ortsname.
3) ÀE es 3 später Generalgouverneur von Ssü-ch‘uan. 4) Tung-hua-lu vacat. b) ?
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Gu-yuwan ‘) und Liyang-jeo ?) zur Verwendung stehenden Truppeñ vom Grünen Banner zu gleichen Teilen Leute zu kommandieren and nach Si-ning zu senden,
Der Kaiser bestimmte: ,,În der Frage der Ablôsung der auf der Strasse nach Gas stehenden Detachements ist, da zur Zeit der Generalsouverneur Erentei, Herzog Tsewang Norbu und Acitu dort in der Gegend stehen, diesen Bescheid zu schreiben, und sind die-
selben aufzufordern, Bestimmungen zu treffen.”
Am Tage këng-yin sandte ein Kaiserlicher Befehl den Gardekapitän Sereng mit einer Heeresabteilung aus, um Tibet Hülfe zu bringen à).
Vorher hatte Generalsouverneur Erentei gemeldet, dass ein von Latsang gesandter Bote, Hôlaki ‘), mit folgender Mitteilung eingetroffen sei: ,,Bei unsern neulichen Kämpfen mit Tsewang Rabtan's Heere haben wir den Feinden einen Verlust von über 200 Mann au Toten und Gefangenen beigebracht. Die Dsungaren kônnen das Klima nicht vertragen: die Leute schwellen am ganzen Kôrper auf. Latsaug, welcher sich augenblicklich zusammen mit dem Dalai Lama und dem Bancan Erdeni bei der Befestigung und Verteidigung der Burg Budala*) befindet hat mich abgesandt, um Ew. Majestät diesen Brief zu überreichen.” Weiter hätten die Grosslamas Tsoleim ‘)
und Tsangbu Ramjamba*) berichtet: ,,Als wie von G'angdisa ©)
nach Lasa *) heimkerhbrten, teilte uns Latsang mit, das Tsewang
1) [#| Ji CM ) in Kansu. 2) Ji JM in Kansu.
3) Tanghua-lu Kanghi XX 224, 23a.
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Rabtan dem Ceringdondob ein Heer von über 6000 Mann gegeben habe, mit welchem dieser über das Jingkurting-Gebirge') hereingebrochen sei und sich in Besitz der gefährlichen Passagen und strategisch wichtigen Plüitze gesetzt habe. Mit uns kämpfend habe er mitten in der Nacht die Pässe überstiegen und das Land Dam ?) genommen, wo er zur Zeit noch sitze.” Weiter besagte ein Bericht von Acitu: ,,Latsang’s Bote Hôlaki hat erzählt: Bei den Kämpfen, welche unläingst zwischen Latsang, Surtsa und dem Heere Tsewang Rabtau’s stattgefunden hätten, habe es eine ausserordentliche Menge von Toten und Verwundeten gegeben. Jetzt seien Latsang und Surtsa *) beide aus dem Lande Dam in Ioo ‘) eingetroffen.”
Der Staatsrat beantragte dazu: Man sollte dem Gardekapitän Acitu und dem Generalgouverneur Erentei brieflichen Befehl schicken, unter gespanntester Aufmerksamkeit und in aller Eile sich in Bereitschaft zu setzen, weithin Patrouillen auszusenden, und wenn sie Nachrichten über den Feind hätten, bei gegebener Gelegenheit ins Feld zu rücken. Der Kaiser befahl diesen Vorschlag in aller Eile auszuführen.
Als die Sache so stand, kam ein Brief von Latsang: ,,[ch, Ew. Majestät Untertan, habe Generationen lang die überreiche Gnade meines erlauchten Herrn erfahren. Jetzt hat, ohne dass ich mich dessen versah, der Rebell Tsewang Rabtan ein Heer von 6000 Mann
ausgeschickt, welches seit zwei Monaten mit unseren tibetischen
Truppen im Kampfe steht. Obgleich der Kampf durchaus unentschieden
1) 2 F| RFI RE [1] der Einbruch der Dsungaren in Tibet erfolgte über das
Kun-lun Gebirge, südl. von Keriye (Kiria). Ob das Jingkurting Gebirge diese Stelle bezeichnet, ist nicht zu sagen.
2) JE ÆS tibetische Landschaft nôrdl. v. Lhasn.
5 ff AY L.
4) 72) und H ist ein mongolisches Wort und bedeutet Buddha, Gôtterbild und auch Tempel.
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war, wieder Sieg noch Niederlage, ist das feindliche Heer doch in Too einmarschiert, sodass ich jezt mit meinem Heer das Land Too verteidige. Da aber die tibetischen Truppen an Zahl unterlegen sind, so isb die Lage sehr kritisch. Sollten die Länder K'am, Wei und Tsang !) den Feinden in die Hände fallen, so würde das den Untergang der gelben Lehre bedeuten. Ich richte nun an Ew. Majestät, welche die Lage ja klar wie in einem Spiegel sehen, die Bitte, ob uns nicht in Eile ein Hülfsheer geschickt und auch die Truppen von Huhu noor hergesandt werden künnten um uns zu retten.”
Der Staatsrat bemerkte dazu: ,,Latsang ist ein Nachkomme von Gu$i Han und hat der gelben Lehre manchen Dienst erwiesen. Wenn er jetzt um Entsendung eines Hülfsheeres bittet, sollte man ihm willfahren. Wir empfehlen, an die Plätze Si-ning, Sung-pan, Da-jiyan-lu und Gas Befehl zum Beginn der Operationen zu geben, an allen Plätzen die Truppen marschfertig zu machen und mit den dem Stammesbeamten ?) Jang-Zu-sung *) unterstehenden Truppen gemeinsam zu marschieren. Jetzt kônnten zwar die Fürsten und Taiïjis von Huhu noor 6000 Mann aufbringen und mit ihnen am 10/1 aufbrechen, aber es müssten doch auf alle Fälle auch Mandschutruppen dabei sein. Diese Truppe sollte man den Gardekapitän Sereng und den Ministerialsekretär Calihôn bilden lässen: sie hätten sich von den Mandschutruppen in $i-ning 200 Mann, vom Grünen Banner 200 Mann auszuwählen, dazu eine Eingeborenentruppe in
Stärke von 1000 Mann sich stellen zu lassen, diese Abteilung nach
1) LEA A F5, JE s. Wei-tsang t‘u-chih 145 JE En am Anfange,
sowie Ta-ch‘ing ïi-t‘ung chih, unter Tibet”. Tibet Zerfällt in die 3 Landschaften:
113 np À (HE) ist Batang und Camdo — Hi JR . 2. (JE) ist das Gebiet
von Lhasa und ôstlich bis Camdo = FH JE . 5. JEk ist das Gebiet von Tashi lunpo
und westlich davon — 1 DEk . Die westlichste Landschaft ist Ari Frj H. 2) <E F] mandsch. aiman-i hafan.